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„Kraut und Rüben“

Sehr herzlich eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Nah und Fern wieder zum Brauchtumstag des Umstädter Museums- und Geschichtsverein im Gruberhof, Raibacher Tal 22, am Sonntag, dem 03.09. ab 11 Uhr. Dieser Tag steht unter dem Motto „Kraut & Rüben“, u.a. weil den ganzen Tag über frisches Weißkraut gehobelt und eingelegt wird, eine Äpfelschälmaschine zum Einsatz kommt und unterschiedliche Rübensorten sowie Gerätschaften zur Verarbeitung ausgestellt werden.

Hinzu kommt ein Kräuter- und Likörstand mit selbst hergestellten Leckereien, und das alte Waffeleisen kommt zum Einsatz. Auf einem holzbefeuerten Küchenherd wird das Eisen mit viel Geschick gewendet, bis eine leckere Herzchenwaffel herauskommt. Ein großer Genuss für kleines Geld. Für Kinder bietet der Verein erstmals eine Museumsrallye an. Bis 10-Jährige dürfen in den Ausstellungsräumen mehrere „Musinchen“, typische Museumsmäuse, suchen und für die älteren gilt es, ganz bestimmte Objekte aufzusuchen. Zu zweit, zu dritt bestimmt eine tolle Tour durch die verwinkelten Ausstellungsräume, in denen es vieles zu entdecken gilt.

Aber auch die Erwachsenen sollten den ausführlichen Blick ins Museum nicht verpassen. Wertvolle Ausstellungsstücke und Einblicke in die Stadtgeschichte, die Handwerkerstuben, den Vorratskeller, die Gesindewohnung oder die landwirtschaftliche Ausstellung lohnen sich garantiert. Die Abteilung „Jüdisches Leben“ ist ganz neu aufgestellt, das bürgerliche Wohnhaus und der Bauerngarten sind allemal sehenswert. Und selbstverständlich gibt es deftiges Essen, u.a. eine hausgemachte Gemüse-/Kartoffelsuppe, auf Wunsch ergänzt um eine Siedewurst, oder auch die beliebte Bratwurst vom Grill. Am Nachmittag darf man sich auf einen fair gehandelten Kaffee und eine üppige Kuchentheke freuen. Selbstverständlich gibt es selbst gekelterten Apfelwein, Umstädter Wein und frisches Fassbier. Der Verein und die fleißigen Helferinnen und Helfer freuen sich auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie!

Wer mit dem Auto kommt, ist herzlich aufgefordert, über die Straße „Am Herrnberg“ auf der Rückseite des Museumsgeländes anzufahren, dort bietet der Sportplatz, der als Parkplatz freigegeben ist, ganz viele Stellplätze direkt am Gruberhof und am Spielplatz der Freizeitanlage „Bleiche“.

Am 2. und 3. Septemberwochenende wird das Museum sonntags geschlossen bleiben, weil am 09./10.09. Bauernmarkt und vom 15.09. bis 18.09. in Groß-Umstadt Winzerfest gefeiert wird. Am 24.09. ist dann wieder üblicher Sonntagsbetrieb, am 01.10. lädt Heidelore Andres wieder zum monatlichen Handarbeitstag in den „Kuhstall“ ein und am 08.10. endet die aktuelle Saison mit dem beliebten Kelterfest. Wer also noch mal die gemütliche Atmosphäre und ein wenig „Wie´s früher war“ schnuppern möchte, hat an den verbleibenden Tagen reichlich Gelegenheit.

Floristenkunst im Gruberhof

Auch in diesem Jahr werden die Absolventen der dualen Berufsausbildung „Floristin/Florist“ ihre Abschlussprüfung im Gruberhof in Groß-Umstadt ablegen und am Sonntag, dem 2. Juli von 13 bis 18 Uhr ihre Arbeiten öffentlich ausstellen. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein war schon 2015 und 2016 Gastgeber, und auch in diesem Sommer lädt er gemeinsam mit dem Prüfungsausschuss für Floristen/Floristinnen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich die Blumenkunst im historischen Ambiente anzuschauen.

Die Floristenausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil ist abgeschlossen, den praktischen Teil werden die Auszubildenden am Freitag, dem 30.6. hinter verschlossenen Türen im Gruberhof absolvieren. Drei Arbeitsproben sind anzufertigen: „Binden eines Straußes“, „Fertigen einer gesteckten Gefäßfüllung“ und „Bepflanzen eines Gefäßes“. Hinzu kommt eine „komplexe Prüfungsaufgabe“ nach Wahl aus den Aufgabenfeldern: Hochzeitsschmuck, Tischschmuck, Raumschmuck oder Trauerschmuck. Es werden also zahlreiche floristische Kunstwerke im historischen Ambiente des fränkischen 4-Seiten-Hofes zu bewundern sein.

Selbstverständlich ist an diesem Sonntag auch das Museum offen, so dass sich ein Besuch doppelt lohnt. Im Museumscafé gibt es fair gehandelten Kaffee und Kuchen sowie Erfrischungsgetränke, u.a. selbst gekelterten Apfelwein.

Handwerkertage und Live-Musik im Gruberhof

Wenn an Pfingsten zahlreiche Handwerker im Gruberhof ihre „Werkstatt“ einrichten, dann gibt’s was zu sehen … Jung und Alt sind eingeladen, den fingerfertigen Spezialisten an beiden Feiertagen über die Schulter zu schauen, mit ihnen zu plaudern und zu staunen, was man vor noch gar nicht so langer Zeit überall in direkter Nachbarschaft, wenn nicht sogar in der eigenen Familie, mit seiner Hände Arbeit hat herstellen können und müssen. Material- und Werkzeugkenntnis sowie Jahrhunderte alte Erfahrung waren vonnöten und „wie´s früher mal war“, das kann man an beiden Feiertagen erleben.

Besonders Familien aber auch Wander- oder Radfahrergruppen finden im Gruberhof im Raibacher Tal 22 in Groß-Umstadt ein ideales Ziel, denn nicht nur „Handwerk und Live-Musik“, sondern auch ein erstaunliches Museum, Geschichte und Gemütlichkeit laden zum Verweilen ein.

Im „Kaufmannsladen“ können sich Kinder wieder eine Naschtüte zusammenstellen lassen und für kleines Geld kaufen, selbstverständlich „schießt“ der Vereins-Bäcker am Pfingstsonntag wieder leckere Sauerteigbrote in den Steinofen ein, die dann am Nachmittag verkauft werden. Auch hier ist Zuschauen ausdrücklich willkommen. Zwischendurch lohnt sich der Rundgang durchs bürgerliche Wohnhaus und das Museum, Führungen durch die Ausstellungsräume sind jederzeit möglich. Besonders empfohlen sei die seit Ostern komplett neu gestaltete Ausstellung zum „Jüdischen Leben in Groß-Umstadt.“

Leckerer Spießbraten, Bratwurst oder Paprikagriller verwöhnen die Gaumen, Erfrischungsgetränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier und fair gehandelter Kaffee zum selbst gebackenen Kuchen machen den Aufenthalt wie immer auch kulinarisch zum Genuss. Wie immer sind alle Produkte „bio - regional - fair“.

An beiden Pfingstfeiertagen ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Und wer die Musik von Creedence Clearwater Revival mag und erleben will, ist am Montagnachmittag ab 13 Uhr genau richtig. Ca. drei Stunden lang bringt „CREEDENCE forever“ die Superhits aber auch weniger bekannte Titel zu Gehör, präsentiert im authentischen, „handgemachten“ Sound der 70er - ohne Schnickschnack. Also, Spaß pur! Mehr: www.creedenceforever.de.

 

Ostermontag ist Saisoneröffnung im Gruberhof

 

Am Ostermontag, dem 17.04., um 11 Uhr öffnet der Gruberhof“ im Raibacher Tal 22 erstmals in diesem Jahr seine Pforten und lädt Familien, Wander- oder Radlergruppen herzlich ein, das beliebte Ausflugziel zu erkunden. Bis zum Kelterfest am 08. Oktober wird das Museum jeden Sonntag um 13 Uhr geöffnet sein und bei freiem Eintritt zum Besuch einladen. Wer das abwechslungsreiche Jahresprogramm schon mal vorab studieren möchte, findet Einzelheiten hier auf der Seite. Gäste, die mit dem Auto kommen, sind herzlich aufgefordert, auf dem direkt angrenzenden Hartplatz zu parken. Zufahrt über die Straße „Am Herrnberg“.

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein freut sich auch in diesem Jahr über viele Besucher, die durch die Ausstellungsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Handwerk, Landwirtschaft, Stadt- und Industriegeschichte sowie Archäologie geben einen guten Einblick in die lebendige Vergangenheit von Groß-Umstadt und die Region. Die Museumsführer werden Sie gerne begleiten und Auskunft geben. Besonders sehenswert und beeindruckend ist die komplett neu konzipierte Ausstellung zum jüdischen Leben in Groß-Umstadt. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Hessenpark konnten moderne Schauelemente aufgestellt werden. In der großen Scheune wird am Nachmittag für die Kinder „Tulpenbasteln“ angeboten, ein Flohmarkt mit Raritäten aus dem Museumsbestand lädt zum Stöbern ein.

Hier kann man sich Zeit nehmen, umherschweifen, plaudern und gemütlich verweilen. Selbstverständlich gibt es wieder einen deftigen Mittagsimbiss, den ganzen Tag über Grillbratwurst und leckeren, selbstgebackenen Kuchen. Grundsätzlich bietet der Verein Produkte aus der Region bzw. Kaffee aus fairem Handel an.

Die Band CoolRoxx ist zum zweiten Mal dabei, sie bietet als Cover-Band Rock- & Popklassiker vom Feinsten - aus den 80ern bis hin zu aktuellen Hits. Mit dem kraft- und gefühlvollen Gesang einer Sängerin und einem Sänger überzeugt die Band mit Songs von englischsprachigen Künstlern wie Toto, The Police, Melissa Etheridge, Sunrise Avenue, Rihanna oder Billy Idol aber auch mit ausgesuchten deutschen Hits von Silbermond, Christina Stürmer oder Andreas Bourani.

„Steine erzählen“

So lautet der Titel des Vortrages zur Umstädter Stadtgeschichte am Dienstag, den 11.04. um 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofes, zu dem die Umstädter Runde im Museums- und Geschichtsverein alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich einlädt.

Reiner Michaelis und Georg Brenner möchten mit dem Publikum einmal mehr durch die Stadt streifen und auf kleine, feine Besonderheiten hinweisen, die im Alltag ungesehen bleiben und doch viel zu erzählen haben. Stein als Baustoff ist seit jeher allgegenwärtig und dank seiner Beständigkeit Träger historischer Botschaften. Wer achtet schon auf Steinmetzzeichen aus dem 16./17. Jahrhundert? Wer weiß schon, was die 8 Kreuze auf den Kirchturmgiebeln mit Blick über den Marktplatz alles „erlebt und gesehen“ haben? Wer achtet schon drauf, dass im „Kommandantengässchen“ Umstädter Ziegelsteine eine Hausfassade zieren oder „In der Fahrt“ Sandstein zu dem zerfällt, was er einst war - Sand? Seit 2 Jahren gehört der Stadtfriedhof zum Landkreisprojekt „Gärten der Erinnerung“, und es sind die (Grab-)Steine, die uns so manches erzählen …

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

„Umstädter Mühlen“

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt für Dienstag, den 14. März um 20 Uhr sehr herzlich zum nächsten Vortrag der Reihe „Umstädter Stadtgeschichte“ in den Gruberhof ein. In diesem ersten Teil seiner „Mühlengeschichte“ wird es um die drei Rauwiesen- und die drei Oberwiesenmühlen gehen. Die neun anderen „Umstadt-Mühlen“, also jene, die sich ebenfalls auf dem Gebiet des historischen Umstadt, der heutigen Kernstadt, befanden, werden in einem späteren, zweiten Vortrag vorgestellt.

Franz Huber wird jede Mühle mit Ersterwähnung, Standort des Anwesens und der Führung des Mühlbachs beschreiben. Zur Sprache kommen auch die Personen, die entweder einer Mühle ihren Namen gaben oder einen entscheidenden Impuls gaben, um ihren Aufbau voranzubringen. Dazu erläutert er die soziale Stellung des Müllers im Wandel der Herrschaftsverhältnisse: vom zeitlich gebundenen Einsatz eines Leibeigenen in einer bestehenden Mühle, hin zum gesicherten Betrieb einer Erbleihmühle mit dem Zugeständnis einer Erwerbszweigerweiterung über die Landwirtschaft bis zum Eigentumserwerb mit der Vollendung der Hofreite.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Opas Diashow

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum nächsten Vortrag zur Umstädter Stadtgeschichte in den Gruberhof ein. Vorgesehen und angekündigt war für Dienstag, den 14. Februar um 20 Uhr ein Beitrag zur Umstädter Fastnacht, der wurde aus organisatorischen Gründen ersetzt durch einen Diaabend mit Bildern aus dem Umstadt der 1960er Jahre.

Herbert Schlegelmilch wird tatsächlich seinen Diaprojektor aufbauen und längst vergessene Aufnahmen von der katholischen Kirche zu Groß-Umstadt zeigen und unterhaltsam und anschaulich kommentieren. Dabei ist u.a. eine Diaserie mit Fotos „vom Guss der Glocken bis zur Installation im Turm“ und eine mit „Gesichtern bei Prozessionen“ vor über 50 Jahren.

Der zweite Abschnitt des Vortrages befasst mich Fotos vom Hochwasser 1965, von markanten Gebäuden und, wenn das Publikum es wünscht, auch mit heiteren Berichten und Bildern von Festzügen und Fastnachtsveranstaltungen von vor einem halben Jahrhundert. Die Gelegenheit für jüngere Menschen, in die Zeit der Großeltern zurückzuschauen bzw. sich an eigene, längst vergangene Zeiten und Zeitgenossen zu erinnern.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Justitia und Prudentia

Vortrag zur kunstgeschichtlichen Bedeutung der Umstädter Rathausfiguren

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt alle Bürgerinnen und Bürger zum nächsten Vortrag zur Umstädter Stadtgeschichte in den Gruberhof ein. Am Dienstag, den 10. Januar um 20 Uhr wird Norbert Kottmann sich in einem Lichtbildervortrag mit der kunstgeschichtlichen Bedeutung der Umstädter Rathausfiguren Justitia und Prudentia befassen.

Das Jahrhundert zwischen der Reformation und dem Dreißigjährigen Krieg, etwa die Zeit von 1520 bis 1620, war neben vielen Wirren auch eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit in Deutschland. Diese kunstgeschichtlich „Renaissance“ genannte Epoche hat eine neue, geistreiche und gestaltungsfreudige Kunst hervorgebracht, die bis heute noch im Wesentlichen das Gesicht von vielen alten Marktplätzen und Straßen in unserem Land bestimmt. So entwickelte sich auch im südhessischen Raum zwischen den Residenzen Mainz, Aschaffenburg, Darmstadt und Heidelberg eine faszinierende Kunstlandschaft. Zwei herausragende Beispiele dafür finden sich mit dem Rathaus und dem Wambolt´schen Schloss in der Altstadt von Groß-Umstadt. Diese Renaissancebauten bilden ein einmaliges städtebauliches Ensemble, das in seiner baukünstlerischen Qualität weit über das Maß einer normalen Ackerbürgerstadt im Odenwald hinausgeht. Künstlerischer Höhepunkt dieser Blütezeit war die Aufstellung der beiden Personifikationen „Justitia“ und „Prudentia“ auf dem Umstädter Rathausdach. Die skulpturale Qualität dieser leicht überlebensgroßen Sandsteinfiguren beeindruckt noch heute, und auch der gelungene bauliche Kontext zur Architektur des Rathauses zeugt von einem außergewöhnlich guten Formgefühl.

Der Vortrag von Norbert Kottmann wird daher versuchen, auf methodisch vielfältige Weise die kunstgeschichtliche und künstlerische Bedeutung dieser Skulpturen herauszuarbeiten. Dazu gehört auch eine Analyse der bisherigen Rezeptionsgeschichte. Warum wurde bisher die Qualität der Arbeiten so wenig beachtet? Wie stehen die Umstädter Figuren im Vergleich zu anderen Werken ihrer Zeit da? Wer war der Auftraggeber? Warum streckt Justitia das Schwert so außergewöhnlich bedrohlich gen Himmel? Welche Funktion hatten die Skulpturen, und wie hat ein Bürger um 1600 sie gesehen?

Von Platons Tugendlehre bis zum manieristischen Formgefühl, von der kurpfälzischen Prunkliebe bis zum Umstädter Selbstbewusstsein, vom Odenwälder Buntsandstein bis zur künstlerischen Freiheit eines Bildhauers um 1600 spannt sich die thematische Bandbreite. Der nicht akademisch konzipierte Vortrag wird das Thema eher umkreisend einordnen und mit zahlreichen Bildvergleichen auch für Laien plausibel machen.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Adventsmarkt im Gruberhof

 

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende am 03. und 04.12. vorbereitet und leistet damit in heimeliger Atmosphäre einen familienfreundlichen Beitrag zum Groß-Umstädter Adventsgeschehen.

Zahlreiche Standbetreiber haben sich wieder angemeldet, und bieten auf Wunsch des Veranstalters hauptsächlich Selbstgebasteltes bzw. Selbstproduziertes wie Blumengestecke, Grußkarten, Wollmützen, Schmuck, selbst Genähtes aus Stoff und Filz, Keramik, schönes aus Wolle, Patchworkarbeiten, Papiersterne, live hergestellten Glasschmuck, Holzfiguren, Erzgebirge-Pyramiden, Marmeladen, Plätzchen, Pralinen und vieles mehr.

Darüber hinaus laden die vielen Nischen, Räume und Gebäude des 4-Seitenhofes alle Besucher jeden Alters zu einer spannenden Entdeckungsreise ein: In der Küche des Wohnhauses können insbesondere Kinder in der Weihnachtsbäckerei mit anpacken und - vom Herd in den Mund - die ofenfrischen Plätzchen vernaschen! In der Wohnstube wird geklöppelt und man kann Kinderspielzeug entdecken, mit dem Oma und Opa einst gespielt haben … In der „Küferei“ präsentiert der Museumsverein das aktuelle Sortiment an Umstadt-Büchern, dabei ist auch der druckfrische Band 10 der Reihe „autmundisstat“ mit 6 Beiträgen zur Stadtgeschichte.

Musik- und Gesangsbeiträge vom Ev. Posaunenchor und vom GSL-Chor stehen jeweils um 17 Uhr auf dem Programm, gegen 18 Uhr streift am Samstag die Knusperhexe umher, am Sonntag kommt der Nikolaus mit seinem Engel und einem wirklich großen Sack voller Überraschungen zu den Kindern. Im historischen Weinkeller wird Renate Filip am Sonntag um 15 Uhr Geschichten vorlesen, die feierliche Beleuchtung und Tannengrün sorgen rundum für vorweihnachtliche Stimmung.

Zum Aufwärmen gibt’s den obligaten Glühwein und einen eigens komponierten Rieslingpunsch, Kinder bekommen vom Museumsverein selbst gemixten alkoholfreien Früchtepunsch. Fürs leibliche Wohl sorgen wie im Vorjahr die Spielvereinigung mit Bratwurst und Pommes, der Museumsverein mit seinem Adventscafé im Kuhstall und manch andere Leckerei wird es auch bei den Ausstellern geben. Alles in allem gibt es 1001 Gründe, das 2. Adventswochenende jeweils zwischen 14 und 19 Uhr im Gruberhof zu genießen.

Kelterfest mit Apfelmost und Sauerkraut

 

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Der Museums- und Geschichtsverein heißt insbesondere Familien mit Kindern herzlich willkommen. Das Programm beginnt um 11 Uhr, ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - lautet das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gelesenen Umstädter Äpfeln Saft und aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... der Blick in den Steinofen ist ausdrücklich gewünscht. Gegen 16 Uhr werden die ca. 50 Brote verkauft. Vom frisch gekelterten Most dürfen alle Kinder gerne gratis probieren, und damit auch möglichst viele Besucher in den Genuss kommen, wird er ausschließlich zum Verzehr und nicht zum Mitnehmen verkauft.

Viele landwirtschaftliche Geräte, Werkstätten und das zeithistorische Museum laden zum Staunen und Plaudern ein, geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch das bürgerliche Wohnhaus geöffnet, letztmalig ist die Sonderausstellung „Alles für den A…. - Sitzmöbel aus 2 Jahrhunderten“ im gesamten Museumsareal zu bestaunen.

Wie immer ist auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt: Das am „Brauchtumstag“ Anfang September eingelegte Sauerkraut wird mit Kammrippchen zum deftigen Mittagessen gereicht und, solange der Vorrat reicht, auch portionsweise verkauft. Alternativ gibt es Grillbratwurst. Selbstverständlich erwartet alle Gäste wieder die beliebte Kuchenauswahl zum fair gehandelten Kaffee.

Dieses Kelterfest ist eine von 76 Aktionen in Hessen zum bundesweiten „Tag der Regionen“.

Ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“. Ihr Mix aus Rock’n Roll, Boogie Woogie, Evergreens und Deutschem Schlager sorgt für beste Unterhaltung. Eine Combo, die nicht alles so ernst nimmt und es versteht, das Publikum in die wilden 50er und 60er Jahre zu entführen.

Sonderausstellung Sitzmöbel

Im Gruberhof-Museum gibt es über 80 verschiedene Sitzmöbel aus über zwei Jahrhunderten! Die Sonderausstellung unter dem markanten Titel „Alles für den A….“ ist noch bis zum Saisonende im Oktober (Kelterfest, 09.10., 11-18 Uhr) jeweils sonntags von 13-18 Uhr bei freiem Eintritt zu bestaunen. Neben Stühlen werden Schemel (Hocker), Truhen, Bänke und unzählige Sonderformen wie Sessel (Fauteuil), Sofa aber auch Toilettenstühle zu den Sitzmöbeln gezählt und ausgestellt. Die Sitzmöbel verteilen sich über den ganzen Gruberhof, sie sind gekennzeichnet und beschrieben nach Art, Stil, Herstellungszeitraum und Art der Herstellung.

Wie immer haben viele fleißige Hände die Möbel zusammengestellt, gereinigt und arrangiert, das Konzept, die Recherche, die Ausschilderung der Objekte und die Dokumentation in einem kleinen Katalog sind das Werk von Arnold Straub.

„Mit dem Ende des Nomadenlebens“, so schreibt er, „beginnt die Geschichte des Hausbaus und damit stabiler Möbel. Die Truhe war wohl das erste Möbelstück überhaupt. Aus dem reinen Aufbewahrungsbehälter wurde schnell eine Sitzgelegenheit. Bald kamen der Stuhl und weitere Zweckformen hinzu wie Schemel (Hocker), Bank, Sessel oder Sofa.“

Beim Rundgang durch die Scheune und die Ausstellungsräume erkennt man die Ausstellungsstücke an den farblich markierten Hinweistafeln, zu denen es im Katalog jeweils ein Foto und weitere Erläuterungen gibt, etwa zu den unterschiedlichen Möbelstilen.

Wechselnde Öffnungszeiten

Das Museum Gruberhof in Groß-Umstadt bietet in den kommenden Wochen ein vielfältiges Programm, bleibt aber an einigen Sonntagen auch geschlossen.

Grundsätzlich ist das Museum im Raibacher Tal jeden Sonntag ab 13 Uhr geöffnet, der Bummel durch die Ausstellungsräume und das Gespräch bei Kaffee und Kuchen findet immer mehr Liebhaber. Radfahrergruppen, Familien mit ihrem Besuch und historisch interessierte Menschen kommen gezielt, um sich auf eine kleine Zeitreise in die Umstädter Geschichte zu begeben, die vielen Eltern und Großeltern ja noch aus eigenem Erleben vertraut ist.

An den beiden folgenden Sonntagen, am 11.09. und 18.09., bleibt das Museum geschlossen, weil Groß-Umstadt zum Bauernmarkt und Winzerfest die ganze Aufmerksamkeit verdient. Am 25.09. und 02.10. ist dann wieder normaler Sonntagsbetrieb, der mit dem Kelterfest am 09. Oktober seinen Saisonabschluss findet.

Bis dahin ist noch die Sonderausstellung „Hier sitzen Sie richtig - Sitzmöbel im Gruberhof aus über zwei Jahrhunderten!“ zu sehen, eine hochwertige und erstaunliche Übersicht mit über 80 verschiedenen Sitzmöbeln. Dazu gehören bemerkenswert unterschiedliche Stühle, Schemel (Hocker), Truhen, Bänke und unzählige Sonderformen wie Sessel (Fauteuil), Sofa aber auch Toilettenstühle. Die Sitzmöbel verteilen sich über den ganzen Gruberhof, sie sind gekennzeichnet und beschrieben nach Art, Stil, Herstellungszeitraum und Art der Herstellung.

Jeweils am 1. Sonntag im Monat lädt Heidelore Andres ab 14 Uhr zum Spinn- und Strickcafé ein.

Theater und Brauchtumstag im Museum Gruberhof

Wechselnde Öffnungszeiten

Das Museum Gruberhof in Groß-Umstadt bietet in den kommenden Wochen ein vielfältiges Programm, bleibt aber an einigen Sonntagen auch geschlossen.

Grundsätzlich ist das Museum im Raibacher Tal jeden Sonntag ab 13 Uhr geöffnet, der Bummel durch die Ausstellungsräume und das Gespräch bei Kaffee und Kuchen findet immer mehr Liebhaber. Radfahrergruppen, Familien mit ihrem Besuch und historisch interessierte Menschen kommen gezielt, um sich auf eine kleine Zeitreise in die Umstädter Geschichte zu begeben, die vielen Eltern und Großeltern ja noch aus eigenem Erleben vertraut ist.

Am kommenden Samstag, den 27. August, findet abends um 20 Uhr eine Openair-Theatervorstellung des UmStadtMarketings statt, eine Musiktheaterkomödie „Don Camillo und Calzone“. Dafür wird der ganze Innenhof benötigt, weshalb am Sonntag, den 28.08. das Museum geschlossen bleibt.

Am Sonntag drauf, den 04. September gehts dann wieder rund im Vierseitenhof, wenn der Umstädter Museums- und Geschichtsverein zum Brauchtumstag einlädt, der um 11 Uhr beginnt. An diesem Tag stehen Klassiker aus dem alltäglichen Leben von einst auf dem Programm, im Steinofen wird Brot gebacken, vor der Schmiede werden Waffeln vom sprichwörtlichen „Waffeleisen“ eines alten Küchenherdes feil geboten. Im Hof wird Weißkraut geschnitten und eingelegt, insbesondere für Kinder zum selber Ausprobieren gibt es eine großmütterliche Bohnenschnippel- und Äpfelschälmaschine. Auch ein Kräuter- & Likör-Stand wird aufgebaut und im Kaufmannsladen dürfen sich die Kinder Naschtüten ganz nach eigenen Vorstellungen abfüllen lassen, wie man sie aus den 50-Jahren des vorigen Jahrhundert kennt ... Zum Mittagessen wird eine leckere Kartoffelsuppe vorbereitet, nicht fehlen dürfen die klassische Bratwurst und Kaffee und Kuchen …

An den beiden folgenden Sonntagen, am 11.09. und 18.09., bleibt das Museum wieder geschlossen, weil Groß-Umstadt zum Bauernmarkt und Winzerfest die ganze Aufmerksamkeit verdient. Am 25.09. und 02.10. ist dann wieder normaler Sonntagsbetrieb, der mit dem Kelterfest am 09. Oktober seinen Saisonabschluss findet.

Bis dahin ist noch die Sonderausstellung „Hier sitzen Sie richtig - Sitzmöbel im Gruberhof aus über zwei Jahrhunderten!“ zu sehen, eine hochwertige und erstaunliche Übersicht mit über 80 verschiedenen Sitzmöbeln. Dazu gehören bemerkenswert unterschiedliche Stühle, Schemel (Hocker), Truhen, Bänke und unzählige Sonderformen wie Sessel (Fauteuil), Sofa aber auch Toilettenstühle. Die Sitzmöbel verteilen sich über den ganzen Gruberhof, sie sind gekennzeichnet und beschrieben nach Art, Stil, Herstellungszeitraum und Art der Herstellung.

Jeweils am 1. Sonntag im Monat lädt Heidelore Andres ab 14 Uhr zum Spinn- und Strickcafé ein.

Musiktheaterkomödie im Gruberhof

Nach vielen Jahren der Theaterabstinenz im Gruberhof präsentiert die Stadt Groß-Umstadt im Rahmen ihres Kulturprogramms wieder einmal Open-Air-Theater im historischen Vierseitenhof, der Heimat des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins im Raibacher Tal 22. Das Stück „Don Camillo und Calzone“ ist eine Musiktheaterkomödie aus der Wirtschaftswunderzeit der 60-er Jahre, auf der Gruberhof-Bühne am Samstag, den 27. August um 20 Uhr und je nach Nachfrage auch am Sonntag, den 28. August - Einlass 19 Uhr. Vorverkauf hier.

Nicola di Camillo, Bruder des schlagkräftigen, schlitzohrigen Dorfpfarrers Don Pedro di Camillo aus Boscaccio in der norditalienischen Poebene, ist 1958 nach Deutschland ausgewandert. Der Zölibat und Amore hatten Nicolas Karriere als Theologe verhindert. Aber eine Familie in der Poebene, am sogenannten A…. der Welt zu ernähren? Unmöglich, doch wohin? Als Gastarbeiter ins Ruhrgebiet, wie viele der Landsleute in die Zechen der Kumpels? No, mille gracie.

Also landet er mit seiner Carlotta samt Tochter, Vespa und Mamas Pizzarezept in einer deutschen Kleinstadt, in der sich Fuchs und Hase ´buena notte´ sagen. Die Einheimischen pflegen ihre Provinzrituale, den Stammtisch „Beim Ochsen“, die Sonntagsmesse und fragen sich: Wer ist Camillo? Wie schmeckt Pizza? Was ist Calzone? Wo liegt das besungene Azzuro? Warum sehen Italiener so gut aus?

Autor Thomas Hartmann inszeniert das Stück mit Schlagern der 60er Jahre (Zwei kleine Italiener, Isty Bitsy Teenie Weenie, Wir wollen niemals auseinandergehen, und vielen mehr!) und einem Augenzwinkern in die Gegenwart nach dem Motto: „Komm ein bisschen mit, aus Italien in die Provinz“. Das Theaterensemble „HeusenHerz“ ist eine Darstellergruppe, bestehend aus Profiakteuren und jahrzehntelang erfahrenen Laienschauspielern aus dem Rhein-Main-Gebiet. Mehr ...

Floristenkunst im Gruberhof

Auch in diesem Jahr werden die Absolventen der dualen Berufsausbildung „Floristin/Florist“ ihre Abschlussprüfung im Gruberhof in Groß-Umstadt ablegen und am Wochenende ihre Arbeiten öffentlich ausstellen. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein war schon 2015 Gastgeber, und auch in diesem Sommer lädt er gemeinsam mit dem Prüfungsausschuss für Floristen/Floristinnen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich die Blumenkunst im historischen Ambiente anzuschauen. Geöffnet ist der Gruberhof - wie jeden Sonntag - am 10. Juli von 13 bis 18 Uhr.

Die Floristenausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil ist abgeschlossen, den praktischen Teil werden die Auszubildenden am Freitag hinter verschlossenen Türen im Gruberhof absolvieren. Drei Arbeitsproben sind anzufertigen: „Binden eines Straußes“, „Fertigen einer gesteckten Gefäßfüllung“ und „Bepflanzen eines Gefäßes“ (Foto), hinzu kommt eine „komplexe Prüfungsaufgabe“ nach Wahl aus den Aufgabenfeldern: Hochzeitsschmuck, Tischschmuck, Raumschmuck oder Trauerschmuck. Bei sieben Auszubildenden werden also 28 floristische Arbeiten rund um den fränkischen 4-Seiten-Hof zu bewundern sein.

Selbstverständlich ist am Sonntag auch das Museum offen, so dass sich ein Besuch allemal lohnt. Im Museumscafé gibt es fair gehandelten Kaffee zum Kuchen sowie Erfrischungsgetränke, u.a. selbst gekelterten Apfelwein.

Rundgang - „Wenn alle Brünnlein fließen“

Unter diesem Titel hatte Margret Fengel am 12. April einen stadtgeschichtlichen Vortrag im Museum Gruberhof gehalten und sich u.a. damit befasst, wie das Trinkwasser in die Umstädter Haushalte kam. So manche Quellen und Brunnen zeugen noch heute von Zeiten, in denen der Mensch zum Wasser ging und nicht umgekehrt. Diesen Spuren zu folgen, lädt die Referentin alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.

Der bereits am Vortragsabend angekündigte Rundgang wird am Dienstag, den 28. Juni stattfinden, Treffpunkt ist um 17 Uhr am „Biet“, dem Umstädter Marktbrunnen. Weiter geht’s durch die Steinbornshohl zum Jugendstil-Wasserwerk am Knoß, das eigens geöffnet und von Innen zu besichtigen sein wird. Abschluss ist im Gruberhof, feste Schuhe sind ratsam. Anmeldung ist nicht erforderlich, Fragen bitte an Margret Fengel unter 06078 2101.

Museum bleibt am 26. Juni geschlossen

Das Museum bleibt am Sonntag, den 26. Juni geschlossen. Die ganze Stadt feiert an diesem Wochenende São João, das Johannisfest der Portugiesen.

Selbstverständlich geht der Museumsbetrieb am So., den 03.07. weiter, ab 13 Uhr sind die Ausstellungsräume und das Café im „Kuhstall“ geöffnet. Ab 14 Uhr lädt Heidelore Andres, wie jeden 1. Sonntag im Monat, zum Spinn- und Strickcafé ein, auch das Reparaturcafé der Umstädter Ehrenamtsagentur steht an diesem Tag wieder mit Rat und Tat zur Verfügung.

Pfingsten - Handwerkertage und Live-Musik

Drechsler, Schmied, Filzerin und Co. - Pfingstmontag spielen „CREEDENCE forever“

Polsterer, Schuster oder Blechschmied - wie die früher gearbeitet und was sie hergestellt haben, wer weiß das schon? Schaut man ihnen zu und spricht man mit ihnen, mit den wenigen, die das noch können, kommt man schnell ins Staunen: Sie beeindrucken durch umfassende Materialkenntnis und flinke Fingerfertigkeit, sie nutzen Jahrhunderte alte Erfahrung und können gut unterscheiden zwischen Eile und Weile. Sie lassen sich während der Pfingstfeiertage gerne auf die Finger schauen und erklären Jung und Alt „wie´s früher mal war“.

Besonders Familien aber auch Wander- oder Radlergruppen finden im Gruberhof im Raibacher Tal 22 in Groß-Umstadt ein ideales Ziel, denn nicht nur „Handwerk und Live-Musik“, sondern auch ein erstaunliches Museum, Geschichte und Gemütlichkeit laden zum Verweilen ein.

Selbstverständlich „schießt“ der Vereins-Bäcker an beiden Pfingstfeiertagen wieder leckere Sauerteigbrote in den Steinofen ein, die dann am Nachmittag verkauft werden. Auch hier ist Zuschauen willkommen, an manchen Handwerkerstationen ist es auch möglich, mal selbst Hand anzulegen. Zwischendurch lohnt sich der Rundgang durchs bürgerliche Wohnhaus und das Museum, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Leckerer Spießbraten mit Schwedensalat, Bratwurst oder Paprikagriller verwöhnen die Gaumen, Erfrischungsgetränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier und fair gehandelter Kaffee zum Kuchen machen den Aufenthalt wie immer auch kulinarisch zum Genuss. Wie immer sind alle Produkte „bio - regional - fair“.

Sonderausstellung „Alles für den A…. - Hier sitzen Sie richtig“

Im Gruberhof-Museum gibt es über 80 verschiedene Sitzmöbel aus über zwei Jahrhunderten! Die Sonderausstellung unter dem markanten Titel „Alles für den A….“ wird Pfingsten eröffnet und bis zum Saisonende im Oktober zu bestaunen sein. Neben Stühlen werden Schemel (Hocker), Truhen, Bänke und unzählige Sonderformen wie Sessel (Fauteuil), Sofa aber auch Toilettenstühle zu den Sitzmöbeln gezählt und ausgestellt. Die Sitzmöbel verteilen sich über den ganzen Gruberhof, sie sind gekennzeichnet und beschrieben nach Art, Stil, Herstellungszeitraum und Art der Herstellung.


An beiden Pfingstfeiertagen ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Und wer die Musik von Creedence Clearwater Revival mag und erleben will, ist am Montagnachmittag ab 13 Uhr genau richtig. Ca. drei Stunden lang bringt „CREEDENCE forever“ die Superhits aber auch weniger bekannte Titel zu Gehör, präsentiert im authentischen, „handgemachten“ Sound der 70er - ohne Schnickschnack. Also, Spaß pur! Mehr: www.creedenceforever.de.

„Eine scharfe Sache“

Vortrag: „Kissner-Scheren aus Groß-Umstadt“

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zum nächsten Vortrag in den Gruberhof ein. Am Dienstag, den 03. Mai um 20 Uhr wird Gisela Menge über die global agierende Scherenschmiede „Kissner“ berichten, und damit ein ruhmreiches Kapitel der Umstädter Industriegeschichte aufschlagen.

SCHEREN aus Groß-Umstadt? Aber ja, und dazu noch in bester Qualität! Ab Mitte des 19. Jahrhunderts begann Balthasar Kissner, Scheren für den gewerblichen Bedarf zu produzieren und legte den Grundstock für eine hundertjährige Erfolgsgeschichte. Sie steht im Mittelpunkt des Vortrags, der den Aufstieg, aber auch die Krisen des Betriebs beleuchten wird, wie auch die Leistungen der jeweiligen Firmeninhaber.

Und was machte die Kissner-Scheren so speziell? Gab es ein Produktionsgeheimnis? Welche Details über die Herstellung und die Abläufe in der Umstädter Scherenschmiede konnten die Recherchen zu Tage fördern? Wie war der Vertrieb organisiert? Wer waren die Kunden? Und wie lebten die Fabrikantenfamilien in ihrem Umstädter Umfeld?

Dass es auch heute noch gute Gründe gibt, sich an diese besondere ehemalige Umstädter Firma zu erinnern, will der mit vielen Fotos begleitete Vortrag belegen.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

„Wenn alle Brünnlein fließen …“

Die Geschichte des Wassers in Groß-Umstadt

Die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins lädt alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zum nächsten Vortrag in den Gruberhof ein. Am Dienstag, den 12.04. um 20 Uhr wird Margret Fengel über die Geschichte des Wasser in Groß-Umstadt plaudern, und damit ein ganz elementares Kapitel der Umstädter Stadtgeschichte thematisieren.

Denn Wasser ist ´die´ natürliche Ressource und schlicht und ergreifend das Nahrungsmittel Nr. 1. In unseren Breiten ist noch reichlich Wasser vorhanden, es gelingt uns auch immer besser, es in Klärwerken zu reinigen. Doch gibt es Regionen, in denen Wasser eine knappe Kostbarkeit ist, mitunter auch verschwendet oder irreversibel verschmutzt wird. Hochaktuelle Themen, die allerdings nur als Hintergrundfolie für den Vortrag dienen.

„Denn“, so Margret Fengel, „wir leben in Groß-Umstadt und wollen erfahren, wie das Wasser in die Umstädter Haushalte kam, das war nämlich erst 1905.“ Sie wird u.a. die ursprünglichen Wasserquellen und Brunnen ansprechen, die einst der Wasserversorgung dienten; sie wird über den Bau des Marktbrunnens berichten, und zeigen, wie mühsam die Materialbeschaffung war, welche Kosten für die Arbeiter anfielen und dass und warum Brunnenmeister eingesetzt wurden. Natürlich wird sie auch aufklären, woher das Biet sein Wasser bekam und was sich dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts änderte, als nicht mehr die Menschen zum Wasser gingen, sondern es zu ihnen ins Haus kam.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins finden Sie hier auf der Homepage. Im Onlineshop können Sie auch die Bücher bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

 

Saisoneröffnung im Gruberhof

Nur Ostermontag aber mit Live Musik!

Traditionell beginnt an Ostern die Saison im Umstädter Museum „Gruberhof“. In diesem Jahr geht es aber erst am Ostermontag, den 28.03., los. „Am Sonntag lassen wir noch zu“, hatte der Vorstand entschieden, „der gehört den Familien, außerdem liegt Ostern in diesem Jahr so früh, dass wir mal probieren wollen, ob auch ein Tag für die Auftaktveranstaltung ausreicht.“

Los geht’s also am Montag um 11 Uhr, die Gäste erwartet wie immer ein buntes Programm, alle Ausstellungsräume wurden aus dem Winterschlaf geholt, das Museum kann sich wieder sehen lassen …

Wie immer geht es darum, im Hof oder im „Kuhstall“ bei deftigem Bauernfrühstück, einer Bratwurst oder leckerem Kuchen gemütlich zusammenzusitzen, ab 13 Uhr sorgt die Band CoolRoxx mit Popklassikern für beste Unterhaltung.

Dringend empfohlen wird ein Rundgang durchs Wohnhaus, das sich wie immer sehr schön dekoriert präsentiert, diesmal werden dort außerdem ein Dampfmaschinenmodell in Aktion und eine Ostereierausstellung zu bewundern sein, rund um den Küchentisch finden alle Kinder Platz, die bunte Holzperlen zu kleinen Schmuckstücken verarbeiten möchten.

In der großen Scheune gibt es wieder einen Flohmarkt mir Raritäten aus dem Museumsbestand, selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Handwerk, Landwirtschaft, Stadt- und Industriegeschichte sowie Archäologie geben einen guten Einblick in die lebendige Vergangenheit von Groß-Umstadt. Die Museumsführer werden sie gerne begleiten und Auskunft geben.

Die Band CoolRoxx ist erstmals im Gruberhof zu Gast, sie bietet als Cover-Band Rock- & Popklassiker vom Feinsten - aus den 80ern bis hin zu aktuellen Hits. Mit dem kraft- und gefühlvollen Gesang einer Sängerin und einem Sänger überzeugt die Band mit Songs von englischsprachigen Künstlern wie Toto, The Police, Melissa Etheridge, Sunrise Avenue, Rihanna oder Billy Idol aber auch mit ausgesuchten deutschen Hits von Silbermond, Christina Stürmer oder Andreas Bourani.

 

„Umstädter Straßen, nach Fluren benannt“

So lautet der Titel des Vortrages zur Umstädter Stadtgeschichte am Dienstag, den 15.03. um 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofs, zu dem Referent Reiner Michaelis und die Umstädter Runde im Museums- und Geschichtsverein alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich einladen.

89 von 322 Straßen in Groß-Umstadt und den Stadtteilen tragen Namen, die sich an alten Flurbezeichnungen orientieren. Sie durchziehen das ganze Alphabet, von A wie „Am Brüchelsteg“ bis Z wie „Ziegelwaldweg“; Reiner Michaelis wird sich in seinem Vortrag allerdings auf die 45 Straßennamen von Umstadt beschränken. Er wird aufzeigen, wo und wie diese Straßen verlaufen, deren jeweilige Bedeutung sprach- und bedeutungsgeschichtlich ableiten und je ein Beispiel aus den Parzellenkarten der Jahre 1864 ff vorstellen. In ergänzenden Info-Blöcken zur Vergabe von Straßennamen, zur Flur- und Sprachgeschichte kommen auch die historischen Hintergründe und Zusammenhänge kurz zur Sprache. Gelegentlich eingeflochtene Abbildungen und Luftaufnahmen geben Einblick in die veränderte Flächennutzung.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Mitgliederversammlung

Sehr herzlich lade ich zur Mitgliederversammlung des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins e.V. ein, die am Fr. 04. März 2016 um 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofs, 64823 Groß-Umstadt, Raibacher Tal 22, stattfindet.

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Totenehrung
  3. Bericht des 1. Vorsitzenden
  4. Aussprache zu TOP 3
  5. Kassenbericht
  6. Bericht der Kassenprüfer
  7. Aussprache zu TOP 5 und 6
  8. Entlastung des Vorstandes
  9. Neuwahl eines Kassenprüfers
  10. Planung und Programm 2016
  11. Verschiedenes

Wir freuen uns auf rege Teilnahme.

Mit freundlichen Grüßen
gez.: Reiner Schütz, 1. Vorsitzender

„Totenbrauchtum in Umstadt“

… vom Neolithikum bis in die Neuzeit

So lautet der Titel des Vortrages zur Umstädter Stadtgeschichte am Dienstag, den 23.02. um 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofs, zu dem Referent Arnold Straub und die Umstädter Runde im Museums- und Geschichtsverein alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich einladen.

Seit vielen tausend Jahren leben – und sterben – Menschen in unserer Gegend. Jede Epoche hatte ein anderes Verständnis vom Tod und ging anders damit um, und so entstanden unterschiedliche Sterbe- und Bestattungsbrauchtümer. Ihnen gemeinsam war, dass sie den Einzelnen und die Gemeinschaft in einer krisenhaft erlebten Phase stützen sollten, dem Seelenheil des Verstorbenen und dem Schutz der Lebenden vor den Toten dienten.

Die Brauchtümer änderten sich natürlich im Laufe der Zeit. Teils entwickelten sie sich einfach weiter oder unterlagen „modischen“ Ansichten, teils wurden aber auch fremde Bestattungskulturen übernommen oder aufgezwungen. So wurden im frühen Mittelalter mit der Verbreitung des Christentums archaische und vorchristliche Vorstellungen vielfach in das kirchlich sanktionierte Brauchtum integriert.

Arnold Straub wird auf die Brauchtümer in den signifikanten Epochen vom Neolithikum bis in die Neuzeit eingehen und zeigen, was davon in Umstadt erhalten blieb.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm sowie die Bücher, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind, finden Sie hier auf der Homepage.

„Plauderei zur Umstädter Fassenacht“

Am 19.01. Lichtbilder statt Vortrag im Gruberhof

Angekündigt im Programm der beliebten Vortragsreihe zur Umstädter Geschichte hat der Museumsverein für Dienstag, den 19.01. einen Beitrag von Wilfried Köbler zum „karolingischen Umstadt“. Der muss leider verschoben werden. Stattdessen lädt die Umstädter Runde an eben diesem Dienstagabend sehr herzlich zu einer unterhaltsamen Plauderei mit Reiner Schütz ein, der eine Auswahl von Lichtbildern zur Umstädter Fassenacht zeigen und kommentieren wird.

Im Bildarchiv des Vereins befinden sich echte Raritäten aus der Zeit, als die Fastnachtsbälle und -veranstaltungen noch gesellschaftliche Höhepunkte im Umstädter Kulturprogramm waren. Wer sich selbst an diese „närrische“ Zeit, die „tollen“ Geschichten rund um das Karnevalstreiben und die daran beteiligten Personen erinnern kann bzw. sie im Rückblick kennen- und nacherleben möchte, ist herzlich eingeladen, ab 20 Uhr dabei zu sein. Alle Besucher dürfen sich auf einen kurzweiligen und unterhaltsamen Abend freuen, Mitplaudern oder einfach nur Zuhören beim „Gebabbel“ der Eingeweihten ist ausdrücklich erwünscht.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, der Veranstalter bittet um Verständnis, wenn der Einlass aus Sicherheitsgründen beschränkt werden muss. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Adventsmarkt im Gruberhof

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende am 05. und 06.12. vorbereitet und leistet damit in heimeliger Atmosphäre einen familienfreundlichen Beitrag zum Groß-Umstädter Adventsgeschehen.

 

Zahlreiche Standbetreiber haben sich wieder angemeldet, und bieten auf Wunsch des Veranstalters hauptsächlich Selbstgebasteltes bzw. Selbstproduziertes wie Blumengestecke, Grußkarten, Wollmützen, Schmuck, Seifen und Badezusätze, selbst Genähtes aus Stoff und Filz, Papiersterne, Holzfiguren, Erzgebirge-Pyramiden, Marmeladen, Pralinen und vieles mehr.

Darüber hinaus laden die vielen Nischen, Räume und Gebäude des 4-Seitenhofes alle Besucher jeden Alters zu einer spannenden Entdeckungsreise ein: In der Küche des Wohnhauses können insbesondere Kinder in der Weihnachtsbäckerei mit anpacken und - vom Herd in den Mund - die ofenfrischen Plätzchen vernaschen! In der Wohnstube wird geklöppelt, man kann einer Puppendoktorin über die Schulter schauen und Kinderspielzeug entdecken, mit dem Oma und Opa einst gespielt haben …

Im historischen Weinkeller werden Renate Filip am Samstag um 16 Uhr und Herbert Schlegelmilch am Sonntag um 15 Uhr Geschichten, z.T. in Mundart „De Nigelos kimmt“ und nicht nur für Kinder geeignet, vorlesen. Im ehemaligen Kuhstall wird wieder das Adventscafé mit Kuchentheke geöffnet, und in der „Küferei“ lädt erstmals das „Gruberhof-Kaufhaus“ zum Stöbern ein. Wo bisher „nur“ das Sortiment an Umstadt-Büchern verkauft wurde, sollen in diesem Jahr an einem großen Stand zusätzlich unterschiedliche Sachspenden angeboten werden - natürlich für einen guten Zweck … Bereits in der Produktion sind: Feigenkonfitüre, Apfelgelee, selbstgestrickte Socken, selbstgenähte Schürzen und Brotkörbe, Topflappen, gehäkelte Weihnachtsdekoration, Plätzchen, aromatisiertes Salz oder Zucker, usw.

Zum Aufwärmen gibt’s den obligaten Glühwein und einen eigens komponierten Rieslingpunsch, Kinder bekommen alkoholfreien Punsch oder heiße Schokolade. Manch andere Leckerei wird es bei den Ausstellern noch geben, fürs leibliche Wohl sorgt wie im Vorjahr die Spielvereinigung mit Bratwurst und Pommes.

Selbstverständlich werden die feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, Musik- und Gesangsbeiträge vom Ev. Posaunenchor am Samstag und vom GSL-Chor am Sonntag stehen um 17 Uhr auf dem Programm. Jeweils anschließend, also ca. 18 Uhr, streift am Samstag die Knusperhexe umher, am Sonntag kommt der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder. Alles in allem gibt 1001 Grund, das 2. Adventswochenende jeweils zwischen 14 und 19 Uhr im Gruberhof zu genießen.

„Umstädter Geschäftshäuser einst und heute“

So lautet der Titel des zweiten Vortrags im Rahmen der diesjährigen Wintervortragsreihe des Museums- und Geschichtsverein am Dienstag, den 24.11. um 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofs.

Anhand alter und neuer Fotos dokumentiert Heinz Laubscheer die oftmals fundamentalen und einschneidenden Veränderungen innerhalb unserer Stadt. Viele Betriebe und Geschäfte haben nicht nur ihr Äußeres verändert, sondern sind ganz aus dem Stadtbild verschwunden. Man denke nur an die vielen Bäcker, Metzger und Lebensmittellädchen. Und das eine oder andere ältere und neuere Bild wird sicherlich zu manchem Aha-Erlebnis führen.

Ca. 60 Personen finden im „Kuhstall“ Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Kelterfest

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Der Museums- und Geschichtsverein heißt insbesondere Familien mit Kindern herzlich willkommen. Das Programm beginnt um 11 Uhr, ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - lautet das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gelesenen Umstädter Äpfeln Saft und aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... der Blick in den Steinofen ist ausdrücklich gewünscht und das Glas Most direkt aus der Kelter ein Genuss. Für die Kinder gibts im Kaufmannsladen des Museums wieder leckere Naschtüten zu kaufen und am Stand des Damenteams rund um Heidelore Andres können sie am Nachmittag herbstliche Kränze und unterschiedliche Motive aus Laub und Kastanien basteln.

Viele landwirtschaftliche Geräte, Werkstätten und das zeithistorische Museum laden zum Staunen und Plaudern ein, geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch das bürgerliche Wohnhaus geöffnet, letztmalig ist „Tischschmuck von anno dazumal“ zu bestaunen. Ingrid Grubmüller wird an ihrem liebevoll gestalteten Kräuterstand feinste Düfte, Liköre und Brände feil bieten.

Wie immer ist auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt: Das am „Brauchtumstag“ Anfang September eingelegte Sauerkraut und die sauren Bohnen werden mit Kasseler zum deftigen Mittagessen gereicht, alternativ gibt es Grillwurst oder „Bauernfrühstück“. Selbstverständlich erwartet alle Gäste wieder die beliebte Kuchenauswahl zum fair gehandelten Kaffee.

Ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“. Ihr Mix aus Rock’n Roll, Boogie Woogie, Evergreens und Deutschem Schlager sorgt für beste Unterhaltung. Eine Combo, die nicht alles so ernst nimmt und es versteht, das Publikum in die wilden 50er und 60er Jahre zu entführen.

Willkommen zum Brauchtumstag

Sehr herzlich eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Nah und Fern wieder zum Brauchtumstag des Umstädter Museums- und Geschichtsverein im Gruberhof, Raibacher Tal 22 am Sonntag, den 06.09. ab 11 Uhr. Den ganzen Tag über werden frisches Weißkraut gehobelt und grüne Bohnen geschnippelt und eingelegt, beides steht dann beim Kelterfest im Oktober auf der Speisekarte. Im hofeigenen Steinofen wird Brot gebacken, aus Omas Waffeleisen kommen leckere Waffeln … frisch verarbeitet in reiner Handarbeit. Dazu kommt wieder ein eigenes Kinderprogramm der Museumsführer, diesmal gehts ums „Papier schöpfen“, zuschauen und mitmachen ist ausdrücklich gewünscht. Auch wird der Museums-Krämerladen wieder geöffnet, hier gibt’s für kleines Geld große Naschtüten.

Nicht verpassen sollten die Besucher bei allen Attraktionen im Hof den ausführlichen Blick ins Museum selbst, in die Stadtgeschichte, die Handwerkerstuben, den Vorratskeller, die Gesindewohnung oder die landwirtschaftliche Ausstellung. Das bürgerliche Wohnhaus ist nicht nur wegen seiner aktuell ausgestellten Tischdekoration besonders sehenswert. Und selbstverständlich gibt es deftiges Essen, u.a. eine hausgemachte Kartoffelsuppe und acht unterschiedliche Kartoffelsalate, zubereitet vom Mitgliedern des Vereins, die ihre Rezepte in einen kleinen Wettbewerb einbringen, auf Wunsch ergänzt um eine Siede- oder Grillwurst. Wie immer sind alle Zutaten und Speisen Produkte aus der Region.

Am Nachmittag darf man sich auf einen fair gehandelten Kaffee und eine üppige Kuchentheke freuen, selbstverständlich gibt es selbst gekelterten Apfelwein, Umstädter Wein und frisches Fassbier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie!

Am 2. und 3. Septemberwochenende wird das Museum sonntags geschlossen bleiben, weil am 12.09. und 13.09. Bauernmarkt und Energiemesse und vom 18.09. bis 21.09. Winzerfest gefeiert wird. Am 27.09. ist dann wieder üblicher Sonntagsbetrieb, am 04.10. lädt Heidelore Andres wieder zum monatlichen Handarbeitstag in den „Kuhstall“ ein und am 11.10. endet die aktuelle Saison mit dem beliebten Kelterfest. Wer also noch mal die gemütliche Atmosphäre und ein wenig „Wie´s früher war“ schnuppern möchte, hat an den verbleibenden Tagen reichlich Gelegenheit.

 

Floristen stellen aus

 

Erstmalig werden am Freitag, den 17. Juli, 15 Absolventen der dualen Berufsausbildung „Floristin/Florist“ ihre Abschlussprüfung im Gruberhof in Groß-Umstadt ablegen und am Wochenende ihre Arbeiten öffentlich ausstellen. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein und der Prüfungsausschuss für Floristen/Floristinnen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich die Blumenkunst im historischen Ambiente anzuschauen. Geöffnet ist schon am Freitag, den 17. Juli von 18 bis 21 Uhr und am Samstag, den 18. Juli und Sonntag, den 19. Juli jeweils von 13 bis 18 Uhr. Die feierliche Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse findet am Freitagabend gegen 19:30 Uhr statt.

Die Floristenausbildung dauert in der Regel drei Jahre, die Prüfung besteht aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Der schriftliche Teil fand schon Ende April statt, den praktischen Teil werden die Auszubildenden am Freitag hinter verschlossenen Türen im Gruberhof absolvieren. Drei Arbeitsproben sind anzufertigen: „Binden eines Straußes“, „Fertigen einer gesteckten Gefäßfüllung“ und „Bepflanzen eines Gefäßes“ (Foto), hinzu kommt eine „komplexe Prüfungsaufgabe“ nach Wahl aus den Aufgabenfeldern: Hochzeitsschmuck, Tischschmuck, Raumschmuck oder Trauerschmuck.

Die Besucher der Ausstellung werden also verteilt im Wohnhaus und auf dem Gelände des Gruberhofs bewundern können:

  • 6 schön gedeckte Tische
  • 2 Raumdekorationen
  • 7 Arbeiten zum Thema Trauerschmuck
  • 15 Sträuße
  • 15 Blumengestecke
  • 15 bepflanzte Gefäße

Bereits in der Vergangenheit wurden die Abschlussarbeiten der Floristen/Floristinnen außerhalb der Räume der IHK präsentiert, um außer den zahlreichen Angehörigen und Freunden ein breiteres Publikum anzusprechen. Besonders die Ausstellung im vergangenen Jahr in Verbindung mit einem Tag der offenen Tür im ehemaligen Kapuzinerkloster in Dieburg weckte großes Interesse.

Handwerk und Jazz im Gruberhof

Schuhmacher, Schmied, Sattler und Co. - Pfingstmontag spielt die „Hot Jazz Company“

Klöppler, Schuster oder Blechschmied - wie die früher gearbeitet und was sie hergestellt haben, wer weiß das schon? Schaut man ihnen zu und spricht man mit ihnen, mit den wenigen, die das noch können, kommt man schnell ins Staunen: Sie beeindrucken durch profunde Materialkenntnis und flinke Fingerfertigkeit, sie nutzen Jahrhunderte alte Erfahrung und können gut unterscheiden zwischen Eile und Weile. Sie lassen sich während der Pfingstfeiertage gerne auf die Finger schauen und erklären Jung und Alt „wie´s früher mal war“.

Besonders Familien aber auch Wander- oder Radlergruppen finden im Gruberhof im Raibacher Tal 22 in Groß-Umstadt ein ideales Ziel, denn nicht nur „Handwerk und Jazz“, sondern auch ein erstaunliches Museum, Geschichte und Gemütlichkeit laden zum Verweilen ein.

Selbstverständlich „schießt“ der Vereins-Bäcker wieder leckere Sauerteigbrote in den Steinofen ein, die dann am Nachmittag verkauft werden. Auch hier ist Zuschauen willkommen, an manchen Handwerkerstationen ist es auch möglich, mal selbst Hand anzulegen. Zwischendurch lohnt sich der Rundgang durchs bürgerliche Wohnhaus, denn 2 Räume sind komplett renoviert worden, das Inventar ist wahrlich historisch, die Tische wurden mit feinstem Geschirr eingedeckt - sehenswert!

Selbstverständlich sind an beiden Tagen alle Abteilungen des Museums geöffnet, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Leckerer Spießbraten mit Zwiebeln auf Brötchen, Bratwurst oder Paprikagriller verwöhnen die Gaumen, Erfrischungsgetränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier und fair gehandelter Kaffee zum Kuchen machen den Aufenthalt wie immer auch kulinarisch zum Genuss. Wie immer sind alle Produkte „bio - regional - fair“.

An beiden Pfingstfeiertagen ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Wer Jazzmusik von Oldtime über Blues, Dixie bis Swing hören und erleben will, ist am Montagnachmittag ab 13 Uhr genau richtig. Drei Stunden lang präsentiert die „Hot Jazz Company“ lebendige und gefühlvolle Kollektive und kernige Soli und die schönsten Songs aus ihrem großen Repertoire. Dabei sind: Werner Becker (Trompete), Christian Müntz (Klarinette und Saxophon), Volker Brill (Posaune und Gesang), Jörg Zschimmer (Banjo), Jann Meyer (Bass) und Manfred Weiss (Schlagzeug).

Vortrag zur Stadtgeschichte

Umstädter Persönlichkeiten

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Dienstag, 12. Mai um 20 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zu seinem nächsten Vortrag in den Gruberhof ein.

Zum Abschluss der 9. Vortragsreihe 2014/2015 geht’s um zwei Umstädter Persönlichkeiten. Daniella Sagnelli-Reeh stellt Herrmann Bickelhaupt vor, dessen Vita und Wirken sie u.a. an diesen Fragen entlang entwickeln wird:

  • Ein Umstädter baut Kompositionen!?
  • Was hat Groß-Umstadt mit der Ausstellung auf der Mathildenhöhe „Darmstadt 1908 - Ein Dokument Deutscher Kunst“ zu tun?
  • Wieviele Male passt die Stadtkirche ins Umstädter Schwimmbad?
  • Gibt es in Umstadt ein „Englisches Landhaus“?
  • Warum kann es Spaß machen, mit Schwung eine Treppe herunterzulaufen?

Margret Fengel wird Otto Sturmfels vorstellen, den viele Umstädter vielleicht von einem Straßennamen her kennen: zwischen Mühlstraße und Herrnwiesenweg. Geboren 1880 in Seligenstadt, lebte und wirkte Sturmfels rund 20 Jahre in Groß-Umstadt. Als Anwalt und Notar mit Büro im Wambolt´schen Schloss bewies der SPD-Landtagsabgeordnete immer wieder, dass er ein „Mann der kleinen Leute“ war, sich als Familienmensch mit 5 Kindern für die Kommune und in Vereinen engagierte und zeitlebens bodenständig und seinen Werten verpflichtet war. 1933 wurde er verhaftet, zu 18 Monaten Zuchthaus verurteilt und ohne je wieder in seinem Beruf tätig werden zu können, starb er am 2. April 1945 im KZ Dachau.

Wie immer finden ca. 60 Personen Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Vortrag: Das geht auf keine Kuhhaut - Teil 2

Redensarten und ihre Herkunft

Zum zweiten Teil des Vortrags von Heinz Laubscheer über unsere Redensarten und ihre ursprüngliche Bedeutung und Herkunft lädt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein für Dienstag, den 14. April 2015 um 20 Uhr in den Kuhstall des Gruberhofs ein.

Es ist davon auszugehen, dass Heinz Laubscheer auch diesmal wieder einiges „auf der Pfanne hat“ und sich mächtig „ins Zeug legen“ wird. Allerdings sollte man wegen der begrenzten Sitzplätze rechtzeitig kommen, sonst könnte man wieder einmal „Pech haben“.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Bitte schauen Sie auch in unseren Online-Shop, dort sind die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Saisoneröffnung im Gruberhof

Ostermontag Livemusik mit den „Heringer Sternsingern“An den Osterfeiertagen, am So. den 05. und Mo., den 06. April lädt der Groß-Umstädter Museums- und Geschichtsverein alle Freunde des Museums aus Nah und Fern, insbesondere junge Familien, ganz herzlich zur Saisoneröffnung in den Gruberhof ein.Von jeweils 11 bis 18 Uhr gibt’s viel Programm und wie immer beste Gelegenheit, beieinanderzusitzen, deftiges Essen und Kaffee und Kuchen zu genießen. Am Ostermontag spielen ab 13 Uhr die „Heringer Sternsinger“ und präsentieren feinste Musik, live und handgemacht.

 

An beiden Tagen wird im hofeigenen Steinofen Brot gebacken, zuschauen beim Anheizen, beim Einschießen und Ausfeudeln ist ausdrücklich erwünscht, natürlich ist das knackige Sauerteigbrot am Nachmittag auch zu erwerben. Kinder dürfen sich in der Küche des Wohnhauses selbst ein kleines Kressehaus basteln und mit nach Hause nehmen. Überhaupt lohnt sich der Rundgang durchs Wohnhaus diesmal besonders, denn 2 Räume sind komplett renoviert worden, die Tische wurden mit feinstem Geschirr eingedeckt, Ingrid Himmelheber wird klöppeln und sich dabei gerne auf die Finger schauen lassen.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Handwerk, Landwirtschaft, Stadt- und Industriegeschichte, Archäologie und jüdisches Leben geben einen guten Einblick in die lebendige Vergangenheit von Groß-Umstadt, dessen Existenz inzwischen seit 1272 Jahren belegt ist. Museumsführer werden gerne Fragen beantworten und Auskunft geben.

Für die Dauer dieser Saison hat der Museumswart in der großen Scheune einen Trödelmarkt aufgebaut, der so manches Sammlerstück aus dem Fundus feilbietet. Für kleines Geld lassen sich echte Schnäppchen machen, als Dekoration für die gute Stube, den Partykeller oder das Gartenhaus daheim.

Fürs leibliche Wohl ist auch wieder ausreichend gesorgt, es gibt grüße Soße oder hausmacher Wurst mit Pellkartoffeln, am Nachmittag leckeres Gebäck von der legendären Kuchentheke. Alle Lebensmittel sind aus der Region bzw. von Umstädter Produzenten, der Kaffee ist fair gehandelt. Mehr denn je achtet der Vorstand auf „bio - regional - fair“.

 

Am Montag gibt’s dann ab 13 Uhr Live-Musik mit den „Heringer Sternsingern“. Was die bieten geht ins Blut, ans Herz und in die Füße. Man hört und spürt es förmlich, dass erfahrene Musiker größte Freunde am Musizieren haben und ihren Spaß herzlich gerne aufs Publikum übertragen … Sie garantieren „Sternstunden aus allen Musikrichtungen, live und handgemacht.“

Schmucke Häuser und Häuserschmuck

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Dienstag, 17. März um 20 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zu seinem nächsten Vortrag in den „Kuhstall“ des Gruberhofes ein.

Diesmal werden Georg Brenner und Reiner Michaelis über ein ganz besonderes Projekt berichten, das sie im vorigen Sommer in Angriff genommen haben. Unter dem Arbeitstitel „Was Gebäude so erzählen …“ wollten sie ein Buch zur Stadtgeschichte herauszugeben, eine bebilderte Ergänzung zum Stadtrundgang „Von Gasse zu Gasse“.

Im Laufe der Arbeit kam nicht nur die Idee auf, das Ganze „Schmucke Häuser - Häuserschmuck“ zu nennen, sondern eine Auswahl von selten gesehenen Inschriften, Eckpfosten, Bauteilen und Spolien auch Rahmen eines Vortrages zur Stadtgeschichte in großformatigen Bildern vorzustellen.

In knapp 1,5 Stunden kommen nun „Sehenswürdigkeiten“ zum Vorschein, die im Alltag oft ungesehen bleiben - und auch bei einer Stadtführung eher selten in den Blick geraten. Freuen Sie sich auf Schmückendes und Originelles im historischen Groß-Umstadt, rund um Adelshöfe und Schlösser, Brunnen, Schulen, Gewerbe und Handel, Mühlen und Bäcker, Gasthäuser, Brauereien und Gerbereien - also Gebäude, die wir sehen und „schön“ finden, deren ursprüngliche Funktion und Herkunft wir aber heute kaum kennen und deren Hauszeichen und Symbole wir so ohne Weiteres kaum deuten können.

Das Buch wird am Vortragsabend, noch bevor es in den Buchhandel kommt, für 5,- € zum Kauf angeboten. Es hat 68 Seiten und zeigt rund 100 Objekte auf aktuellen Farbfotos. Schon jetzt ist klar: So hat man Groß-Umstadt noch nicht gesehen …

Wie immer finden ca. 60 Personen Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins finden Sie natürlich auch hier auf dieser Seite, im Online-Shop könen Sie die bisher erschienenen Bücher bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

 

Bier und Brauereien in Umstadt

Der angekündigte Vortrag muss wg. Krankheit um eine Woche, auf Di., 03. März verschoben werden.

 

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Dienstag, 24. Februar um 20 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zu seinem nächsten Vortrag in den Gruberhof ein.

Anders als noch im Herbst 2014 geplant, wird Arnold Straub nicht über die Entwicklung der Bestattungskultur sprechen, sondern übers Bier …

Man kann mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, dass früher in fast jedem Anwesen unseres Ackerbürgerstädtchens für den Hausgebrauch gebraut wurde. Aber es gab auch Familien, die das Braurecht hatten und Bier für den Verkauf brauten. Und das waren nicht wenige. Selbst wenn man nur die größeren unter ihnen betrachtet, kommt man im Laufe der Zeit auf die stolze Zahl von dreizehn Braustätten in Groß-Umstadt. Und nur eine einzige davon gibt es heute noch!

Arnold Straub wird diese größeren und kleineren Brauereien und ihre Geschichte vorstellen und damit die Zuhörer auch wissen, was alles gebraut wurde, beginnt der Vortrag mit einem Überblick über Brautechnik, Bierarten und die Geschichte des Bieres.

Am Vortragsabend kann auch die erweiterte und überarbeitete Neuauflage der „Bierzeitung“ erworben werden, die 2005 anlässlich einer Ausstellung in der Säulenhalle herausgegeben worden war.Wie immer finden ca. 60 Personen Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

 

Vortrag: Das geht auf keine Kuhhaut

Redensarten und ihre Herkunft

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Dienstag, 20. Januar um 20 Uhr alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zu seinem nächsten Vortrag in den Gruberhof ein.

Diesmal geht es um Redensarten, die in unserer Sprache eine große Rolle spielen. Kaum ein Satz, in dem wir nicht eine Redensart verwenden. Doch woher kommen sie und was ist ihre ursprüngliche Bedeutung?

Warum macht man blau? und warum muss ein anderer dafür in die Bresche springen? Was hat die Gardine mit der Predigt zu tun und was hat es mit der legendären Kuhhaut auf sich? Diesen Fragen geht Heinz Laubscheer in seinem Vortrag nach, der mit hintergründigen Illustrationen angereichert sein wird. Sie sollten sich diesen Vortrag nicht durch die Lappen gehen lassen …

Wie immer finden ca. 60 Personen Platz, bitte haben Sie Verständnis, wenn wir aus Sicherheitsgründen den Einlass beschränken. Der Eintritt ist frei, Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Adventsmarkt im Gruberhof

Vorweihnachtliche Stimmung am 2. Adventswochenende

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende am 6. und 7.12. vorbereitet und leistet damit in heimeliger Atmosphäre einen familienfreundlichen Beitrag zum Groß-Umstädter Adventsgeschehen.

 

Zahlreiche Standbetreiber haben sich wieder angemeldet, und bieten auf Wunsch des Veranstalters hauptsächlich Selbstgebasteltes bzw. Selbstproduziertes wie Blumengestecke, Grußkarten, Wollmützen, Schmuck, Seifen und Badezusätze, selbst Genähtes aus Stoff und Filz, Vogelhäuschen und Krippen für die Kinderkrebshilfe, Papiersterne, Holzfiguren, Erzgebirge-Pyramiden, Marmeladen, Pralinen und vieles mehr.

Ein Besuch im Wohnhaus lohnt sich schon wegen der Weihnachtsbäckerei mit und für die Kinder. An beiden Tagen kann der Nachwuchs mit anpacken und - vom Herd in den Mund - die ofenfrischen Plätzchen vernaschen! In der Wohnstube wird geklöppelt, man kann einer Puppendoktorin über die Schulter schauen und Kinderspielzeug entdecken, mit dem Oma und Opa einst gespielt haben … In der feierlich beleuchteten kleinen Scheune des fränkischen Drei-Seiten-Hofes sind tolle Weihnachtskrippen zu sehen, auch bieten dort die Mitglieder der „Umstädter Runde“ ihre inzwischen 8 Sammelbände mit Vorträgen zur Stadtgeschichte an, selbstverständlich ist auch andere Umstadt-Literatur im Sortiment, allemal schöne Weihnachtsgeschenke.

Zum Aufwärmen gibt’s den obligaten Glühwein und eigens komponierten Rieslingpunsch, für Erwachsene und Kinder aber auch alkoholfreien Punsch oder heiße Schokolade. Fürs leibliche Wohl sorgen die klassische Bratwurst und Pommes, Kürbiscreme-Suppe, Maronen, sowie eine tolle Kuchentheke im „Kuhstall“.

Selbstverständlich werden feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, Musik- und Gesangsbeiträge vom GSL-Chor am Sa. um 17 Uhr und vom Ev. Posaunenchor am So. um 17 Uhr stehen auf dem Programm. Am Sa. 6.12. kommt um 18 Uhr natürlich der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder und am So. ab 18 Uhr ist auch wieder die Knusperhexe unterwegs. Alles in allem gibt 1001 Grund, das 2. Adventswochenende jeweils zwischen 14 und 19 Uhr im Gruberhof zu genießen.

Aufbruch in den Ersten Weltkrieg

Aufgeregte Szenen am Groß-Umstädter Bahnhof

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt anlässlich des 100. Jahrestages des Kriegsbeginns 1914 alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich zum 2. Vortrag der neuen Vortragsreihe in den Gruberhof ein. Ausnahmsweise an einem Mittwoch, 12. November, ist Prof. David Jackson zu Gast, der um 20 Uhr zum Thema: „Kriegsausbruch 1914 - Heilige Begeisterung oder die alptraumartige Ahnung eines Weltbrandes?“ sprechen wird.

Prof. Dr. David Jackson studierte Romanistik und Germanistik in Oxford. Seine Doktorarbeit schrieb er über Conrad Ferdinand Meyer. 1963 war er das erste Mal in Deutschland, als „assistant teacher“ im Schuldorf Bergstraße. Seit dieser Zeit hat er enge Beziehungen zu Deutschland, vor allem aber auch zu Groß-Umstadt und Lengfeld.

Anhand der 1961 im „Odenwälder Bote“ erschienenen Aufzeichnungen des lutherischen Stadtpfarrers Heinrich Loos und der vom reformierten Pfarrer Briegleb verfassten Kirchenchronik für 1914 wird er Schlüsselereignisse und -entwicklungen während der Monate August und September präsentieren. Beginnend mit der furchtbaren Spannung, die bis zur Kriegserklärung des Kaisers an Russland am 1. August auf den Gemütern lastete, diskutiert er u.a.:

  • die aufgeregten Szenen auf dem Marktplatz und am Bahnhof beim Abschied nehmen von den eingezogenen Reservisten
  • wilde Gerüchte
  • die Bewachung der Bahngleise, der Brücken und des Wasserwerks
  • die Tätigkeit des Frauenvereins und des Fürsorgeausschusses
  • den Transport von Liebesgaben nach Dieburg
  • das lange Warten müssen auf Nachrichten von den Fronten
  • die Freude über die Erfolge in Belgien und Lothringen
  • den sofort einsetzenden Kult um Hindenburg, den Tannenberg-Sieger


In seinem Vortrag wird deutlich, wie es ihn fasziniert, die von einander stark abweichenden Akzente zu diskutieren, die beide Pfarrer in ihren jeweiligen Berichten setzen und hofft, dass sein Vortrag beim Publikum eine rege Diskussion auslöst.

Wie immer finden ca. 60 Personen bei freiem Eintritt Platz. Bitte haben Sie Verständnis, wenn der „Kuhstall“ bei großer Nachfrage nicht alle aufnehmen kann. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Auf den Spuren von Römern und Franken

Bezirksarchäologe Dr. Holger Göldner zu Gast im Gruberhof

Es ist wieder soweit, der Umstädter Museums- und Geschichtsverein startet am Di. 21. Oktober um 20 Uhr seine 9. Vortragsreihe mit Themen zur Groß-Umstädter Geschichte. Den Auftakt macht Dr. Holger Göldner, der Leiter der Außenstelle Darmstadt des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen mit dem Thema: „Nach den Römern. Die Franken in Büttelborn“.

Am Beispiel der Wiederentdeckung des fränkischen Reihengräberfeldes in Büttelborn im Kreis Groß-Gerau geht der Referent den Fragen nach: „Die Franken - was suchten sie dort, wo waren sie vorher, wohin gingen sie?“ und schon ist er mitten in der Vergangenheit, die auch für Groß-Umstadt gilt, wo ja bekanntermaßen Frankengräber entdeckt worden sind.

So berichtet Göldner, dass die Alemannen einst den Limes überrannten und das Gebiet zwischen Rhein, Donau und Iller in Besitz nahmen. Viele Siedler verließen infolge dessen das Land. Im fünften Jahrhundert traten dann die Franken mit dem salfränkischen König Childerich auf. Mit seinem Sohn Chlodwig begann der Aufstieg der Franken in Mitteleuropa. Sein Sieg über die Römer beendete 486/487 deren Herrschaft in Gallien. In den Folgejahren unterjochte Chlodwig die übrigen fränkischen Kleinkönige. Hessen gehörte zum fränkischen Reich.
Dr. Göldner entführt die Besucher aber nicht nur in die Geschichte, er berichtet auch von der Entdeckung der Gräberfelder und wie sie erforscht und historisch bewertet werden. Fast 90 Prozent der Gräber sind ausgeraubt, intakte haben meistens keine Beigaben. Mitunter finden sich Ohrringe, ein Messer mit silbernem Scheidenmundblech, eine bronzene Wadenbindengarnitur, eine Sax, Lanze und Schild oder auch Tierknochen. Seit nunmehr 14 Jahren beschäftigt das fränkische Gräberfeld bei Büttelborn immer wieder die hessenARCHÄOLOGIE. In ganz Südhessen sind 62 Reihengräberfelder mit etwa 1100 Bestattungen bekannt.

Zahlreiche Bilder - etwa von verletzten Skeletten und Männern, die an Schwerthieben auf den Schädel gestorben waren, von wertvollen Funden und von der Forschungsarbeit der Archäologen - illustrieren den Beitrag, den ca. 60 Personen bei freiem Eintritt erleben können. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Apfelmost und Sauerkraut


Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Der Museums- und Geschichtsverein heißt insbesondere Familien mit Kindern herzlich willkommen. Das Programm beginnt um 11 Uhr, ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - lautet das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gelesenen Umstädter Äpfeln Saft und aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... der Blick in den Steinofen ist ausdrücklich gewünscht und das Glas Most direkt aus der Kelter ein Genuss. Für die Kinder gibts im Kaufmannsladen des Museums wieder leckere Naschtüten zu kaufen und am Stand des Damenteams rund um Heidelore Andres können sie am Nachmittag selber ausprobieren, wie man mit Äpfeln und Kartoffeln tolle Bilderdrucke herstellen kann.

Viele landwirtschaftliche Geräte, Werkstätten und das zeithistorische Museum laden zum Staunen und Plaudern ein, geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch das bürgerliche Wohnhaus geöffnet, letztmalig mit der Ausstellung von Hausgeräten aus den 50-er Jahren … Ingrid Grubmüller wird an ihrem liebevoll gestalteten Kräuterstand feinste Düfte und Liköre feil bieten.

Wie immer ist auch fürs leibliche Wohl bestens gesorgt: Das am „Brauchtumstag“ Anfang September eingelegte Sauerkraut und die sauren Bohnen werden mit Kammrippchen zum deftigen Mittagessen gereicht, alternativ gibt es Federweißer und Flammkuchen aus dem Pizzaofen und die obligatorische Bratwurst. Selbstverständlich erwartet alle Gäste wieder die beliebte Kuchenauswahl zum fair gehandelten Kaffee.

Ab 13 Uhr gibt’s Live-Musik mit der Band „Nobby & The Bobcats“. Ihr Mix aus Rock’n Roll, Boogie Woogie, Evergreens und Deutschem Schlager sorgt für beste Unterhaltung. Eine Combo, die nicht alles so ernst nimmt und es versteht, das Publikum in die wilden 50er und 60er Jahre zu entführen.

Brauchtumstag im Gruberhof

 

Sehr herzlich eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger aus Nah und Fern wieder zum Brauchtumstag des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins mit Sitz im Gruberhof, Raibacher Tal 22.

Am So. 7.9. ab 11 Uhr wird ganz traditionell Kraut gehobelt und eingelegt, Bohnen werden geschnippelt - wer will darf gerne mithelfen -, im Steinofen wird Brot und vor der Schmiede werden Waffeln gebacken, ganz so, wie es früher war. Dazu kommt wieder ein eigenes Kinderprogramm der Museumsführer, diesmal gehts ums Wäsche waschen, wie zu Großmutters Zeiten. Eine Kräuterfrau wird an ihrem Stand alles bieten, was aus und mit Kräutern herzustellen ist, vom Salbeilikör bis zum Kräuterkissen, im Wohnhaus ist die Hutmacherin Hella Fehn zu Gast und immer noch ausgestellt sind dort Haushaltsgeräte aus den 50er Jahren.

Nicht verpassen sollten die Besucher bei allen Attraktionen im Hof den ausführlichen Blick ins Museum selbst, in die Stadtgeschichte, die Handwerkerstuben, den Vorratskeller, die Gesindewohnung oder die landwirtschaftliche Ausstellung. Und selbstverständlich gibt es deftiges Essen, eine hausgemachte Gemüsesuppe „quer durch den Garten“, Schupfnudeln mit Kraut und Handkäs´ mit Musik - nicht wirklich der Grund, warum diesmal keine Band spielt … und wie immer „fairen“ Kaffee und Kuchen, sowie Erfrischungsgetränke, Wein und frisches Fassbier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie!

Am 2. und 3. Septemberwochenende wird das Museum sonntags geschlossen bleiben, weil am 13.9. und 14.9. Bauernmarkt und Energiemesse und vom 19.9. bis 22.9. Winzerfest gefeiert wird. Am 29.9. ist dann wieder üblicher Sonntagsbetrieb, am 5.10. lädt Heidelore Andres wieder zum monatlichen Handarbeitstag in den „Kuhstall“ ein und am 12.10. endet die aktuelle Saison mit dem beliebten Kelterfest. Wer also noch mal die gemütliche Atmosphäre und ein wenig „Wie´s früher war“ schnuppern möchte, hat am Sonntag und an den verbleibenden Tagen reichlich Gelegenheit.

OPEL-Oldtimer-Show am Gruberhof

 

Das sieht man nicht alle Tage: 40 Opel-KFZ bis Baujahr 1953 werden am Sa. 30.8. nach einer Sternfahrt auf dem Sportplatzgelände direkt neben dem Groß-Umstädter Museum im Raibacher Tal 22 eintreffen und ab 14:30 Uhr zu bestaunen sein. Die 80 Eigentümer und Liebhaber werden ihre Schmuckstücke gerne vorstellen und sich den Fragen der Besucher stellen.

Im Rahmen ihres „Typgruppentreffens“ hat Alfred Kling von der „Darmstädter ALT-OPEL Interessensgemeinschaft“ dieses Gastspiel organisiert, unterschiedliche Opel „Olympia“ (1938 bis 1953), Opel „Kapitän“ (1939 bis 1953) und Opel „Admiral“ (1938 bis 1939) werden vorfahren. Fürs gesellige Beisammensein steht selbstverständlich der Hof des Museums zur Verfügung, hier ist ausreichend Platz und Gelegenheit für Fachsimpelei, Erinnerungen und Erfahrungsaustausch - für Imbiss und Getränke ist selbstverständlich gesorgt.

Die ALT-OPEL IG ist ein Club für alle Freunde der Marke Opel mit über 2.200 Mitgliedern aus 26 Nationen. Ihnen geht es um die Erhaltung, Pflege und den funktionellen Betrieb der gesamten Produktpalette der Adam Opel AG. Mehr unter: www.alt-opel.org.

Wegen dieses besonderen Ereignisses bleibt das Museum, das normalerweise jeden Sonntag ab 13 Uhr geöffnet hat, am So. 31.8. geschlossen, zumal „vinum autmundis“, die Odenwälder Winzergenossenschaft an diesem Wochenende zum „Tag der offenen Tür“ einlädt.

Handwerkertage im Gruberhof

Seiler, Filzer, Stuhlflechter und Co. - Pfingstmontag spielen die „Heartbreaker“

Klöppler, Schuster oder Schmied - wie die früher gearbeitet und was sie hergestellt haben, wer weiß das schon? Schaut man ihnen zu und spricht man mit ihnen, mit den wenigen, die das noch können, kommt man schnell ins Staunen: Sie beeindrucken durch profunde Materialkenntnis und wissen um die Kraft der Elemente, nutzen Jahrhunderte alte Erfahrung und können gut unterscheiden zwischen Eile und Weile. Viele produzierende Handwerker sind völlig aus unserem örtlichen Leben verschwunden. Wie sie gearbeitet, wer sie beliefert und an wen sie verkauft haben - wir sehen es heute nicht mehr.

Umso lieber erfüllt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein eine seiner Aufgaben dadurch, dass er immer wieder die selten gewordenen Handwerker über die Pfingstfeiertage einlädt. So ist es möglich, dem Publikum und insbesondere den Kindern zu zeigen, was kluge und geschickte Menschen vor gar nicht so langer Zeit mit ihrer Hände Arbeit alles herstellen konnten. Das zeigen an beiden Feiertagen von 11 bis 18 Uhr außer den o.g. „Gastarbeitern“ auch Spengler, Intarsien-Schreiner, Malermeister, Spinnerinnen und Weber … und natürlich der Vereins-Bäcker, der im Steinofen frisches Sauerteigbrot backen wird.

Zum Programm der Handwerkertage passend hat sich Heidelore Andres mit Sylvia Wieder und Gisela Menge wieder eine Aktion für Kinder ausgedacht: sie können aus allerlei Rohstoffen feine, duftende Seifen herstellen. Im Mittelpunkt stehen die einzelnen Arbeitsschritte und die unterschiedlichen Zutaten, denn wer weiß schon, was so alles in einer feinen Seife drin ist … Mit feinen Aromen, Ölen und Blütendüften werden Grundzutaten verfeinert und in Form gebracht. Dazu gibt es unterschiedliche Gussformen - eine anschauliche und wohlduftende Lernerfahrung. Sorgfältig verpackt dürfen die Schätze selbstverständlich mit nach Hause genommen werden.

Im Wohnhaus ist seit Ostern die amüsante Ausstellung: „Haushalt anno dazumal“ zu sehen, die allerlei Haushaltshilfen aus den 50-er Jahren wie Küchenmaschine, Mühle, Staubsauger, zeigt … aber auch andere Elektrogräte von vor 60 Jahren wie Toaster, Strickmaschine, Grammophon, Radio, Trockenhaube, …

Am Pfingstmontag spielen ab 13 Uhr die „Heringer Sternsinger" mit Sternstunden der Musikgeschichte live und handgemacht.

Selbstverständlich sind an beiden Tagen alle Abteilungen des Museums geöffnet, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Leckeres Gulasch mit Spätzle oder Reis bzw. eine Gemüsepfanne verwöhnen die Gaumen, die klassische Bratwurst sowie Erfrischungsgetränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier und fair gehandelter Kaffee zum Kuchen machen den Aufenthalt wie immer auch kulinarisch zum Genuss.

Stalingrad

Am Di., 27. Mai um 20 Uhr findet im „Kuhstall“ des Gruberhofes der letzte Vortrag der inzwischen 8. Vortragsreihe zur Stadtgeschichte von Groß-Umstadt statt. Den Schlusspunkt setzt Karl-Heinz Bader, ein Babenhäuser mit engen Familienverbindungen nach Groß-Umstadt.

„Der Zweite Weltkrieg“, so kündigt er seinen Beitrag an, „war der größte und auf globaler Ebene schwerwiegendste Krieg der Menschheitsgeschichte. Als siebenjähriger Bub sah ich meinen Vater zum letzten Mal. Unsere Familie stand im Frühherbst 1942 früh morgens auf dem Bahnhof in Karlsruhe und verabschiedete ihn. Ein Urlauberzug der Wehrmacht stand bereit, um die Soldaten nach einem kurzen Heimataufenthalt wieder zurück an die Front zu bringen. In den Osten. In die Schlacht um Stalingrad.

Während der 200 Tage dauernden Schlacht, die zur Wende im Kriegsgeschehen führte, starben etwa 1,3 Millionen Menschen. Stalingrad ist für Russen wie für Deutsche gleichermaßen zur Schicksalsstadt geworden.

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der damit verbundenen Möglichkeit, eine Reise dorthin zu unternehmen, entwickelte sich mein Wunsch, in jene Gegend zu fahren, in der mein Vater als vermisst gemeldet wurde. Stalingrad! Mein Wunsch wurde mir zur Aufgabe.“

Seinen Vortrag unterlegt er mit Bildern aus der Literatur und mit Bildern, die er im September 2012 selbst aufgenommen hat. Karl-Heinz Bader versucht, eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte in einem Auszug darzustellen. Dabei will er den Russlandfeldzug, insbesondere die Schlacht um Stalingrad aus deutscher Sicht, so nüchtern wie möglich schildern. Er spricht über die Folgen zeigt auf, wie die Stadt, heute Wolgograd genannt, mit ihrem Schicksal lebt.

Ca. 60 Personen finden bei freiem Eintritt im „Kuhstall“ Platz. Bitte haben Sie Verständnis, wenn es bei großer Nachfrage auch heißen kann: „Ausverkauft“. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen.

Vortrag von Wilfried Köbler verschoben

Umstadt im Nationalsozialismus Teil 2

Der für Di. 6. Mai angekündigte Vortrag von Wilfried Köbler zum Thema: „Das Leben in Umstadt während des Nationalsozialismus, 1939 bis 1945 - Die Kriegszeit“ muss aus organisatorischen Gründen verschoben werden - dafür bitten der Referent und die Umstädter Runde um Verständnis. Der Vortrag wird zu gegebener Zeit nachgeholt.

Den Abschluss der inzwischen 8. Vortragsreihe seit 2006 macht Karl-Heinz Bader am Di. 27. Mai mit seinem sehr persönlichen Bericht zum Thema „Stalingrad“: „Als siebenjähriger Bub sah ich meinen Vater zum letzten Mal. Unsere Familie stand im Frühherbst 1942 früh morgens auf dem Bahnhof in Karlsruhe und verabschiedete ihn. Ein Urlauberzug der Wehrmacht stand bereit, um die Soldaten nach einem kurzen Heimataufenthalt wieder zurück an die Front zu bringen. In den Osten. In die Schlacht um Stalingrad.“

Saisoneröffnung im Gruberhof

Ostermontag spielt das „Autmundis Jazztett“

Der Winter, der keiner war, ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Das bedeutet in heimeliger Atmosphäre draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. lädt Jung und Alt herzlich ein, am Ostersonntag, 20.4. und Ostermontag, 21.4. jeweils ab 11 Uhr dabei zu sein, wenn Kulturgeschichte, Unterhaltung und Geselligkeit sich im Geviert des Hofes zusammenfinden.

An beiden Tagen wird im hofeigenen Steinofen Brot gebacken, die Kinder können Osterkörbe aus Tonkarton ausschneiden und falten und nach einem Besuch im Kaufmannsladen gefüllt mit österlichen Leckereien mit nach Hause nehmen. Im Wohnhaus wird geklöppelt und die amüsante Ausstellung: „Osterputz anno dazumal“ zeigt allerlei Haushaltshilfen aus den 50-er Jahren wie Küchenmaschine, Mühle, Staubsauger, … Aber auch andere Elektrogräte von vor 60 Jahren wie Toaster, Strickmaschine, Grammophon, Radio, Trockenhaube, werden zu sehen sein! Am Montag gibt’s dann ab 13 Uhr Live-Musik mit dem „Autmundis Jazztett“, bekannt durch seine Auftritte im Jazzkeller beim „Frankfurter“. Fürs leibliche Wohl gibt es wieder deftiges Essen aus der Region, am Nachmittag die legendäre Kuchentheke und fair gehandelten Kaffee.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat, zumal sich vieles in völlig neuer Ordnung zeigt bzw. auch ganze Abteilungen hinzugekommen sind: das Brauerei-Modell und die Brauerei-Vitrine, die Geschichte des Winzerfestes, Lampen, Lüster und Leuchter der Fa. Palme & Walter, der Schaukasten von Kissner/Ritzert-Scheren, die Sammlung zu Münzen, Maßen und Gewichten. In der großen Scheune hat sich das Bild auch komplett verändert: die Kutschen sind raus, statt dessen ist eine komplette Ausstellungszeile zum Thema „Feuer und Herd“ entstanden. Sie zeigt eine Entwicklungsgeschichte der menschlichen Nutzung von Feuer, aber auch dessen Gefahren und Bedrohung.

Unter dem neuen Schleppdach mit 125 qm Ausstellungsfläche sind die landwirtschaftlichen Geräte zur Bodenbearbeitung, Aussaat und Ernte untergebracht, die bisher in unterschiedlichsten Winkeln ihren Platz hatten und unter dem Schleppdach-Ost befindet sich endlich - ein echtes Alleinstellungsmerkmal - der Kern der Scherenschmiede Kissner, die in Umstadt von 1860 bis in die 70-er Jahre ein blühendes Unternehmen und in der Leder- und Textilindustrie weltweit Markt beherrschend war!

„Umstädter Fuhrleute und Spediteure“

Heinz Müller referiert über das Transportwesen im Verlauf der Jahrhunderte
Am Di., 8.4. um 20 Uhr findet im „Kuhstall“ des Gruberhofes der nächste Vortrag zur Stadtgeschichte von Groß-Umstadt statt. Heinz Müller, der sich mit seinem Wissen um das Postwesen und das Inflationsgeld längst einen Namen gemacht hat, wird sich diesmal der Entwicklungsgeschichte des Transportwesens widmen. Die Besucher und Zuhörer wird er in der Welt der mittelalterlichen Fronfuhren abholen und bis in die Gegenwart der „LKW-Kutscher“ durch die Jahrhunderte begleiten.

Reisen Sie mit, auf bedeutenden Wegen und Straßen, erfahren Sie, wie Güter- und Personentransport einst funktioniert hat und organisiert war, wie sich das Verhältnis der privaten Fuhrleute zur Post entwickelt hat, dass auch früher schon Fuhrmannsbriefe notwendig waren und wann überhaupt eine Verkehrsregelung aufkam.

Eine große Zäsur war die Eisenbahn und später der Verbrennungsmotor. Das „Umsatteln“ vom Pferd auf die „Maschine“ hatte bedeutende Konsequenzen für das gesamte Gewerbe und die Verkehrsinfrastruktur. Selbstverständlich berichtet Müller über die Umstädter Geschichte, ohne dabei die grundsätzlichen Fragen aus dem Blick zu verlieren. Welche Fuhrunternehmer gab es in der Stadt? Welche Schicksale prägten deren Existenz? Erfahren Sie alles über das gesamte Berufsbild und darüber, warum jedes Auto heute noch einen „Kotflügel“ hat …

Zahlreiche Bilder und Dokumente illustrieren den Beitrag, den ca. 60 Personen bei freiem Eintritt erleben können. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind wie immer willkommen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Am 1. Sonntag im April, dem 6.4., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt wieder der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres Jung und Alt wieder sehr herzlich ein, auch wenn der öffentliche Museumbetrieb und das Museumscafé noch bis Ostern in der Winterpause ruhen.

Für alle Interessenten am Handarbeitstag ab 14 Uhr ist der „Kuhstall“ jedoch offen, wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei - selbstverständlich gibt es für diese Runde auch Kaffee und Kuchen … Nutzen Sie das offene und freie Miteinander, die Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Insbesondere für Kinder und Jugendliche besteht die Möglichkeit, sich diesen traditionellen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden.

Die Flächenerweiterung nach dem 2. Weltkrieg

Baugenehmigungen zunächst noch planlos

Am Di., 11.3. um 20 Uhr findet im „Kuhstall“ des Gruberhofes der vierte und letzte Teil von Franz Hubers Vortrag zur flächenmäßigen Entwicklung von Groß-Umstadt statt. Dazu sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Der Referent hatte im Januar eigentlich bis zur Gegenwart kommen wollen, nach 2 Stunden Vortrag war er aber gerade in der Mitte des 20. Jahrhunderts angekommen. Immerhin fast 70 Jahre hätten gefehlt, eine Zeit, die zahlreiche Umstädter noch persönlich erlebt haben!

Die Flächen des Stadtgebietes hatten sich seit der Bestandsaufnahme von 1929 bis zum Ende des 2. Weltkrieges nur unwesentlich geändert. Wegen der Ankunft von „Ausgebombten“ aus den Großstädten und des Zuzugs von Vertriebenen sahen die von der amerikanischen Militärregierung eingesetzte Verwaltung und die 1946 gewählte Gemeindevertretung ihre wesentlichste Aufgabe darin, die Wohnraumnot zu lindern. Welche Baugebiete wurden damals erschlossen? Nach welchen Kriterien wurden sie ausgewiesen und stand dahinter schon eine feste Planung oder versuchte man einfach dem Bedarf gerecht zu werden? Welche Rolle spielte die Erweiterung des Krankenhauses, der Schulen, etc.? Franz Huber wird deutlich machen, seit wann wir von einer integrierten Stadtentwicklung sprechen, die Wohnen, Verkehr, Einkaufen, Umwelt, etc. in Einklang zu bringen versucht …

Zahlreiche Bilder illustrieren den Beitrag, den ca. 60 Personen bei freiem Eintritt erleben können. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Handarbeits-Sonntag im Kuhstall

Am 1. Sonntag im März, dem 2.3., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt wieder der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres Jung und Alt wieder sehr herzlich ein, auch wenn der öffentliche Museumbetrieb und das Museumscafé noch bis Ostern in der Winterpause ruhen.

Für alle Interessenten am Handarbeitstag ab 14 Uhr ist der „Kuhstall“ jedoch offen, wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei - selbstverständlich gibt es für diese Runde auch Kaffee und Kuchen … Nutzen Sie das offene und freie Miteinander, die Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Insbesondere für Kinder und Jugendliche besteht die Möglichkeit, sich diesen traditionellen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden.

50 Jahre DLG-Testzentrum Groß-Umstadt

Vortrag zur Stadtgeschichte im Gruberhof

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Di., 4.2., 20 Uhr zum nächsten Vortrag zur Stadtgeschichte in den „Kuhstall“ des Gruberhofes sehr herzlich ein. Arnold Straub referiert über das DLG-Testzentrum, das seit 50 Jahren seinen Sitz in Groß-Umstadt hat.

Seit 1962 stehen an der Bundesstraße 45 gegenüber den Aussiedlerhöfen mehrere Gebäude. Was dort geschieht ist vielfach unbekannt, es kursieren Begriffe wie „draußen in der DEULA“, „Versuchsgut“ und ähnliches. Tatsächlich befindet sich am Max-Eyth-Weg 1 seit 50 Jahren das Testzentrum Technik und Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) - eine Einrichtung von internationalem Rang.

Die Qualitätsvorgaben orientieren sich an den Anforderungen der Praxis und entsprechen neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Geprüft werden u.a. Traktoren, Stalleinrichtungen, Anlagen zur Milchgewinnung, Technik für Garten-, Obst- und Weinbau, Fütterungs- und Energieanlagen aber auch Futtermittel für landwirtschaftliche Nutztiere sowie seit einigen Jahren Hunde- und Katzenfutter.

Prüfungen für Landtechnik haben bei der DLG eine lange Tradition, und entsprechend lang war auch der Weg zum heutigen Testzentrum in Groß-Umstadt. Arnold Straub, der schon viele Vorträge über technische und landwirtschaftliche Themen in Groß-Umstadt gehalten hat, wird diesen Weg anhand vieler Bilder nachzeichnen und das Testzentrum mit seinen vielfältigen Aufgaben vorstellen.

Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Der Kuhstall bietet Platz für ca. 60 Personen. Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Die flächenmäßige Entwicklung nach 1850

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für Di., 14.1., 20 Uhr im „Kuhstall“ zum nächsten Vortrag zur Stadtgeschichte ein. Bereits im Dezember 2011 hatte Franz Huber sich dem Wachstum nach der Ersterwähnung von 743 (autmundisstat, Band 6) und im Dez. 2012 der Entwicklung ab dem 12. Jahrhundert (Band 7) gewidmet. Nun geht es um die neuzeitliche Stadtentwicklung ab 1850 bis in unsere Zeit. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, der Vortrag findet statt im Museum Gruberhof, Raibacher Tal 22.

Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke im Jahr 1870 ist ein völlig neuer Impuls für Wohn- und Gewerbeansiedlung entstanden. Menschen und Güter waren auf diesem neuen Verkehrsweg über weitere Strecken sicher und schnell unterwegs, Geschäfts- und Arbeitswelt änderten sich spürbar, eine geregelte Erweiterung des Siedlungsraumes stand an. Zwar wurde ein verbindlicher Bebauungsplan angestrebt, der scheiterte aber an Einsprüchen und Änderungswünschen. Immerhin, auch damals, das wird Franz Huber anschaulich nachweisen, wurde bereits möglichst wenig Ackerfläche umgewandelt, man baute entlang der Ausfallstraßen. In der Zeit der „Weimarer Republik“ ging man über zu einer geordneten Stadtentwicklung mit neuen Wohn- und Geschäftshäusern; genossenschaftlich organisierte Baugesellschaften gründeten sich. Erst nach 1945 kam es wieder zu neuen Entwicklungen, vorrangig geprägt durch den kommunal geförderten Wohnungsbau. Franz Huber wird belegen, dass die Ausweisung von Baugebieten erst ab den 1960-er Jahren städtebaulichen Kriterien folgte, eine Praxis, die bis heute Grundlage des Flächenwachstums ist.

Zahlreiche Bilder illustrieren den Beitrag, den ca. 60 Personen bei freiem Eintritt erleben können. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können.

Das gesamte Vortrags- und Veranstaltungsprogramm des Museumsvereins steht auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind.

Adventsmarkt im Gruberhof

 

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende vorbereitet und leistet damit in heimeliger Atmosphäre einen familienfreundlichen Beitrag zum Groß-Umstädter Adventsgeschehen.

Zahlreiche Standbetreiber haben sich wieder angemeldet, und bieten auf Wunsch des Veranstalters hauptsächlich Selbstgebasteltes bzw. Selbstproduziertes wie Blumengestecke, Grußkarten, Wollmützen, Schmuck, Seifen und Badezusätze, selbst Genähtes aus Stoff und Filz, Vogelhäuschen und Krippen für die Kinderkrebshilfe, Papiersterne, Holzfiguren, Erzgebirge-Pyramiden, Marmeladen, Pralinen und vieles mehr.

Ein Besuch im Wohnhaus lohnt sich schon wegen der Weihnachtsbäckerei mit und für die Kinder, dort wird auch vorgelesen und Klavier gespielt, und eine fantastische Nikolaus-Sammlung wird bei all dem Treiben gerne zusehen. In der feierlich beleuchteten großen Scheune des fränkischen Drei-Seiten-Hofes bieten die Mitglieder der „Umstädter Runde“ ihre inzwischen 7 Sammelbände mit Vorträgen zur Stadtgeschichte an, selbstverständlich ist auch andere Umstadt-Literatur im Sortiment, allemal schöne Weihnachtsgeschenke.

Zum Aufwärmen gibt’s den obligaten Glühwein und eigens komponierten Rieslingpunsch, für die Kinder wird heiße Schokolade serviert. Fürs leibliche Wohl sorgen die klassische Bratwurst und Pommes, Kürbiscreme-Suppe, Maronen, sowie eine tolle Kuchentheke im „Kuhstall“.

Selbstverständlich werden feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, Musik- und Gesangsbeiträge vom GSL-Chor am Sa. um 17 Uhr und vom Ev. Posaunenchor am So. um 17 Uhr stehen auf dem Programm. Am Sa. ist auch wieder die Knusperhexe unterwegs und am So. um 18 Uhr kommt der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder. Alles in allem gibt 1001 Grund, das 2. Adventswochenende jeweils zwischen 15 und 20 Uhr im Gruberhof zu genießen.

Fränkisches Dorf und ottonische Kirche

Wilfried Köbler lädt für Di. 12.11. um 20 Uhr zum Vortrag ein

Es ist wieder soweit, der Umstädter Museums- und Geschichtsverein startet seine 7 Vortragsreihe mit Themen zur Groß-Umstädter Geschichte. Den Auftakt macht Wilfried Köbler mit seinem Beitrag „Die karolingisch/ottonische Kaiserzeit und ihre Auswirkungen auf die Entwicklung von Umstadt (743 bis 1002)“. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich in den „Kuhstall“ des Gruberhofes eingeladen.

In den erwähnten rd. 250 Jahren gab es in Umstadt nicht nur einen merowingisch-fränkischen Königshof, sondern auch ein fränkisches Dorf mit einer Holzbasilika (Peterskirche) und um 950 eine ottonische Kirche. Viele Urkunden wurden in dieser Zeit über und für die karolingische Siedlung Umstadt und ihren Stadtherren, das Kloster Fulda, ausgestellt. Im Zuge von Schenkungen sind erste urkundliche Erwähnungen (743 und 766) von Umstadt nachgewiesen.

Prozessurkunden von Karl dem Großen sind ebenso vorhanden wie Urkunden von Ludwig dem Deutschen, Kaiser Arnulf von Kärnten oder auch Schriften (Kopialbuch aus 775), in dem die Bevölkerung Umstadts detailliert beschrieben und der Weinbau erstmals erwähnt werden. Wilfried Köbler wird auch viele Dokumente aus der sächsischen Kaiserzeit (Ottonen) ansprechen, ebenso die fränkisch/ottonische Eigenkirchenpolitik, die auch Umstadt unmittelbar betraf. Erfahren Sie außerdem:

  • wie sich die kaiserliche Immunität auf das Leben unserer Vorfahren auswirkte, die Karl der Große im Jahre 774 für das Kloster Fulda verfügte,
  • welche Folgen die fränkische Reichsteilung im Jahre 843 hatte und dass in Folge davon bereits das Entstehen Deutschlands zu erkennen ist,
  • wie sich die zwei bedeutenden Herrscherdynastien an der Macht hielten und welche internen Machtkämpfe stattfanden,
  • einiges über die Symbole der Macht - Aachener Dom und Kaiserpfalz, Kölner Dom, St. Panthaleon und die Kölner Basilika Maria im Kapitol,
  • wer die Kaiserinnen und Kaiser waren, die in dieser Zeit die Geschicke des Reiches beeinflussten und lenkten,
  • wieso gerade auch Umstadt in diesen 250 Jahren von seinem politischen Umfeld stark beeinflusst wurde und zunehmend in der Region und darüber hinaus an Bedeutung gewann.

Zahlreiche Bilder illustrieren den Beitrag, den ca. 60 Personen bei freiem Eintritt erleben können. Freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können.

Das gesamte Vortragsprogramm steht hier auf der Homepage, wo Sie auch die Bücher im Onlineshop bestellen können, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Verkauft werden diese Sammelbände selbstverständlich im Gruberhof - auch beim Adventsmarkt am 7. und 8.12., ansonsten sind sie im UmStadtBüro und den Umstädter Buchhandlungen zu haben.

Museum schnuppern für Neubürger

Die Stadt Groß-Umstadt hatte für Juni 2013, wie schon viele Jahre zuvor, die rund 900 Neubürger zu einem Empfang eingeladen. Mit diesem Schreiben hatte der Umstädter Museums- und Geschichtsverein ebenfalls eine Einladung versendet, die es nun einzulösen gilt.

Am Sa. 19. Okt. um 11 Uhr wird es im Gruberhof, Raibacher Tal 22, für alle Neubürger, die seit Juni 2012 nach Groß-Umstadt gezogen sind, eine Museumsführung und einen kräftigen Winzerimbiss geben. Der Verein möchte sich und seine Aufgabengebiete gerne vorstellen und das Team wird sich über Ihr Interesse freuen. Bringen Sie 2-3 Std. Zeit mit, und Sie werden „autmundisstat“ und so manchen interessanten Menschen schnell ein bisschen besser kennen lernen.

Der Verein bittet allerdings um Ihre Mithilfe: Melden Sie sich bis spätestens Di., 15. Okt. mit der Anzahl der Personen (Erw./Kinder) ausschließlich per Mail: umg@gruberhof-museum.de bei uns an; Anmeldung per Tel. ist leider nicht möglich. Sehr gerne begrüßen wir auch unsere Neumitglieder in diesem Kreise noch einmal sehr herzlich.

Als Museums- und Geschichtsverein verfügen wir über eine ansehnliche Sammlung zur Zeit- und Stadtgeschichte, aber auch zu Handwerk, Landwirtschaft und Weinbau. Mehrere große Veranstaltungen im Jahr, Vorträge und Aktivitäten speziell für Kinder machen die örtliche und regionale Geschichte und die Zeit unserer Großeltern für Jung und Alt erlebbar.

Kelterfest mit Apfelmost und Sauerkraut

Kelterfest mit Live-Musik am So. 13. Oktober im Gruberhof

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Insbesondere Familien mit Kindern sind willkommen. Aus historischen Apfelkeltern gibt es frischen Most, das am „Brauchtumstag“ Anfang September eingelegte Sauerkraut und die sauren Bohnen werden zum deftigen Mittagessen gereicht, im Steinofen wird leckeres Sauerteigbrot gebacken und selbstverständlich erwartet alle Gäste wieder die beliebte Kuchentheke.

Das Programm beginnt um 11 Uhr. Ingrid Grubmüller wird an ihrem liebevoll gestalteten Kräuterstand feinste Düfte und Liköre feil bieten und Heidelore Andres und ihr Damenteam werden für die hoffentlich zahlreich interessierten Kinder im Rahmen des „Kinder-Erlebnis-Museums“ frischen Apfelmus herstellen. Davon darf selbstverständlich jedes Kind ein Gläschen mit nach Hause nehmen. Ab 13 Uhr gibt’s außerdem Live-Musik mit dem Duo „Swing an´ Sing“.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - lautet das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gesammelten Umstädter Äpfeln Saft und wie aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... der Blick in den Steinofen ist ausdrücklich gewünscht! Viele landwirtschaftliche Geräte, Werkstätten und das zeithistorische Museum laden zum Staunen und Plaudern ein, geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung. Selbstverständlich ist auch das bürgerliche Wohnhaus geöffnet, letztmalig mit der Hut(macher)ausstellung. In der wird die gelernte Modistin, Frau Hella Fehn aus Reinheim, einen Platz haben und ihre Damenfilzhüte und Stirnbänder in unterschiedlichen Formen und Farben ausstellen. Anprobieren ist ausdrücklich erlaubt, schließlich verlangt der Herbst nach einer schützenden Kopfbedeckung …

Letztmalig am 13.10. ist auch die Sonderausstellung „Stroose, Gasse, Haiser, Laid - sellemols un haid“ in der großen Scheune zu sehen, denn nach dem Kelterfest endet die Saison. Als Zugabe gibts am 2. Adventswochenende noch den gemütlichen Adventsmarkt, ansonsten bleibt die Pforte bis Ostern geschlossen - selbstverständlich sind Besuche und Führungen nach Anmeldung jederzeit möglich!

Der kleine Hutsalon

Was Sie schon immer über Hüte wissen wollten

Ein paar Hüte, ein paar Hutschachteln und das Wissen um drei ehemalige Umstädter Hutmacher gehören seit Langem zum Bestand des Museums - warum nicht, so Vorstandsmitglied Renate May, mal eine Hut-Schau oder einen Hut-Salon daraus entwickeln und das Thema ausführlich aufarbeiten? Else Hintz und Ingrid Grubmüller haben sich sofort in die Idee verliebt und ihre Mitarbeit angeboten, Beate Lange und Gregor Schäfer sich bereit erklärt, eine Hut-Zeitung zu entwerfen - allein der Blick in diese liebenswerte Broschüre ist den Besuch im Gruberhof wert!

Im Wohnhaus aber läuft die große Schau! Sie bietet eine tolle Auswahl von Hüten, Holzmodels und Hutschachteln, sie entführt die Gäste in eine gut „behütete“ Vergangenheit, aus der ja auch Liedverse wie „Stock und Hut, steht ihm gut …“ oder auch „Mein Hut der hat drei Ecken“ bekannt sind.

In Groß-Umstadt gab es Ende des 20. Jahrhunderts mehrere Hutmacher, nämlich Adam Drach, der sein Hutmachergeschäft am 4.4.1883 anmeldete, Ernst Pullmann, der seinen Laden als Kappenmacher, Huthändler und Putzmacher schon zwei Wochen vorher eröffnet hatte sowie Johannes Uhrig, der seit 1882 ein Hut- und Mützenlager sowie Woll- und Kurzwaren besaß. Ab 1895 kam noch Jakob Trippel dazu, auch er hatte eine Putzmacherei. Im Modehaus Trippel wurden bis in die Mitte der 60er Jahre noch Hüte hergestellt.

Freuen Sie sich auf die kleine Hut-Zeitreise, die Umstädter Hut-Historie und zahlreiche Hut-Geschichten … Sehen sie den Zylinder, den Strohhut, den Bollenhut, den Florentiner, die Haube, das „Häubchen“ und mehr, staunen Sie über Hutschachteln mit witzigen Accessoires und erfahren Sie so manches über die Hutmacher, die auch Filzer, Hutschmucker, Hutaufstutzer oder Hüter genannt wurden und für die Herstellung des Herrenhutes zuständig war. Damenhüte fertigte die Modistin, früher auch Putzmacherin genannt.

Viele Objekte sind Leihgaben, die historischen Hüte sowie die ausgestellten venezianischen Prunkhüte mit Masken hat Frau Hintz selbst hergestellt. Lassen Sie sich begeistern, jeweils sonntags ab 13 Uhr in diesem Sommerhalbjahr.

„Stroose, Gasse, Haiser, Laid - sellemols un haid“

Aktuelle Sonderausstellung

In diesem Jahr steht der Internationaler Museumstag unter dem Leitmotto: „Vergangenheit erinnern - Zukunft gestalten: Museen machen mit!“ Daran wollte sich der Vorstand des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins gerne beteiligen und hatte schon im Herbst 2012 beschlossen, eine Dokumentation zu Umstädter Straßen, Gassen, Häusern und ihren Bewohnern aufzulegen.

Entstanden sind in einem ersten Schritt 12 Plakate, auf denen bis zu 100 Jahre alte Fotografien bzw. Postkarten und Bilder aus der heutigen Zeit das „Sellemols und Haid“ auf wunderbare Weise dokumentieren. Haben Sie z. B. gewusst, dass im heutigen Anwesen „Eisen-Schulz“ einst Wagenfabrikant Eldracher und die Fa. Palme und Walter Werkstätten hatten? Vieles hat sich geändert, was ist geblieben? Die Plakate geben auch Auskunft darüber, wie sich die Straßennamen gewandelt haben. So hieß die heutige Georg-August-Zinn-Straße einst Wilhelm-Leuschner-Straße und davor Dieburger Straße. Wer sich die frühen Bilder anschaut, findet das auch gleich einleuchtend …

Brauchtum im Gruberhof - 1.9. von 11 bis 18 Uhr

Omas Waffeleisen, Bohnen schnippeln und Weben für Kinder

Der erste Sonntag im September steht ganz im Zeichen mehrerer Brauchtumsthemen, die spannender kaum sein könnten: ganz klassisch gibt’s Kraut schneiden und Bohnen schnippeln, Brot und Waffeln backen wie es früher so war … frisch verarbeitet in reiner Handarbeit. Dazu kommt wieder ein eigenes Kinderprogramm der Museumsführer, diesmal gehts ums Weben, und als Drittes es gibt selbst hergestellten Kräuterlikör und im bäuerlichen Wohnhaus die Ausstellung zur Geschichte der Umstädter Hutmacher.

Doch eins nach dem anderen: Der Brauchtumstag im Frühherbst verweist immer schon ein wenig auf Erntedank. Ein großer Ährenkranz unter dem Scheunendach weist darauf hin, dazu kommt typische „Hausarbeit“, wie sie der Ernte- bzw. Jahreszeit angemessen ist: Weißkohl wird gehobelt und sauer eingelegt, gleiches gilt für grüne Bohnen; wer mag, darf gerne selbst an der Schnippelmaschine drehen … Im Steinofen werden wieder ca. 50 Brote gebacken, an Omas Küchenherd mit Wendeeisen gibt es leckere Waffeln und eine Kräuterfrau wir an ihrem Stand alles bieten, was aus und mit Kräutern herzustellen ist, vom Salbeilikör bis zum Kräuterkissen.

Schon seit zwei Jahren bieten einige Damen um Heidelore Andres bei den Museumsveranstaltungen ein eigenes Kinderprogramm an. Diesmal können die Kinder ab 14 Uhr auf kleinen Webrahmen ihre eigenen Tuche weben und dabei einfache Muster, Streifen oder sogar unterschiedliche Bilder herstellen. Material ist für alle Kinder reichlich vorhanden, zur Unterstützung und Anleitung sind außerdem Gisela Menge und Sabine Braun dabei. Sie helfen auch mit, wenn es darum geht, aus zwei Stoffen eine kleine Tasche zu nähen oder ein kleines Deckchen herzustellen. Dazu sind alle Kinder jeden Alters gerne eingeladen, bringt einfach Geduld und Neugier mit, es wird viel Spaß machen.

Mehr für die Erwachsenen ist die Jahresausstellung „Stroose, Gasse, Haiser, Laid - sellemols un haid“ in der großen Scheune, denn die wird zum Saisonende Mitte Oktober ins Archiv verpackt. Die Dokumentation zu Umstädter Straßen, Gassen, Häusern und ihren Bewohnern zeigt auf 12 Plakaten bis zu 100 Jahre alte Fotografien bzw. Postkarten sowie Fotos von heute, um das „Sellemols und Haid“ auf erstaunliche Weise zu dokumentieren.

Im bürgerlichen Wohnhaus wartet außerdem eine weitere Attraktion: die Umstädter Hut-Historie und zahlreiche Hut-Geschichten … Sehen sie den Zylinder, den Strohhut, den Bollenhut, den Florentiner, die Haube, das „Häubchen“ und mehr, staunen Sie über Hutschachteln mit witzigen Accessoires und erfahren Sie so manches über die Hutmacher, die auch Filzer, Hutschmucker, Hutaufstutzer oder Hüter genannt wurden und für die Herstellung des Herrenhutes zuständig war. Eine tolle Revue der Umstädter Hutmacher-Tradition.

Nicht verpassen sollten die Besucher bei allen Attraktionen im Hof den ausführlichen Blick ins Museum selbst, dort hat der Verein viele Abteilungen neu gestaltet, Exponate zugeordnet, beschriftet und viel Wissenswertes ergänzt. Und selbstverständlich gibt es Pellkartoffeln mit Hausmacher oder Quark, Handkäs´ mit Musik oder die klassische Bratwurst, Kaffee und Kuchen, sowie Erfrischungsgetränke, Wein oder auch frisches Fassbier. Wir freuen uns auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie!

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Auch am 1. Sonntag im Juli, dem 07.07., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei.

Im Sommer ist das Museum ohnehin jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Abteilungen der umfassenden Ausstellungen sind zu besichtigen, für Fragen bzw. eine kleine Führung steht jeweils ein ausgebildeter Museumsführer zur Verfügung. In der großen Scheune ist noch bis Oktober die Dokumentation „Stroose, Gasse, Haiser, Laid - sellemols un haid“ zu bestaunen, die auf 12 Plakaten mit bis zu 100 Jahre alte Fotografien bzw. Postkarten und farbigen Bildern aus der heutigen Zeit das „Einst und Jetzt“ von typischen Umstädter Motiven zeigt. Im Wohnhaus läuft noch die Sonderausstellung „Hüte“, eine einmalige Schau unterschiedlicher Kopfbedeckungen, eingebettet in die Geschichte ehemaliger Umstädter Kappenmacher, Huthändler und Putzmacher. Im Kuhstall sind Umstädter Persönlichkeiten zu besichtigen und natürlich ist dort auch das Museumscafé untergebracht, wo schnell Kontakt entsteht und sich die Gespräche um frühere Zeiten drehen.

 

Handwerkertage im Gruberhof

„Weben“ für Kinder - Montag spielen die „Heartbreaker“

Klöppler, Korbflechter, Schuster oder Schmied - wie die früher gearbeitet und was sie hergestellt haben, wer weiß das schon? Schaut man ihnen zu und spricht man mit ihnen, mit den wenigen, die das noch können, kommt man schnell ins Staunen: Sie beeindrucken durch profunde Materialkenntnis und wissen um die Kraft der Elemente, nutzen Jahrhunderte alte Erfahrung und können gut unterscheiden zwischen Eile und Weile. Viele produzierende Handwerker sind völlig aus unserem örtlichen Leben verschwunden. Wie sie gearbeitet, wer sie beliefert und an wen sie verkauft haben - wir sehen es heute nicht mehr.

Umso lieber erfüllt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein eine seiner Aufgaben dadurch, dass er immer wieder die selten gewordenen Handwerker über die Pfingstfeiertage einlädt. So ist es möglich, dem Publikum und insbesondere den Kindern zu zeigen, was kluge und geschickte Menschen vor gar nicht so langer Zeit mit ihrer Hände Arbeit alles herstellen konnten. Das zeigen an beiden Feiertagen von 11 bis 18 Uhr außer den o.g. „Gastarbeitern“ auch der Spengler, Intarsien-Schreiner, Malermeister, Imker, Schmuckhersteller und natürlich der Bäcker, der im Steinofen des Gruberhofes frisches Sauerteigbrot backen wird. Darum kümmert sich ein neues Team um Bäckermeister Hans Brunner.

Zum Programm der Handwerkertage passend hat sich insbesondere Heidelore Andres wieder eine Aktion für Kinder ausgedacht. Diesmal geht es ums Weben. Wie entsteht aus vielen Fäden ein Gewebe? Wie bediene ich den Webstuhl? Wo bekomme ich die Fäden her? Einige Spinner werden das live vorführen und alle Kinder jeden Alters sind herzlich eingeladen, zuzuschauen, zu verweilen und selbst Hand anzulegen. Das Ganze findet an beiden Tagen ab 14:30 Uhr in der Spinnstube statt. Auf eine weitere, ganz besondere Attraktion dürfen sich die Besucher freuen: im bürgerlichen Wohnhaus gibt es eine tolle Hut-Schau und die Klöppler-Gruppe führt vor, wie man viele bunte Fäden zu einem filigranen Kunstwerk verarbeiten kann.

Am Pfingstmontag gibt es ab 13.00 Uhr Live-Musik mit den „Heartbreakers“. Die waren schon mehrmals Gast im Gruberhof und bekannt für ehrliche, flotte Rhythmen. Der berühmte mehrstimmige Gesang und die professionelle Beherrschung des Sounds wirkt immer wieder Wunder - da kommt Bewegung ins Publikum! Im Repertoire haben sie Rock´n Roll von Chuck Berry bis Elvis, Oldies wie Satisfaction und Lady Madonna und Rhythm´ Blues von ZZ Top ...

Selbstverständlich sind an beiden Tagen alle Abteilungen des Museums geöffnet, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Leckeres Essen: Spätzle mit Braten, Salat und die klassische Bratwurst sowie Erfrischungstränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier sowie fair gehandelter Kaffee und Kuchen machen den Aufenthalt auch kulinarisch zum Genuss.

Umstadt im Nationalsozialismus

Vortrag von Wilfried Köbler: Teil 1 - 1933 bis 1939

Zum Abschluss der 7. Vortragsreihe zur Umstädter Geschichte wird Wilfried Köbler am Do. 16.05. um 20 Uhr im Gruberhof-Museum über „Umstadt im Nationalsozialismus“ berichten und in diesem ersten Teil die Zeit von 1933 bis 1939 behandeln. Beginn ist um 20 Uhr im Saal des Odenwaldklubs Groß-Umstadt.

Vor 80 Jahren übernahmen die Nationalsozialisten die Macht in Deutschland. Lange davor war bereits für jedermann zu erkennen, dass es Parteien im Land gab, die mehr und mehr zum Rechtsextremismus, zur Menschenverachtung und zur Abschaffung der Demokratie neigten. Sie wurden von vielen deutschnationalen und liberalen Kräften, der Industrie und der Landwirtschaft hofiert und einem Großteil der Bevölkerung im Land und in den Städten und Gemeinden teilweise euphorisch unterstützt.

Nur die Sozialdemokraten, Deutsche jüdischen Glaubens und Intellektuelle wehrten sich entschieden gegen den Abbau von Demokratie und Menschenrechten und wollten einen Unrechtsstaat verhindern. Die Kommunisten, die sich ebenfalls zur Wehr setzten, hatten andere Motive.

Im März 1933, nach der letzten freien Wahl und dem danach folgenden Ermächtigungsgesetz, wurde die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten von der Bevölkerung jubelnd gefeiert. So auch in Groß-Umstadt, das zu einer braunen Hochburg wurde, in der Sozialdemokraten verhaftet, unter Hausarrest gestellt, beobachtet und in Schutzhaft genommen wurden oder gar frühzeitig in ein KZ kamen.

In seinem reich bebilderten Vortrag - er zeigt z.T. noch nicht veröffentlichte Fotos und Dokumente - schildert Wilfried Köbler, wie sich seine Heimatstadt damals gesellschaftlich und politisch veränderte und wie sich die Nationalsozialisten in allen Lebensbereichen der Umstädter etablierten und sie in ihrem Sinne steuerten, manipulierten und die jüngere Generation bis 1939 auf einen Krieg vorbereiteten.

Umstadt schien nach Aussagen der Ortsgruppenleiter Wiesner und Wetzel und des Ortspropagandaleiters Dr. Metzger besonders gut nationalsozialistisch durchorganisiert gewesen zu sein, weil die Stadt in der braunen Bewegung des Landkreises eine Spitzenposition einnahm. Wer die Drahtzieher waren, wie die NS-Organisationen in Umstadt funktionierten, wie die Wahlergebnisse im März 1933 und später ausfielen und vieles mehr wird der Vortrag aufzeigen.

Dokumente und Zeitungsausschnitte informieren über die Zwangsabsetzung des Umstädter Bürgermeisters Lampe (SPD) und den dramatischen und folgenreichen Rauswurf der SPD-Stadtverordneten aus dem Parlament. Zur Sprache kommen auch das zynische Verhalten des Gewerbevereins, der sich damals „mittelständischer Kampfbund“ nannte, die Gleichschaltung oder Verbote von Vereinen und Schulen und auch das Verhalten der Kirchen. Willkürliche Maßnahmen gegen Umstädter jüdischen Glaubens ab 1933 bis hin zur Reichpogromnacht am 9./10. November 1938 werden in diesem Vortrag ebenso angesprochen.

Nicht fehlen darf der namentlich bekannte Umstädter Widerstand gegen die Nazis und die Folgen für diese standhaften Menschen. Und: es gab einige wenige Zeitgenossen, die offen oder verdeckt für den Schutz und für den Familienunterhalt der Umstädter jüdischen Glaubens sorgten.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Museum seit Ostern jeden Sonntag geöffnet

Auch am 1. Sonntag im Mai, dem 05.05., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei.

Von Ostern bis Mitte Oktober ist das Museum ohnehin jeden Sonntag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Alle Abteilungen der umfassenden Ausstellungen sind zu besichtigen, für Fragen bzw. eine kleine Führung steht jeweils ein ausgebildeter Museumsführer zur Verfügung. Von der Steinzeit bis zur aktuellen Industriegeschichte, traditionelles Handwerk, Landwirtschaft, Weinbau und Stadtgeschichte sind bestens aufbereitet, immer lohnend ist ein Gang durch das bürgerliche Wohnhaus. Im Kuhstall sind Umstädter Persönlichkeiten zu besichtigen und natürlich ist dort auch das Museumscafé untergebracht, wo schnell Kontakt entsteht und sich die Gespräche um frühere Zeiten drehen.

Eine Zeitreise durch das staufische Italien

Wilfried Köbler lädt ein für Di. 16.04. - 20 Uhr im „Kuhstall“ des Gruberhofes

Für Di., 16. April stand eigentlich ein anderer Vortrag der „Umstädter Runde“ auf dem Programm; der angekündigte Beitrag von Bernd Peters zum Schneiderhandwerk in Umstadt wird im Herbst nachgeholt. Wilfried Köbler hat sich bereit erklärt, stattdessen - gleicher Ort, gleiche Zeit - zu einer Zeitreise durch das staufische Italien einzuladen.

Mit dem Stauferkaiser Friedrich II., genannt stupor mundi (Staunen der Welt) reisen wir durch das Italien seiner Zeit. Dabei erfahren die Zuhörer während des reich bebilderten Vortrags Details über die Familiengeschichte des bedeutendsten Kaisers des Mittelalters, der 28 Jahre seiner Kaiserzeit in Italien (Sizilien und Apulien) lebte und sich nur 10 Jahre in Deutschland aufhielt.
Seine wundersame Geburt in Jesi, seine Jugend als Waisenkind in Palermo, seine Auseinandersetzung mit vier Päpsten, sein gewaltloser Kreuzzug nach Jerusalem und sein mysteriöser Tod in Castel Fiorentino sind ebenso Thema, wie seine wissenschaftlichen, schriftstellerischen, architektonischen und politischen Fähigkeiten.

Wir reisen gemeinsam von Norditalien bis nach Sizilien und streifen die Städte Monza, Pavia, Verona, Padua, Mailand, Venedig und Ravenna und werfen dabei auch einen Blick auf die spätere Renaissance, die byzantinische und ostgotische Kunst in diesen Städten.

Ebenso reisen wir durch die toskanischen und umbrischen Städte der Stauferzeit und der Renaissance. Mit Bildern von Pisa, der Stadt des Kaisers Heinrich VII., von Lucca, vom staufischen Prato, von Pistoia, von Siena und von Florenz, der Stadt der Medici, des Michelangelo, des Galileo Galilei, erleben wir die historische Toskana und streifen in Umbrien des staufische Assisi, die Stadt des Hl. Franz von Assisi, die Stadt Orvieto und den Bolsena-See.

Über das staufische Apulien geht die Zeitreise weiter bis nach Sizilien und kommen durch Foggia, Trani, Melfi, Lucera, Andria mit dem staufischen Weltkulturerbe Castel del Monte, Conzensa, die Trullistadt Alborobello, Manfredonia mit dem Monte Gargano und das staufische Otranto.
Auf Sizilien reisen wir gemeinsam in die staufisch/normannischen Städte Catania, Enna, Monreale und in das bedeutende Palermo mit dem Normannenpalast, zum Dom mit der großen Stauferkaiser-Grablege und schließlich zurück zum Ätna.

Zum Abschluss werfen wir noch einen Blick auf die Grabeskirche in Jerusalem, in der sich Kaiser Friedrich II. zum König von Jerusalem krönte und schauen uns den dortigen Felsendom an, der als architektonische Grundlage für das friderizianische Castel del Monte herhalten musste.

Rund 60 Plätze stehen zur Verfügung, die „Runde“ bittet um Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Das gesamte Programm steht auch auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Verkauft werden diese Sammelbände selbstverständlich im Gruberhof, ansonsten sind sie im UmStadtBüro und den Umstädter Buchhandlungen zu haben.

Saisoneröffnung im Gruberhof

Ostermontag spielt das „Autmundis Jazztett“

Der lange Winter ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Endlich wieder draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Das bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Ostersonntag, 31.03. und Ostermontag, 01.04. jeweils ab 11 Uhr.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Landwirtschaft, Handwerk, Kulturgeschichte, Archäologie, ja sogar Exponate von Franken und Römern sind zu sehen, die Spuren in Groß-Umstadt hinterlassen haben. In diesem Jahr lohnt es sich besonders, denn sowohl die Abteilung Stadtgeschichte mit PALWA-Kristallleuchtern, einer Vitrine mit Inflationsgeld und Münzen sowie der Geschichte „Vom Gaailsmäärd bis zum Winzerfest“, als auch die Weinbauabteilung samt Küferei wurden gründlich überarbeitet und neu gestaltet.

Für den gemütlichen Teil sorgen zahlreiche leckere Kuchen zum „fair gehandelten“ Kaffee, mittags gibt es Schupfnudeln mit selbst eingelegtem Sauerkraut und den ganzen Tag über die klassische Bratwurst. An beiden Tagen wird Harry Seliger im alten Steinofen Brot und Kuchen backen, im Wohnhaus wird geklöppelt und im Hof gibt es Osterschmuck und Schmucksteine zu kaufen. Für die Kinder wird das Erlebnismuseum aufgemacht, Malen mit Wachsstiften auf Ostereier und Papier wird an beiden Tagen von 15 bis 17 Uhr in der Küche des Wohnhauses viel Freude bereiten. Am Montag gibt’s dann ab 13 Uhr Live-Musik mit dem „Autmundis Jazztett“, bekannt durch seine Auftritte im Jazzkeller beim „Frankfurter“. Gute Stimmung und unaufdringliche Unterhaltung sind also wieder garantiert.

Der Umstädter Investiturstreit

Ging es beim großen Investiturstreit des Mittelalters um eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Universalmächten der damaligen Zeit, dem Kaiser und dem Papst, darüber, wer das Recht habe, die Bischöfe einzusetzen, so befasst sich der Vortrag von Heinz-Walter Laubscheer am Di. 19. März um 20 Uhr im Kuhstall des Gruberhofes mit dem Umstädter Investiturstreit und damit den Auseinandersetzungen der beiden Territorialmächte Kurpfalz und Hessen über die Frage, wer das Recht besitze, in der Stadt und im Amt Umstadt die Pfarrer einzusetzen. Mehr als zweihundert Jahre wurde im 16., 17., und 18. Jahrhundert über diese Frage mit allen erdenklichen erlaubten und manchmal auch unerlaubten Mitteln gestritten. Der Vortrag schildert die teilweise kuriosen Streitigkeiten und versucht eine Antwort auf die Frage nach den Gründen zu geben.

Veranstalter ist die „Umstädter Runde“ des Museums- und Geschichtsvereins, die alle Freunde der Vortragsreihe zur „Umstädter Geschichte“ sehr herzlich einlädt. Rund 60 Plätze stehen zur Verfügung, die „Runde“ bittet um Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Das gesamte Programm steht auch auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Verkauft werden diese Sammelbände selbstverständlich im Gruberhof, ansonsten sind sie im UmStadtBüro und den Umstädter Buchhandlungen zu haben.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Auch am 1. Sonntag im März, dem 03.03., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres, die 2. Vorsitzende, Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Seit letztem Sommer übernehmen Erfahrene bzw. Erwachsene die Betreuung von „Anfängern“ und besonders von Kindern, die einfach mal was ausprobieren möchten.

Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Wichtiger Hinweis: Das Museum hat bis Ostern noch Winterpause, öffentlicher Betrieb und Bewirtung für sonstige Gäste sind leider nicht möglich.

Von Böhmen nach Groß-Umstadt

Die Geschichte der Firma Palme & Walter

Wer in Groß-Umstadt erinnert sich nicht an die eindrucksvollen Kristall-Kronleuchter der Firma Palme & Walter? - Man weiß auch noch, dass sich die Firmeneigentümer nach dem Krieg als Vertriebene hier ansiedelten und danach ihren Betrieb wieder zu Weltruf führten.

In ihrem Vortrag über die Firma Palme & Walter wird Gisela Menge am Do. 28.02. um 20 Uhr im OWK-Heim im Gruberhof vermitteln, auf welch´ historischem Kunsthandwerk der Erfolg der Firma beruhte und wie eng Firmen- und Familiengeschichte verknüpft waren. Unter anderem behandelt der Vortrag die lange Firmentradition in Böhmen, die Zäsur 1945 und die vergleichsweise kurze aber intensive Periode der Firma in Groß-Umstadt. Es siedelte sich aber damals nicht nur ein Produktionsbetrieb hier an, sondern ihm folgten frühere Mitarbeiter - Menschen, die in Groß-Umstadt heimisch wurden. Wie spannend aber zeitweise auch beklemmend das Schicksal der Firma und ihrer Familie(n) war, werden zahlreiche Bilddokumente im Laufe des Vortrages belegen.

Veranstalter ist wie immer die „Umstädter Runde“ im Museums- und Geschichtsverein, die alle Freunde der Vortragsreihe zur „Umstädter Geschichte“ sehr herzlich einlädt. Wegen der zu erwartenden Besucherzahlen findet der Vortrag ausnahmsweise an einem Donnerstag und im OWK-Heim statt, ca. 100 bis 120 Plätze werden zur Verfügung stehen. Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind immer gerne willkommen.

Das Darmstädter Schloss und seine Besitzer

Vortrag von Dietrich Fengel am Di. 05.02. im Gruberhof

Das Darmstädter Schloss ist seit einigen Jahren zu einem Schmuckstück unter den Umstädter Schlössern und Adelshöfen geworden, was man nur von einem Teil der ehemaligen Adelssitze sagen kann. Allerdings ist von dem einstigen Anwesen des Darmstädter Schlosses nur wenig übrig geblieben. Das heutige Schloss wurde in den Jahren 1727 bis 1747 von Hessen-Darmstädter Landgrafen erbaut. Für den relativ einfachen Bau eine lange Zeit, was aber darauf hinweist, dass die Landgrafen unter Geldmangel litten bzw. hoch verschuldet waren. Außerdem hatte das Gebäude eine ungewöhnliche Z-Form – ein Flügel wurde 1952 abgerissen. Dieser Flügel passte auch nicht zu den beiden anderen Flügeln, die mit einem barocken Mansardenwalmdach versehen sind. Es lässt sich nachweisen, dass dieser Gebäudeflügel zu einem Vorgängerbau gehörte.

Ein Plan von 1787 zeigt die verschiedenen Gebäude auf dem Gelände des Schlosses, die auch auf einen landwirtschaftlichen Betrieb (Gutshof bzw. Domäne) hinweisen. Das Schloss war eine wichtige Verwaltungseinheit, denn Umstadt gehörte zu der Zeit seit 200 Jahren zur Hälfte zur Landgrafschaft Hessen, ab 1567 zu Hessen-Darmstadt. Von den Vorbesitzern stammt auch die Bezeichnung Hanauer Schloss.

Dieses Schloss war ursprünglich eine Wasserburg und wurde bereits im 11. Jh. erwähnt. Durch eine Schenkung des karolingischen Königs Pippin I. im Jahre 766 gehörte Umstadt dem Kloster Fulda. Die Gründung dieses Klosters war 22 Jahre vorher von Bonifatius dem Abt Sturmius in Auftrag gegeben worden. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer Umstadts und damit des Schlosses. Die Grafen von Hanau, die Herren von Münzenberg, die Grafen von Katzenelnbogen, die Pfalzgrafen, die Landgrafen von Hessen teilten sich im Laufe der Zeit die Herrschaft über Umstadt.

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt alle Freunde der Vortragsreihe sehr herzlich ein, diesen mit Sicherheit spannenden und reich bebilderten Überblick über die wechselhafte Schloss-Geschichte zu erleben. Wie immer beginnt der Vortrag um 20 Uhr im „Kuhstall“. Dort gibt es 60 Plätze und der Veranstalter bittet schon jetzt um Verständnis, wenn bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Die weitere Termine mit 2 besonderen Daten sind:

  • Do. 28.02. im OWK-Saal: Gisela Menge: „Die Geschichte der Kronleuchterfabrik Palme & Walter“ - Von Böhmen nach Umstadt
  • Di. 19.03. Heinz-Walter Laubscheer: „Der Umstädter Investiturstreit“
  • Di. 16.04. Bernd Peters: „Das Schneiderhandwerk in Umstadt“ - Vom Maßanzug zur Massenproduktion
  • Do. 16.05. im OWK-Saal: Wilfried Köbler: „Das Leben in Umstadt während des Nationalsozialismus“ (Teil 1: 1933 bis 1939)

Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Das gesamte Programm steht auch auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Verkauft werden diese Sammelbände selbstverständlich im Gruberhof, ansonsten sind sie im UmStadtBüro und den Umstädter Buchhandlungen zu haben.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Auch am 1. Sonntag im Februar, dem 03.02., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres, die 2. Vorsitzende, Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Seit letztem Sommer übernehmen Erfahrene bzw. Erwachsene die Betreuung von „Anfängern“ und besonders von Kindern, die einfach mal was ausprobieren möchten.

Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt. Wichtiger Hinweis: Das Museum hat bis Ostern noch Winterpause, öffentlicher Betrieb und Bewirtung für sonstige Gäste sind leider nicht möglich.

Januarvortrag muss ausfallen

In der aktuellen Vortragsreihe zur Umstädter Geschichte hatte der Museums- und Geschichtsverein für Di. 15.01. das Thema „Umstädter Fuhrleute und Spediteure - Das Transportwesen im Verlauf der Jahrhunderte“ eingeplant und angekündigt. Aus wichtigen persönlichen Gründen muss dieser Beitrag leider ausfallen - er wird selbstverständlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Die „Umstädter Runde“ bittet dafür um Verständnis und lädt schon jetzt sehr herzlich zum nächsten Termin ein: am Di. 05. Februar wird Dietrich Fengel über „Das Darmstädter Schloss und seine Besitzer“ berichten.

Die flächenmäßige Entwicklung ab dem 12. Jahrhundert

Vortrag von Franz Huber am Di., 11.12. im Gruberhof

Der vierte Vortrag dieses Winterhalbjahres im Museum „Gruberhof“ in Groß-Umstadt hat die „flächenmäßige Entwicklung der Stadt Umstadt ab dem 12. Jahrhundert“ zum Thema. Franz Huber wird seine neuesten Erkenntnisse vortragen und ab 20 Uhr im „Kuhstall“ zunächst herausarbeiten, warum im Mittelalter eine planmäßige Stadtentwicklung außerhalb der Mauern nicht stattfand, gleichwohl etliche Betriebsstätten bzw. Berufe vor den Toren der Stadt ihren Platz fanden.

Er wird weiterhin ausführlich erklären, warum und wie im 15. Jahrhundert die heutige „Vorstadt“ entstand, die Bebauung entlang eines Straßennetzes erfolgte und Umstadt sich durch aufgezwungene aber auch geplante „Stadtentwicklung“ ausbreitete. Er wird benennen, aus welchen zahlreichen Gründen sich das Flächenwachstum über die einstigen Verteidigungsanlagen - Stadtmauer und Wall - hinaus ergab, und dass u.a. die Bahn großen Einfluss auf die Ausbreitung hatte.

Franz Huber hat umfangreiches Material zusammengetragen, mit dem er die Entwicklung bis zum 1. Weltkrieg bestens veranschaulichen kann. Sollte aber die „zumutbare Zeit“ verstrichen sein, würde er auch an einer früheren Stelle seinen Vortrag beenden. Dafür bitten der Vortragende und die „Umstädter Runde“ schon jetzt um Nachsicht. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein bittet auch um Verständnis dafür, dass der Kuhstall nur 60 Plätze bietet und bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Ggf. kann ein Wiederholungstermin eingerichtet werden.

Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen. Das gesamte Programm finden Sie auch hier auf der Homepage. Im Onlineshop sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Verkauft werden diese Sammelbände auch beim Adventsmarkt am 08./09.12. im Gruberhof, ansonsten sind sie in den Umstädter Buchhandlungen zu haben.

Adventsmarkt im Gruberhof

1001 Grund für einen Besuch am 2. Adventswochenende

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende vorbereitet und leistet damit einen erlebenswerten Beitrag zum Umstädter Adventsgeschehen in der Innenstadt und in einigen Stadtteilen.

Es haben sich zahlreiche Standbetreiber angemeldet. Angeboten wird von Vereinen oder Privatpersonen alles rund um Marmeladen, Handarbeiten, Selbstgebasteltes, Honig, Bienenwachskerzen, Wollmützen, Schals, Muffs, Grußkarten, Keramikartikel, Holzarbeiten und -spielwaren aus Werkstätten für Behinderte. Vieles andere mehr können die Besucher in der heimeligen Kulisse der großen Scheune und des fränkischen Vier-Seiten-Hofes zu entdecken. Der Lions Club hat sich wieder bereit erklärt, die Bücher des Museumsvereins und der Stadt zu verkaufen, allemal schöne Weihnachtsgeschenke.

Fürs leibliche Wohl sorgen die klassische Bratwurst und Pommes, Waffeln, Maronen, sowie Kaffee und Kuchen, heißer Kakao, Met, Glühwein, Riesling-Punch und vieles mehr.

Selbstverständlich werden feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, Musik- und Gesangsbeiträge vom Ev. Posaunenchor Groß-Umstadt am Sa. um 17 Uhr und vom GSL-Chor am So. um 16 Uhr stehen auf dem Programm. Am Sa. ist auch wieder die Knusperhexe unterwegs und am So. um 17 Uhr kommt der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder. Alles in allem gibt 1001 Grund, das 2. Adventswochenende zwischen 15 und 20 Uhr im Gruberhof zu genießen.

Autmundisstat Band VI

Beiträge zur Geschichte Band VI

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. hat bereits sechs Bände der Reihe „autmundisstat“ herausgegeben, einen weiteren hatte die Fa. RESOPAL übernommen – allen ist gemeinsam, dass sie z.T. farbig bebilderte Aufsätze enthalten, die jedem Leser die Stadt Groß-Umstadt auf spannende Weise näher bringen und das Heute aus der Vergangenheit heraus entwickeln. Die Texte basieren auf den Vorträgen, die die „Umstädter Runde“ im Kuhstall des Gruberhofs seit 2006 öffentlich veranstaltet. Die Bücher sind im örtlichen Buchhandel, im UmStadtBüro und im Gruberhof direkt erhältlich, selbstverständlich gibt es auch ein Online-Bestellverfahren auf dieser Seite.

Und das sind die Beiträge:
•    Georg Brenner: Eine alte Umstädter Stadtrechnung
•    Heinz Laubscheer: Der Heubacher Religionskrieg
•    Dietrich Fengel: Die Kleider der Nofretete – Textilien im Alten Ägypten
•    Gisela Menge: Die Molkerei Groß-Umstadt und ihre Genossenschaft
•    Franz Huber: Flächenmäßige Entwicklung von Umstadt nach der Ersterwähnung von 743
•    Gregor Schäfer: Die industrielle Entwicklung Umstadts

Das Buch hat insgesamt 185 Seiten und ist bei einer Auflage von 400 Exemplaren schon jetzt eine Rarität, die für 14,- € mit Sicherheit in jeden Bücherschrank gehört und sich als Geschenk bestens eignet.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Auch am 1. Sonntag im Dezember, dem 02.12., findet im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres, die 2. Vorsitzende, Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14.00 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Selbstverständlich übernehmen Erfahrene bzw. Erwachsene die Betreuung von „Anfängern“ und besonders von Kindern, die einfach mal was ausprobieren möchten.

Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt, allerdings ist der „Kuhstall“ eigens für diese “geschlossene Gesellschaft“ reserviert. Öffentlicher Betrieb und Bewirtung für sonstige Gäste sind nicht möglich.

Vortrag zur Stadtgeschichte im Kuhstall

Am Di., 20.11. geht’s um Funde auf und unter der Stadtkirche

Immer wieder dienstags um 20 Uhr bietet der Museums- und Geschichtsverein Groß-Umstadt auch in diesem Herbst/Winter seine beliebte Vortragsreihe zur Geschichte an, erarbeitet, präsentiert und publiziert von der „Umstädter Runde“. Im Kuhstall des Gruberhofes trägt Arnold Straub am Di. 20. Nov. seine neuesten Forschungen vor, die unter dem Titel stehen: „Funde auf und unter der Stadtkirche – von den Grundmauern der „villa rustica“ bis zu den Dokumenten in der Kirchturmspitze.

Wie der Titel schon andeutet, wird Arnold Straub von den Funden eines 1.800 Jahre alten römischen Gutshauses berichten, das zwischen 1967 und 1969 unter der Stadtkirche entdeckt wurde, von den Fundamentresten der Vorgängerkirchen aus den Jahren um 700, 850 und 1250 und den ortsgeschichtlich interessanten Urkunden und Aufzeichnungen, die sich seit 1729 in der Kugel auf der Spitze des Kirchturms befinden. Die wurden und werden bei Reparaturen seit 250 Jahren immer wieder durch neue Dokumente, Bilder und Münzen ergänzt.

De heutige Kirchenstandort ist also ein wahrhaft historischer Ort, an dem große Entwicklungen von autmundisstat bis Groß-Umstadt nachzuvollziehen sind. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein freut sich wie immer über zahlreiche Besucher, weist aber ausdrücklich darauf hin und bittet um Verständnis, dass der Kuhstall nur 60 Plätze bietet und bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Ggf. wird ein Wiederholungstermin angeboten.

Die Vortragsreihe 2012/13:
11.12. Franz Huber: „Die flächenmäßige Entwicklung der Stadt Umstadt von 1200 bis heute“
15.01. Heinz Müller: „Umstädter Fuhrleute und Spediteure“ - Das Transportwesen im Verlauf der Jahrhunderte
05.02. Dietrich Fengel: „Das Darmstädter Schloss und seine Besitzer“
26.02. Gisela Menge: „Die Geschichte der Kronleuchterfabrik Palme & Walter“ - Von Böhmen nach Umstadt
19.03. Heinz-Walter Laubscheer: „Der Umstädter Investiturstreit“
16.04. Bernd Peters: „Das Schneiderhandwerk in Umstadt“ - Vom Maßanzug zur Massenproduktion
14.05. Wilfried Köbler: „Das Leben in Umstadt während des Nationalsozialismus“ (Teil 1: 1933 bis 1939)

Erleben und genießen Sie die Detailkenntnis der Referenten und die spannenden Hintergründe und Zusammenhänge der historischen Entwicklung von Groß-Umstadt bei einem guten Glas Wein. Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen.

Das gesamte Programm steht auch hier auf der Homepage des Vereins, über den online-shop sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Bitte fragen Sie auch in den Umstädter Buchhandlungen nach der Reihe „autmundisstat“.

Ausflug zum Keltenfürst

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein hat auch in diesem Jahr eine Mitgliederfahrt vorbereitet, für die noch einige wenige Plätze zu belegen sind. Dank der frühzeitigen und inhaltlich hervorragenden Planung von Wilfried Köbler geht’s am Sa. 27. Oktober zur Keltenwelt am Glauberg. Abfahrt ist um 09:30 Uhr an der Bücherei auf der Rückseite der Stadthalle.

Um 11 Uhr beginnt der Besuch des Museums, des wieder errichteten Grabhügels und des ehemaligen Siedlungsareals der Kelten auf dem Glauberg. Das Ganze ist ein Rundweg von 1,5 bis 2 km, bitte fürs Gelände festes Schuhwerk mitnehmen!!! Die Führung dauert insgesamt 3,5 Std, darin enthalten ist eine 60-minütige Pause im dortigen Bistro. Dort kann, wer will, das Mittagessen (auf eigene Rechnung) einnehmen, die Plätze sind vorsorglich reserviert. In dieser Pause stehen die Gästeführer auch für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Um 14:45 Uhr ist Abfahrt nach Büdingen, wo um 15:30 Uhr die Altstadtführung (ca. 1,5 Stunden) beginnt. Bereits ab 17:15 Uhr ist die Einkehr beim Restaurant „Bleffe“ in der Altstadt möglich, das Abendessen (auf eigene Rechnung) wird ab 18 Uhr gereicht. Eine Speisekarte wird morgens im Bus verteilt. Zurück nach Umstadt geht’s dann um 20 Uhr.

Für die Führungen in Glauberg und in Büdingen werden 2 Gruppen gebildet. Die Kosten für diese kleine Studienfahrt betragen 25,- €/Person, darin enthalten sind die Fahrtkosten und beide Führungen. Anmeldungen bitte schnellstmöglich und bitte nur gegen Banküberweisung auf eines der nachgenannten Konten unter dem Stichwortwort „Glauberg“. Der Vorstand bittet um Verständnis, dass nur die Zahlung des Personenpreises als Anmeldung für die Studienfahrt gelten kann.
Sparkasse Dieburg - BLZ: 508 526 51 - Konto: 13153705
Volksbank Odenwald e.G. - BLZ: 508 635 13 - Konto: 2558025

Die Familie der Reichsfreiherren von Wambolt

„Das Wambolt´sche Schloss in Groß-Umstadt - ein Adelshof aus der Zeit der Renaissance“. Vortrag am Di., 23.10. - 20 Uhr  "Kuhstall"

Auswärtige Besucher der Umstädter Altstadt sind zumeist über die Größe und außergewöhnlich reiche Bebauung des Umstädter Marktplatzes überrascht, welche sicherlich zu den schönsten Stadtansichten in Südhessen gehört. Baugeschichtlicher Höhepunkt dieser bewusst geplanten städtebaulichen Entwicklung Umstadts war dabei die langwierige Planung und Errichtung des prachtvollen Renaissance-Rathauses im Jahr 1604. Zumeist steht aber eine derartige baukünstlerische Leistung und Entwicklung nicht allein und so muss man auch in Umstadt am Marktplatz nur etwas in die nahe Curtigasse weitergehen, um einen ähnlichen Renaissancebau wie das Rathaus zu entdecken; das Schloss der Familie der Reichsfreiherren Wambolt von Umstadt. Wie Geschwister ähneln sie sich die beiden Baudenkmäler in ihrer ganzen Gestaltung  insbesondere der hohen Sandsteingiebeln.

Offensichtlich entstammen beide Bauten der gleichen Zeit, ja scheinen vom selben Baumeister entworfen zu sein. Aber ist dem auch so? Und wer war da Vorbild für wen? Und wie kam es in einer kleinen Ackerbürgerstadt am Rand des Odenwaldes, wie es Umstadt um 1600 war, zu solch einer baukünstlerischen Prachtentfaltung im Stil der Deutschen Renaissance? Eine  Erklärung dafür ist die herrschaftliche Verbindung Umstadts zu der kunstliebenden „Kurpfalz“, jener reichen „Pfalzgrafschaft bei Rhein“, zu dessen Besitz die Hälfte Umstadts seit 1390 gehörte.

Reichsfreiherr Philipp III. Wambolt von Umstadt war dort um 1594 Großhofmeister am Heidelberger Schloss unter Kurfürst Friedrich IV. geworden. Seine vierte Ehefrau, Anna Margarete Knebel von Katzenellnbogen, muss Philipp wohl alsbald dazu gedrängt haben, ihr einen  standesgemäßen Witwensitz (Wittum) in der engen Gassen der Altstadt von Umstadt zu erbauen. Philipps Vater hatte schon durch den Aufkauf und den Abriss von mehreren bürgerlichen Häusern entlang der Curtigasse den dafür notwendigen Bauplatz für die großzügige dreiflüglige Schlossanlage geschaffen.

Nun war die Zeit reif! Nicht mehr so bescheiden wie bei den um 1590 erbauten einfachen „hessischen“ Renaissancegiebeln am Curtischloss sollte es zugehen, sondern jetzt kam die kurpfälzische Prachtentfaltung auch nach Groß-Umstadt.
Inwieweit Frau Knebel das Geschehen um die Gestaltung des Wambolt´schen Schlosses mitbestimmt hat, wissen wir leider heute nicht. Jedenfalls muss sie eine starke Frau gewesen sein. Mitten im Baugeschehen, als der Rohbau des Schlosses gerade steht, stirbt ihr Mann Philipp im Jahr 1601. Dennoch gelingt es Anna Margarete, alleine mit ihrer 3-jährigen Tochter Anna-Maria 1602 den Neubau des Schlosses zu vollenden. Sie wohnte dort wohl bis zu ihrem Tod im Jahre 1620.
 
Diese Geschichten, Verbindungen und weitere vor allem lokal- und kunstgeschichtlichen Bezüge zu einem der wertvollsten Baudenkmäler des Landkreises Darmstadt-Dieburg werden Sie an dem Vortragsabend in einer anschaulichen Entdeckungsreise zu hören und zu sehen bekommen.


Apfelmost und Sauerkraut

Kelterfest mit Live-Musik am 14. Oktober im Gruberhof

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Insbesondere Familien mit Kindern sind willkommen. Aus historischen Apfelkeltern gibt es frischen Most, das am „Brauchtumstag“ im August eingelegte Sauerkraut und die sauren Bohnen werden mit Rippchen zu einem deftigen Menü komponiert, im Steinofen wird leckeres Sauerteigbrot gebacken und selbstverständlich erwartet alle Gäste eine vielfältige Kuchentheke.

Das Programm beginnt um 11.00 Uhr. Ingrid Grubmüller wird an ihrem liebevoll gestalteten Kräuterstand feinste Düfte und Liköre anbieten, Antje Theurich und Gabriele Ludwig kredenzen ausgewählte Weinraritäten aus Umstädter Kellern und Heidelore Andres wird sich gemeinsam mit den hoffentlich zahlreich interessierten Kindern im Rahmen des „Kinder-Erlebnis-Museums“ mit Kartoffeldruck und Obstdörren beschäftigen. Ab 13.00 Uhr gibt’s außerdem Live-Musik mit dem Duo „Swing an´ Sing“.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - lautet das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gesammelten Umstädter Äpfeln Saft und wie aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... Viele landwirtschaftliche Geräte und Werkstätten laden zum Staunen und Plaudern über die Arbeitswelt „aus Großelternzeiten“ ein, selbstverständlich sind auch das bürgerliche Wohnhaus und das zeithistorische Museum geöffnet. Geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung.

Letztmalig am 14.10. ist die Sonderausstellung „Vom Gailsmäärd zum Winzerfest“ zu bestaunen, eine großartige Reminiszenz an das Markttreiben in Groß-Umstadt, das in diesem Jahr immerhin „75 Jahre Winzerfest“ feiert. Erleben Sie eine Rückschau auf die Vieh-, Fasel- und Pferdemärkte seit 1874 und insbesondere die Zeit ab dem „Gailsmäärd“ mit dem ersten Winzerfest im Jahr 1937.

Mit dem Kelterfest endet die Saison, am 2. Adventswochenende gibt es wieder den gemütlichen Weihnachtsmarkt, ansonsten bleibt die Pforte bis Ostern geschlossen - selbstverständlich sind Besuche und Führungen nach Anmeldung jederzeit möglich!

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Auch am 1. Sonntag im Oktober, dem 07.10. im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt der offene Handarbeitstreff statt. Dazu lädt Heidelore Andres, die 2. Vorsitzende, Jung und Alt wieder sehr herzlich ein.

Ab 14.00 Uhr findet das offene und freie Miteinander statt, Gelegenheit, zusammenzusitzen, sich austauschen, Erfahrungen weiterzugeben oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu zu entdecken. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Im Gegensatz zu früher sind diese Handarbeiten heute auch tatsächlich nicht mehr „nötig“ - denn es ist viel einfacher, sich alles neu zu kaufen! Wer aber Spaß dran hat, seinen Kopf, seine Hände und seine Kreativität zu nutzen, wer sich eine Technik aneignen und Materialien und Werkzeuge kennenlernen möchte, dem fällt es leicht, sich, oder als Geschenk für andere, etwas Schönes herzustellen. Das wäre dann wirklich „hand-made“. Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei. Im „Kuhstall“ ist immer Platz für tolle Geschichten, fügen Sie doch einfach ein paar neue hinzu … Für Kaffee und Kuchen ist selbstverständlich gesorgt, auch ein Blick ins Museum sei jederzeit empfohlen.

Historische Vorträge im Kuhstall

Georg Brenner erzählt vom „Schatz aus dem Kasten“

Immer wieder dienstags um 20.00 Uhr bietet der Museums- und Geschichtsverein Groß-Umstadt auch in diesem Herbst/Winter seine beliebte Vortragsreihe zur Geschichte an, erarbeitet, präsentiert und publiziert von der „Umstädter Runde“. Im Kuhstall des Gruberhofes startet Georg Brenner am Di. 25. Sept. mit der inzwischen 7. Staffel. Er nennt seinen aktuellen Beitrag „Der Schatz im Blechkasten“ - Alltagsleben eines Umstädters in den 20er und 30er Jahren.

Georg Brenner entführt seine Zuhörer in den Alltag seines homo autmundis, wie dieser seine Zeit vor knapp 100 Jahren in unserer Kleinstadt erlebt und gesehen hat. Folgen Sie ihm auf Schritt und Tritt durch den damaligen Alltag und lassen Sie sich hinreißen von Brenners unverwechselbarer Art zu plaudern. Wer, wenn nicht er, kennt alle Umstädter mit Namen, ihre Geschichten und Beziehungen, ihre Freuden und Sorgen. Freuen Sie sich auf die vielen Szenen und Situationen in der Familie, im Berufsleben und in der Geschäftswelt - das Groß-Umstadt der Weimarer Republik wird am Beispiel von Brenners Zeitzeuge gegenwärtig. So entsteht im Vortrag und mit einer Vielzahl von Zeitdokumenten und Bildern ein buntes Kaleidoskop dieser Epoche.

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein weist ausdrücklich darauf hin und bittet um Verständnis, dass der Kuhstall 60 Plätze bietet und bei großer Nachfrage nicht alle einen Platz bekommen können. Ggf. wird ein Wiederholungstermin angeboten.

Die Vortragsreihe 2012/13:

  • 23.10. Norbert Kottmann: „Die Familie der Reichsfreiherren von Wambolt und ihrer Besitzungen in Umstadt“
  • 20.11. Arnold Straub: „Funde auf und unter der Stadtkirche“ - Von den Grundmauern der „villa rustica“ bis zu den Schätzen in der Kirchturmspitze
  • 11.12. Franz Huber: „Die flächenmäßige Entwicklung der Stadt Umstadt von 1200 bis heute“
  • 15.01. Heinz Müller: „Umstädter Fuhrleute und Spediteure“ - Das Transportwesen im Verlauf der Jahrhunderte
  • 05.02. Dietrich Fengel: „Das Darmstädter Schloss und seine Besitzer“
  • 26.02. Gisela Menge: „Die Geschichte der Kronleuchterfabrik Palme & Walter“ - Von Böhmen nach Umstadt
  • 19.03. Heinz-Walter Laubscheer: „Der Umstädter Investiturstreit“
  • 16.04. Bernd Peters: „Das Schneiderhandwerk in Umstadt“ - Vom Maßanzug zur Massenproduktion
  • 14.05. Wilfried Köbler: „Das Leben in Umstadt während des Nationalsozialismus“ (Teil 1: 1933 bis 1939)


Erleben und genießen Sie die Detailkenntnis der Referenten und die spannenden Hintergründe und Zusammenhänge der historischen Entwicklung von Groß-Umstadt bei einem guten Glas Wein. Eintritt für die Vorträge wird nicht erhoben, freiwillige Spenden für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins sind willkommen.

Das gesamte Programm steht auch auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Bitte fragen Sie auch in den Umstädter Buchhandlungen nach der Reihe „autmundisstat“.

Monatlicher Handarbeitstag im „Kuhstall“

Attraktives Herbstprogramm im Gruberhof

Ab sofort findet jeden 1. Sonntag im Monat ein offener Handarbeitstreff im „Kuhstall“ des Gruberhof-Museums in Groß-Umstadt statt. Dazu lädt Heidelore Andres, die 2. Vorsitzende, Jung und Alt sehr herzlich ein, die erste Begegnung startet am kommenden Sonntag, 02. Sept. ab 14.00 Uhr.

Es soll in offenes und freies Miteinander werden, bei dem man zusammensitzt, sich austauscht, Erfahrungen weitergibt oder vielleicht das Stricken, Häkeln, Stopfen, Nähen, Sticken, Spinnen oder Weben wieder oder ganz neu entdeckt. Das lockere Miteinander bietet insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit, sich diesen kleinen Handarbeitstechniken zu nähern, die in der Schule oft nicht mehr vermittelt und im Alltag kaum noch angewendet werden. Im Gegensatz zu früher sind diese Handarbeiten heute auch tatsächlich nicht mehr „nötig“ - denn es ist viel einfacher, sich alles neu zu kaufen! Wer aber Spaß dran hat, seinen Kopf, seine Hände und seine Kreativität zu nutzen, wer sich eine Technik aneignen und Materialien und Werkzeuge kennenlernen möchte, dem fällt es leicht, sich, oder als Geschenk für andere, etwas Schönes herzustellen. Das wäre dann wirklich „hand-made“ und nicht ein Pseudo-Unikat der Massenfertigung. Wer auch immer mal reinschnuppern möchte, bringe sich bitte gleich alle Utensilien mit oder komme einfach zum Schauen, Plaudern und Abgucken vorbei. Im „Kuhstall“ ist immer Platz für tolle Geschichten, fügen Sie doch einfach ein paar neue hinzu … Für Kaffee und Kuchen ist selbstverständlich gesorgt, auch ein Blick ins Museum sei jederzeit empfohlen.

Am gleichen Wochenende ist der Verein mit einer Delegation bei der Jubiläumskerb in Semd vertreten. Jeweils am Samstag (01.09.) und Sonntag (02.09.) wird ab 14.00 Uhr ein Stand in der Ernst-Reuter-Straße („Beschgasse“) aufgebaut, an dem leckere Waffeln mit Großmutters Waffeleisen gebacken werden. Ein anschaulicher und schmackhafter Beitrag zum 700-Jahr-Jubiläum des geschichtsbewussten Semd.

An den beiden darauffolgenden Wochenenden bleibt das Museum geschlossen, denn am 08. und 09. Sept. ist Bauernmarkt und Energiemesse, vom 14. bis 17. Sept. ist Winzerfest. So geht der regelmäßige Sonntagsbetrieb erst wieder am 23. Sept. ab 13.00 Uhr weiter, bis Mitte Oktober - wenn am 14. Okt. das große Kelterfest ansteht und frischer Most, duftendes Brot und Live-Musik die Saison abschließen.Bis dahin ist auch noch die einmalige Sonderausstellung „Vom Gailsmäärd zum Winzerfest“ zu bestaunen, eine großartige Reminiszenz an das Markttreiben in Groß-Umstadt, das in diesem Jahr immerhin „75 Jahre Winzerfest“ feiert. Erleben Sie eine Rückschau auf die Vieh-, Fasel- und Pferdemärkte seit 1874 und insbesondere die Zeit ab dem „Gailsmäärd“ mit dem ersten Winzerfest im Jahr 1937.Schon vorher, am Di. 25. Sept., beginnt die inzwischen 7. Vortragsreihe zur Stadtgeschichte, wenn Georg Brenner aus dem Alltagsleben eines Umstädters in den 20er und 30er Jahren plaudert. Das gesamte Programm mit 10 spannenden Themen, etwa zur Familie der Reichsfreiherren von Wambolt, Schätze in der Kirchturmspitze und die Geschichte der Kronleuchterfabrik Palme & Walter“, steht schon auf der Homepage des Vereins (www.gruberhof-museum.de). Dort sind auch die Bücher zu bestellen, in denen alle bisherigen Vorträge gesammelt sind und von denen z. T. nur noch Restexemplare vorrätig sind. Bitte fragen Sie auch in den Umstädter Buchhandlungen nach der Reihe „autmundisstat“.

Am 2. Adventswochenende, Sa. 08. und So. 09. Dezember, findet wieder der gemütliche Adventsmarkt statt mit festlichen Buden, Live-Musik, Nikolaus, Naschwerk und vielen Überraschungen.

Brauchtum im Gruberhof

Mulsum, Mustaceus und Hypocras

Der 19. August im Gruberhof steht ganz im Zeichen dreier Brauchtumsthemen, die spannender kaum sein könnten: ganz klassisch gibt’s Kraut schneiden und Bohnen schnippeln, Brot und Waffeln backen wie es früher so war … frisch verarbeitet in reiner Handarbeit. Dazu kommt wieder ein eigenes Kinderprogramm der Museumsführer, diesmal gehts ums Filzen, und als Drittes es gibt 3 historische Weinproben und einen mittelalterlichen Kräuterstand.

Doch eins nach dem anderen: Der Brauchtumstag im Frühherbst verweist immer schon ein wenig auf Erntedank. Ein großer Ährenkranz weist in diesem Jahr konkret darauf hin, dazu kommt typische „Hausarbeit“, wie sie der Ernte- bzw. Jahreszeit angemessen ist: Weißkohl wird gehobelt und sauer eingelegt, gleiches gilt für grüne Bohnen; wer mag, darf gerne selbst an der Schnippelmaschine drehen … Im Steinofen werden wieder 50 Brote und Streuselkuchen gebacken, an Omas Küchenherd mit Wendeeisen gibt es leckere Waffeln und eine Kräuterfrau wir an ihrem Stand alles bieten, was aus und mit Kräutern herzustellen ist, vom Salbeilikör bis zum Kräuterkissen.

Schon im vorigen Jahr haben einige Damen aus dem Team der Museumsführer ein eigenes Kinderprogramm aufgelegt, diesmal geht es um Wolle filzen. Dabei können die Kinder farbige Schafswolle mit warmer Seifenlauge einreiben und erhitzen, wobei sie filzig wird. Durch Walken, Drücken und Kneten entsteht ein völlig verfilzes Material, das wiederum zu den unterschiedlichsten Gegenständen und Formen ausgestaltet werden kann. Jeder hat schon mal von Filzpantoffeln oder einem Filzhut gehört, sogar die Jurte, das Zelt der mongolischen Nomaden wurde bzw. wird aus Filz hergestellt. Dazu sind alle Kinder jeden Alters gerne eingeladen, Material ist ausreichend vorhanden, bringt einfach Geduld und Neugier mit, es wird viel Spaß machen.

Die Erwachsenen dagegen dürfen sich schon jetzt auf die historische Weinverkostung freuen. Else Hintz und das Gruberhofteam haben sich wieder tolle Aktionen ausgedacht, die natürlich passen sollen zum Jahresmotto „Vom Gailsmäärd zum Winzerfest“. Immerhin feiert Groß-Umstadt in diesem Jahr „75 Jahre Winzerfest“ und der Museumsverein hatte im Mai eine weithin gelobte Ausstellung eröffnet, die selbstverständlich noch bis Ende des Jahres zu sehen sein wird!

Für den Brauchtumstag entstand dazu passend die Idee, Geschichte und Wein noch einmal lebendig zu machen - und die Besucher erwartet an 3 ganz besonderen Ständen u.a. römischer Mulsum, ein weißer, mit Pfeffer und Honig angereicherter Gewürzwein, ausgeschenkt von 2 echten Römerinnen. Dazu werden Mustaceus gereicht, leckere Mostbrötchen nach einem Rezept von Apicius.

An einem zweiten Stand wird Hypocras gereicht, ein mit Honig stark gesüßter roter Gewürzwein, dem man im Mittelalter medizinische Eigenschaften zuschrieb. Das Getränk war wegen der damals sehr teuren Gewürze nur an den Höfen von Königen und reicher Adliger üblich. Auch hier werden die Gäste von zeitgemäß gewandetem Personal bedient. Bauernbrot mit Quark, Kräutern, Speck und/oder Zwiebeln gehört selbstverständlich dazu.

Direkt vor dem alten Weinkeller unter dem Wohnhaus wird ein dritter Stand Umstädter Weinraritäten anbieten, eine einmalige Zusammenstellung von z. T. gespendeten Weinen ab Jahrgang 1976. Oft sind nur noch wenige Flaschen da, es dürfte also ein einmaliges Erlebnis werden, diese seltenen und längst vergessenen Tropfen zu kosten. Dazu gereicht werden „Wingertsknörzchen“, leckere Kräuterhörnchen.

Nicht verpassen sollten die Besucher bei allen Attraktionen im Hof den ausführlichen Blick ins Museum selbst, dort hat der Verein viele Abteilungen neu gestaltet, Exponate zugeordnet, beschriftet und viel Wissenswertes ergänzt. Und selbstverständlich gibt es neben den o.g. Spezialitäten Krautsalat und Sauerkraut, je nach Wunsch mit Ofenbraten oder Bratwurst, Kaffee und Kuchen, sowie Erfrischungsgetränke und Wein - Fassbier und Livemusik sind diesmal nicht bestellt. Wir freuen uns auf Ihren Besuch mit der ganzen Familie!

Handwerkertage im Gruberhof

Kinder machen Seife - Montag spielt das „Autmundis Jazztett“

Wagner, Korbflechter, Filzerin oder Schmied - wie die früher gearbeitet und was sie hergestellt haben, wer weiß das schon? Schaut man ihnen zu und spricht man mit ihnen, mit den wenigen, die das noch können, kommt man schnell ins Staunen: Sie beeindrucken durch profunde Materialkenntnis und wissen um die Kraft der Elemente, nutzen Jahrhunderte alte Erfahrung und können gut unterscheiden zwischen Eile und Weile. Viele produzierende Handwerker sind völlig aus unserem örtlichen Leben verschwunden. Wie sie gearbeitet, wer sie beliefert und an wen sie verkauft haben - wir sehen es heute nicht mehr.

Umso lieber erfüllt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein eine seiner Aufgaben dadurch, dass er immer wieder die selten gewordenen Handwerker einlädt. So ist es möglich, dem Publikum und insbesondere den Kindern zu zeigen, was kluge und geschickte Menschen vor gar nicht so langer Zeit mit ihrer Hände Arbeit alles herstellen konnten. Das zeigen an beiden Feiertagen von 11.00 bis 18.00 Uhr außer den o.g. „Gastarbeitern“ auch der Weber, Intarsien-Schreiner, Malermeister, Schmuckhersteller, Klöppler und natürlich der Bäcker, der wieder im Steinofen des Gruberhofes frisches Sauerteigbrot backt. Besonders gespannt sein darf das Publikum auf eine „Kinderwaage“.

Zum Programm passend, haben sich einige Museumsführer wieder eine Aktion für Kinder ausgedacht. Diesmal geht es darum, mit eigenen Händen und guten Ideen aus Kernseife feine Seifen herzustellen. Unterschiedliche Duftnoten und Formen sind möglich, neugieriges Ausprobieren ist dringend erwünscht!

 

Am Pfingstmontag gibt es ab 13.00 Uhr Live-Musik mit dem „Autmundis Jazztett“, bekannt durch seine Auftritte im Jazzkeller beim „Frankfurter“. Selbstverständlich sind an beiden Tagen alle Abteilungen des Museums geöffnet, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Leckeres Essen - Bauernfrühstück und die klassische Bratwurst - Erfrischungstränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier sowie fair gehandelter Kaffee und Kuchen machen den Aufenthalt auch kulinarisch zum Genuss.

„Vom Gailsmäärd zum Winzerfest“

Gruberhof feiert am Internationalen Museumstag „75 Jahre Winzerfest“

Am So. 20. Mai findet der Internationale Museumstag unter dem Motto: „Welt im Wandel - Museen im Wandel“ statt und der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. nimmt mit seinem Jahresthema: „75 Jahre Winzerfest - Vom Gailsmäärd zum Winzerfest“ daran teil. „Zu unserem diesjährigen Schwerpunktthema, das wir schon seit Monaten vorbereiten“, freute sich der 1. Vorsitzende, Reiner Schütz, „planen wir zwar mehrere Veranstaltung über die ganze Sommersaison, als Auftakt bietet sich der Museumstag aber optimal an.“

Um 11.00 Uhr wird die einmalige Ausstellung in der großen Scheune eröffnet. Geladen sind alle ehemaligen und die amtierenden Weinhoheiten, der Landrat und alle Mandatsträger der Stadt Groß-Umstadt, befreundete Heimatvereine, Freunde und Förderer des Museumsvereins und natürlich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Erleben Sie eine Reminiszenz auf die Markt-Geschichte der Stadt, auf Vieh-, Fasel- und Pferdemärkte seit 1874 und insbesondere die Zeit ab dem „Gailsmäärd“ mit dem ersten Winzerfest im Jahr 1937. Damals noch echter Vieh- und Versorgungsmarkt mit Seilern, Korbmachern, Wagnern, Küfern, Sattlern und vielen mehr, ist der „Bauernmarkt“ heute willkommene Begleitveranstaltung zum Winzerfest.

Die umfassende Dokumentation ist so noch nie komponiert worden, es wird eine sehenswerte Rückschau auf den Wandel der Markt- und Festkultur mit einer Galerie der Weinhoheiten und ihren Kronen, mit Fotos von fantastischen Festumzügen und mit vielen amüsanten, erstaunlichen und überraschenden Dokumenten. Viele Besucher werden ihnen noch vertraute Szenen und Menschen wiederentdecken, das verspricht ein heiteres Erinnern und Wiedersehen.

Kulinarisch locken ganz traditionell „Weck, Worscht und Woi“ samt einer Weinprobe im OWK-Stand und selbstverständlich eine reichhaltige Kuchentheke.

 

Ab 13.00 Uhr spielt die Band „Heed - the Call“ country und acoustic Rock der 60er und 70er Jahre. Die Gruppe arbeitet nur mit Akustikinstrumenten, Percussion und ihren Stimmen, konsequenterweise verzichtet sie auf Schlagzeug und eine große Anlage. Zum Repertoire gehören gelungene Coverversionen bekannter Größen wie Crosby, Stills, Nash & Young, Linda Ronstadt, Beatles, Eagles, etc. Vorgetragen mit einer guten Portion Selbstironie, ein Garant für beste Stimmung und gute Laune.

Im weiteren Jahresprogramm sind u.a. noch eine „historische“ Weinprobe vorgesehen und die Vorführung von Werkzeugen, wie sie früher im Wingert benutzt wurden - zum Bestaunen und selber Ausprobieren.

„Umstadt auf alten Postkarten“

Zum Abschluss der 6. Vortragsreihe im Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. präsentiert Heinz Müller am Di., 17. April um 20.00 Uhr „Umstadt auf alten Postkarten.“ Die Besucher erwartet eine exklusive Revue von Postkarten und Ansichtskarten aus der Zeit von 1871 bis heute und interessantes Hintergrundwissen zur Geschichte der Postkarte, wie man das Alter der Kleinode bestimmen kann und man sie als Zeitdokumente sammelt und aufbewahrt.

Heinz Müller, als Philatelist und Kenner der Postgeschichte bestens bekannt, wird den Besuchern die älteste bekannte Ansichtskarte von Groß-Umstadt zeigen, anhand zahlreicher Beispiele besondere Ereignisse, Personen, Straßenansichten und Gebäude vorstellen und so ein umfassendes Bild von Groß-Umstadt zeichnen, das wieder bzw. neu zu entdecken mit Sicherheit viele Überraschungen bietet.

Wenn Sie erfahren wollen, wer als Hauptinitiator der Umstädter Ansichtskarte gilt, wie das Jubiläum der Provinzialgewerbeausstellung 1899 dargestellt wurde, was eine lithografische oder eine Prägekarte ist und welche Person auf einer Postkarte von 1910 zu sehen ist, die auf einer Karte von 1930 die gleiche Hausecke ziert … dann sollten Sie am 17. April rechtzeitig im Gruberhof sein, denn die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins ist aber immer willkommen. Bitte fragen Sie auch nach den Sammelbänden, in denen die bisher sehr erfolgreichen und spannenden Vortragsreihen abgedruckt sind. Sie sind bebildert und kosten je nach Umfang zwischen 9,- € und 18,- €, direkt zu erwerben nach dem Vortrag.

Saisoneröffnung an Ostern

Ostermontag mit der Band „Heartbreaker“

Der lange Winter ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Endlich wieder draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Das bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Ostersonntag, 08.04. und Ostermontag, 09.04. jeweils ab 11.00 Uhr.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Landwirtschaft, Handwerk, Kulturgeschichte, Archäologie, ja sogar Exponate von Franken und Römern sind zu sehen, die Spuren in Groß-Umstadt hinterlassen haben. In diesem Jahr lohnt es sich besonders, denn sowohl die Spinn- und Webstube als auch die Weinbauabteilung und die Neusteinzeit wurden gründlich überarbeitet und neu gestaltet.

Für den gemütlichen Teil sorgen zahlreiche leckere Kuchen zum „fair gehandelten“ Kaffee, aber auch Frühlingsquark und Pellkartoffeln, hausmacher Wurstplatte und die klassische Bratwurst sind zu haben. An beiden Tagen wird Harry Seliger Brot und Kuchen backen, immer wieder eine besondere Attraktion. Am Montag spielt dann ab 13.00 Uhr „Heartbreaker“, gute Stimmung und unaufdringliche Unterhaltung sind garantiert.

Die „Herzensbrecher“ waren schon mehrmals Gast im Gruberhof und sind eine feste Nummer beim Winzerfest. Sie bieten flotte Rhythmen für eine jung gebliebene Fangemeinde von Leuten jenseits der 50 ... Der berühmte mehrstimmige Gesang und die professionelle Beherrschung des Sounds wirkt aber auch bei jüngeren Menschen Wunder - da gehen alle mit, die Füße wippen und die Musik geht ins Blut. Im Repertoire haben sie Rock´n Roll von Chuck Berry bis Elvis, Oldies wie Satisfaction und Lady Madonna und Rhythm´ Blues von ZZ Top ... und als Sahnehäubchen immer die schönsten Instrumentals von den Shadows und Westernhagen!

„Die industrielle Entwicklung Umstadts“

Von der „Pferdestärke“ zum Motor

Am Di. 06. März um 20.00 Uhr gibt Gregor Schäfer in seinem Vortrag zur industriellen Entwicklung Umstadts einen sehr interessanten Überblick über die sozial- und wirtschaftspolitisch so revolutionäre Industrialisierung ab dem 19. Jahrhundert. Im Kuhstall des Gruberhofes erfahren Sie, wie jahrhundertelange agrarische und handwerkliche Produktionsweisen zunehmend von Maschinen übernommen wurden, wie „Pferdestärken“ zu einem Hauptmerkmal von Motoren wurden, wie menschliche zu maschineller Arbeit wurde, wie gelerntes Wissen und Generationen übergreifende Erfahrung an Wert verloren, weil Technik und automatisierte Produktionsverfahren ein ganz anderes Denken und Wissen erforderten.

Der eine oder andere wir schon von Gerhart Hauptmanns berühmten Theaterstück „Die Weber“ gehört haben und von deren Aufständen gegen die zunehmende Industrialisierung. Auch das Wort „Sabotage“ kommt aus der Zeit großer Umwälzungen im 19. Jahrhundert, als französische Arbeiter ihre Holzschuhe, „sabots“ genannt, in Maschinen und auf Eisenbahngleise warfen, um den mechanisierten Betrieb zu „stören“.

Gregor Schäfer wird in seinem Beitrag aufzeigen, welche Ursachen und Voraussetzungen auch in Groß-Umstadt „moderne Zeiten“ heraufbeschworen und welche Unternehmen sich etabliert haben. Folgen Sie der Geschichte zahlreicher Betriebe, die innovativ, wirtschaftlich potent und weltweit auf dem Markt waren - aber auch wieder versanken und heute nur noch im Museum aufzufinden sind. Aus der Sicht von heute dürfte der Rückblick auf die Ära der rauchenden Schornsteine und der Dampfrösser ein sehr spannender und aufschlussreicher sein.

Der Museumsverein lädt Jung und Alt sehr herzlich zu dieser Zeitreise ein, verbunden mit der Bitte, rechtzeitig da zu sein, um einen guten Platz zu bekommen. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins ist aber immer willkommen. Bitte fragen Sie auch nach den Sammelbänden, in denen die bisher sehr abgeschlossenen fünf Vortragsreihen abgedruckt sind. Sie sind umfassend bebildert und kosten je nach Umfang zwischen 9,- € und 18,- €, direkt zu erwerben nach dem Vortrag. Am Di. 17. April endet die aktuelle Vortragsreihe mit Heinz Müller und seinem Thema: „Umstadt auf alten Postkarten“.

„Die Geschichte der Umstädter Molkerei“

Vom Aufstieg und Niedergang einer erfolgreichen Genossenschaft

Am Di. 14. Februar um 20.00 Uhr dreht sich im Kuhstall des Gruberhofes, der guten Stube des Museums- und Geschichtsvereins, alles um die Geschichte der Umstädter Molkerei - vielen Menschen kaum noch oder gar nicht in Erinnerung. Gisela Menge hat sich dieses besonderen Themas angenommen und ist, wie alle anderen Vortragenden der „Umstädter Runde“, immer und immer wieder in Archiven und alten Schriften auf die Suche gegangen. Aus vielen Puzzlesteinen ist am Ende ein Vortrag geworden, zu dem der Verein wieder alle an der Stadtgeschichte interessierten Menschen jeden Alters herzlich einlädt.

Woran mag es liegen, fragt die Referentin, dass man sich in Groß-Umstadt an die Niederlegung der Genossenschafts-Molkerei nur noch vage erinnert? Sie zeitlich nur noch schwer einordnen kann? Und warum wurden die letzten Betriebsjahre dieses einst blühenden Unternehmens öffentlich kaum noch wahrgenommen? Dabei kann die Bedeutung dieses frühesten genossenschaftlichen Produktionsbetriebes gar nicht hoch genug eingeschätzt werden! Wurde die Molkerei-Genossenschaft doch einst gegründet, um die überwiegend landwirtschaftlich orientierte Bevölkerung Umstadts aus Not und wirtschaftlicher Misere herauszuführen!

Der Vortrag versucht, den rasanten Aufstieg der Molkerei, die erstaunlichen Leistungen, aber auch die dramatischen Tiefen ihrer Geschichte aufzuzeigen - immer mit dem Blick auf die Menschen, die selbst Teil dieser Geschichte wurden

Der Museumsverein lädt dazu ein, rechtzeitig da zu sein, um einen guten Platz zu bekommen. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins ist aber immer willkommen. Bitte fragen Sie auch nach den Sammelbänden, in denen die bisher sehr erfolgreichen und spannende Vortragsreihen abgedruckt sind. Sie sind bebildert und kosten je nach Umfang zwischen 9,- € und 18,- €, direkt zu erwerben nach dem Vortrag. Am Di. 06. März geht’s weiter mit dem Thema „Die industrielle Entwicklung Umstadts vom 19. Jh. bis heute“, vorgetragen von Gregor Schäfer.

„Geschichte und Museumsschätze“

Stadtgeschichte von der Steinzeit bis heute

Die Vortragsreihe der „Umstädter Runde“ im Umstädter Museums- und Geschichtsverein erfreut sich großer Beliebtheit und „läuft“ inzwischen im 6. Jahr. Zumeist geht es um stadtgeschichtliche Themen; und wo besser könnte das präsentiert werden als im „Kuhstall“ des Gruberhofes - ein Ensemble, das Geschichte atmet! So hat sich Arnold Straub für seinen Vortrag am Di. 17. Januar um 20.00 Uhr genau das vorgenommen, was so nahe liegt: „Das Museum Gruberhof“ - Historie und Museumsschätze eines vereinsbetriebenen städtischen Museums.

Ist der Gruberhof Bauernhof, Museum oder schönster Biergarten in Groß-Umstadt? Diese Frage lässt sich schnell beantworten: Das Groß-Umstädter Museum „Gruberhof“ ist ein lebendiges und lebendes Museum, das das geschichtliche und kulturelle Erbe der Menschen unserer Stadt und der Region bewahren und vermitteln will.

Aber wer von Ihnen kennt die Geschichte des Anwesens und seine Sammlungen? Wir haben freilich keine Schätze, wie sie in Ausstellungen zur Staufer- und Salierzeit oder auch dem alten Ägypten zu bewundern waren, aber immerhin mehr als 40.000 originale Ausstellungsstücke von der Steinzeit über die Römerzeit und das Mittelalter bis hin zur Neuzeit. Unsere Schätze sind auch die vielen alltäglichen Gegenstände aus Landwirtschaft und Handwerk, die noch unsere Großeltern benutzten. Ohne ein Museum wie den Gruberhof wären sie bald unwiederbringlich verloren.

Arnold Straub ist ehrenamtlicher Museumsführer und arbeitet in der „Umstädter Runde“ aktiv an der Aufarbeitung der Umstädter Geschichte mit. Er wird Sie in seinem Vortrag mit vielen Bildern auf einen „virtuellen“ Rundgang durch das Museum mitnehmen und Ihnen den Gruberhof und seine Sammlungen vorstellen - Sie können gemütlich im Kuhstall sitzen und werden doch das Museum in allen Einzelheiten erleben.

Zu diesem bisher einzigartigen „Rundgang“ heißt der Museumsverein alle Interessenten jeden Alters herzlich willkommen und lädt dazu ein, rechtzeitig da zu sein, um einen guten Platz zu bekommen. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsvereins ist aber immer willkommen. Der nächste Vortrag findet am Di. 14. Februar 2012 statt. Gisela Menge hat „Die Geschichte der Umstädter Molkerei“ aufgearbeitet.

„Die Entwicklung von Groß-Umstadt nach 743 n. Chr.“

Zwischen Pferdsbach und Kirchenhügel

In der Umstädter Runde, dem Kreis von ca. 20 fach- und sachkundigen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt ist Franz Huber derjenige, der sich nicht nur sehr gut mit Wein auskennt, dessen Spezialität seit vielen Jahren schon die Geologie und die frühmittelalterliche Entwicklung der Menschensiedlung „autmundisstat“ ist. Seine bisherigen Vorträge könnte man einspannen in die Begriffe Geologie, Geographie, frühe Siedlungsentwicklung, Land- und Flächennutzung und natürlich Weinbaugeschichte.

In seinem aktuellen Vortrag zur Stadtgeschichte am Di., 20.12. um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofes nun geht es um die „flächenmäßige Stadtentwicklung Umstadts nach der Stadtgründung 743“. Dazu lenkt er u.a. den Blick auf den jüngst eingerichteten Stadtrundgang, an dem entlang man offensichtlich den Flächenanspruch und die Entwicklung der Altstadt in die natürlich vorgegebene Flächengestalt erfassen kann. Die Vorteile der Siedlungsfläche an den Ufern des Pferdsbaches, der bis zur Stadtummauerung im 12. Jahrhundert unterhalb des Kirchenhügels vorbeifloss, waren schon von den Römern erkannt worden. Die Erweiterung der Ansiedlung erfolgte entlang des Grates eines Hügelsporns, der in seiner fein strukturierten Form noch heute zu erkennen ist.

Die Planung der Stadtmauer musste sich nach diesen geografischen Vorgaben richten und dabei die historischen Besitzstände beachten, die in das gestalterische Konzept der Stauferzeit eingebunden werden sollten. An projektierten Wegen durch die Neustadt wird Franz Huber deutlich machen, zu welchen Zeiten Anstöße und Impulse zur Siedlungserweiterung führten - als Eigenentwicklung oder von außen aufgedrängt.

Die Erweiterung über die umgürtete Siedlung hinaus unterblieb dabei bis ins 19. Jahrhundert! Erst ab 1875 begann die gezielte Vergrößerung der Siedlungsfläche. In knapp 200 Jahren hat sie sich dann rasch von ca. 12 ha auf 315 ha vergrößert, die Einwohnerzahl stieg dabei von ca. 2.800 auf ca. 10.000. Das Besondere und Interessante von Groß-Umstadt begründet sich nach Auskunft des Referenten in der Altstadt selbst und in der Expansion über die Grenzen der ehemals umgürteten Stadt hinaus.

Der Museumsverein heißt Sie herzlich willkommen und bittet um Verständnis, dass im „Kuhstall“ nur rund 60 Plätze verfügbar sind. Der Eintritt ist frei, eine kleine Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Der nächste Vortrag findet am Di. 17. Jan. 2012 statt. Arnold Straub gibt einen umfassenden Einblick in den Gruberhof selbst: „Historie und Museumsschätze eines vereinsbetriebenen städtischen Museums.“

Adventsmarkt

1001 Grund für einen Besuch am 2. Adventswochenende

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein auch in diesem Jahr für das bevorstehende 2. Adventswochenende vorbereitet und leistet damit einen erlebenswerten Beitrag zum Umstädter Adventsgeschehen in der Innenstadt und in einigen Stadtteilen.

Es haben sich zahlreiche Standbetreiber angemeldet. Angeboten wird von Vereinen oder Privatpersonen alles rund um Marmeladen, Handarbeiten, Selbstgebasteltes, Honig, Bienenwachskerzen, Wollmützen, Schals, Muffs, Grußkarten, Keramikartikel, afrikanische Volkskunst, Holzarbeiten und -spielwaren aus Werkstätten für Behinderte. Vieles andere mehr können die Besucher in der heimeligen Kulisse der großen Scheune und des fränkischen Vier-Seiten-Hofes zu entdecken. Der Lions Club hat sich wieder bereit erklärt, die Bücher des Museumsvereins und der Stadt zu verkaufen, allemal schöne Weihnachtsgeschenke.

Fürs leibliche Wohl sorgen die klassische Bratwurst und Pommes, Waffeln, Maronen, sowie Kaffee und Kuchen, heißer Kakao, Met, Glühwein, Jagertee und vieles mehr.

Selbstverständlich werden feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, mehrere Musik- und Gesangsbeiträge stehen auf dem Programm, eine tolle Nikolaus-Sammlung, eine Modelleisenbahn, Klöppelarbeiten, Klavierspiel und Vorlesungen sorgen für Kurzweil und es gibt 1001 Grund, am Samstag und am Sonntag des 2. Adventswochenendes zwischen 15.00 und 20.00 Uhr schöne Stunden im Gruberhof zu genießen. Am Sonntag gegen 16.00 Uhr kommt der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder.

„Die Kleider der Nofretete“

Vortrag zu Textilien im alten Ägypten

Die diesjährigen Veranstaltungen des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins standen unter dem Motto „Leute machen Kleider - Kleider machen Leute“ - eine Retrospektive der Textilherstellung vom Flachs zum Hemd samt einer historischen Modenschau. Am Di., 29. Nov. um 20.00 Uhr bietet Dietrich Fengel mit seinem Vortrag eine archäologische Ergänzung dazu.

Im Niltal wurde neben Gerste und Emmer auch Flachs angebaut. Über 2000 Jahre waren die Ägypter ausschließlich in Leinen gekleidet. Erst im letzten Jahrtausend tauchte Wolle auf, zunächst wohl als Importware. Das heiße Wüstenklima verlangte leichte Kleidung, Nacktheit und transparente Stoffe waren vor allem bei Frauen keine Seltenheit. Da die Ägypter alles aufgeschrieben bzw. modelliert haben, gibt es viele Dokumente über die Flachsverarbeitung, Spinnen, Weben und die Kleidung selbst. Große Mengen an Leinenstoff sind für die Mumien verwendet worden, in den Grabkammern und Magazinen haben sich Textilien gut erhalten.

Über Jahrtausende hinweg hat sich die Kleidung kaum verändert. Die Männer trugen unterschiedlich zugeschnittene Lendenschurze, der Oberkörper war nackt oder von einem oft gefältelten Hemd bedeckt. Frauen zeigten sich meistens in engen, transparenten Trägerkleidern, die eine Brust frei ließen. Der Oberkörper war oft mit einem Tuch bedeckt, das bis zum Boden reichen konnte.

Der Vortrag beschäftigt sich zunächst mit dem wohl am längsten währenden Reich in der Menschheitsgeschichte. Anhand von Aufzeichnungen wird Dieter Fengel den Weg vom Flachs zum Gewebe nachverfolgen und die Frage „Wie unterscheide ich Flachsfasern von anderen textilen Fasern?“ mit Hilfe von elektronenmikroskopischen Aufnahmen beantworten. Ausführlich wir er die Kleidung darstellen, beginnend mit einer über 5000 Jahre alten Abbildung bis hin zur Kleidung während der röm. Besatzung (etwa 200 n. Chr.). Auch der Totenkult und die Bedeutung von Leinen dabei werden aufgearbeitet.

Sichern Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze im „Kuhstall“, der Eintritt ist frei. Eine freiwillige Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Am Sa. 03. und So. 04. Dezember ist dann zunächst Adventsmarkt im Gruberhof, der nächste Vortrag findet am Di., 20. Dezember statt, von und mit Franz Huber: „Flächenmäßige Stadtentwicklung Umstadts nach der Stadtgründung 743“.

„Der Heubacher Religionskrieg“

Historische Vortragsreihe im Gruberhof mit „aufregenden“ Themen

Am Di., 08. Nov. um 20.00 Uhr ist wieder „Vortrags-Zeit“ im Kuhstall des Gruberhofs, dem Domizil des Umstädter Museums- und Geschichtsverein. Sehr herzlich lädt diesmal Heinz-Walter Laubscheer zu einem spannenden Wortvortrag ein, der nicht nur eine Antwort gibt auf die schon so oft gestellte Frage: „Warum gibt es in dem kleinen Groß-Umstädter Stadtteil Heubach zwei evangelische Kirchen?“

Heubach mit seinen heute rund 1800 Einwohnern hat sogar drei Kirchen, davon ist die ehemalige reformierte die älteste. Ihr Turm stammt aus dem 11. Jahrhundert, Schiff und Chor wurden 1754/59 wieder aufgebaut. Um dieselbe Zeit entstand das lutherische Gotteshaus mit seiner schönen Fassade. Die katholische Kirche, ein Sandsteinbauwerk, stammt aus der jüngsten Vergangenheit.

Der frühere Pfarrer und Dekan Laubscheer, in Heubach zu Hause, befasst sich insbesondere mit den innerkonfessionellen Spannungen und Auseinandersetzungen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, dem so genannten „Heubacher Religionskrieg“. Erfahren Sie alles über die Hintergründe, die Abläufe, die Menschen und Motive dieses ganz ungewöhnlichen Kapitels der Heubacher Dorfgeschichte.

Sichern Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze im „Kuhstall“, der Eintritt ist frei. Eine freiwillige Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Am Di. 29. November stellt dann Dr. Dietrich Fengel mit dem Vortrag: „Die Kleider der Nofretete - Textilien im Alten Ägypten“ noch einmal den Bezug her zum Jahresmotto des Vereins: „Leute machen Kleider - Kleider machen Leute“.

Busreise zur Salier-Ausstellung

Musemsverein Groß-Umstadt fährt nach Speyer

Nach Wilfried Köblers Salier-Vortrag am 13.09. im OWK-Heim vor ca. 90 interessierten Besuchern bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein nun eine Tagesfahrt nach Speyer an, zu der selbstverständlich Vereinsmitglieder aber auch die sonstige interessierte Bevölkerung sehr herzlich eingeladen sind. Start ist am Sa. 22. Oktober 2011, um 08.30 Uhr an der Stadtbücherei, Ziel ist die aktuelle Ausstellung „Die Salier - Macht im Wandel“.

Über ein Jahrhundert hinweg haben die Salier die Geschicke des Reiches geprägt und das damalige Weltbild verändert - von Konrad „dem Roten“, Stammvater der bedeutenden salischen Kaiserdynastie, über Konrad II., Heinrich III., Heinrich IV. bis zu Heinrich V. Zwischen den Jahren 1024 und 1125 regierten diese Fränkischen Kaiser, die ihren Stammsitz im Wormsgau hatten, im „Heiligen Römischen Reich“. Von der salischen Zeit bleiben, so das Resümee des Köbler-Vortrags: der Beginn der Entstehung imperialer Macht, die Trennung von Kirche und Staat, Entstehung von Städten, Privilegien für Juden und die Einführung des vorher nie verwendeten Begriffs „Deutscher König“.

Interessenten überweisen bitte den Reisekostenanteil für Fahrt und Führung von 23,- € pro Person unter dem Stichwort „SALIER“ schnellstmöglich (bis 19.10.) auf eines der nachstehenden Vereinskonten. Bitte den bzw. die kompletten Teilnehmernamen auf dem Überweisungsträger angeben.
•    Sparkasse Dieburg - BLZ: 508 526 51 - Konto: 13 153 705
•    Volksbank Odenwald e.G. - BLZ: 508 635 13 - Konto: 255 8025

Die Busplätze werden in der Reihenfolge der Überweisungseingänge vergeben. Der Verein freut sich über einen voll besetzten Bus, bittet aber um Verständnis, wenn diesmal keine Anmeldung direkt im Gruberhof oder „auf Zuruf“ an den Vorstand oder andere Mitglieder möglich sind. Nach dem Besuch in Speyer geht’s zum Schwetzinger Schloss, wo es gegen 13.45 Uhr in der Gaststätte „Zum Ritter“ die Möglichkeit zum Mittagessen gibt (nicht im Fahrpreis inbegriffen). Wer mag, kann ab 15.00 Uhr noch das Schloss bzw. den Schlossgarten besichtigen, gegen 18.00 Uhr wird der Bus in Umstadt zurück sein. Wer schon mal schnuppern möchte: www.museum.speyer.de/Deutsch/Sonderausstellungen/Salier.htm.

Blütezeit der Steine

Renaissance in Groß-Umstadt um 1600

Zum Auftakt der 5. Vortragsreihe lädt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein sehr herzlich zu einem Lichtbildervortrag von Norbert Kottmann ein, der am Di. 11. Oktober um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs über die Blütezeit der Steine, die Renaissance in Groß-Umstadt berichten wird.

Das Jahrhundert zwischen der Reformation und dem 30-jährigen Krieg, etwa die Zeit von 1520-1620 war neben vielen Wirren eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit in Deutschland. Diese kunstgeschichtlich „Renaissance“ genannte Epoche hat eine neue, geistreiche und gestaltungsfreudige Kunst hervorgebracht, die bis heute noch im Wesentlichen das Gesicht von vielen alten Marktplätzen und Straßen in unserem Land bestimmt. So entwickelte sich auch im südhessischen Raum zwischen den Residenzen Mainz, Aschaffenburg, Darmstadt und Heidelberg eine faszinierende Kunstlandschaft. Zwei herausragende Beispiele dafür finden sich mit dem Rathaus und dem Wambolt´schen Schloss in der Altstadt von Groß-Umstadt. Zusammen mit dem abgebrochenen Stadtturm und dem Curtischloss, bilden diese Renaissancebauten ein einmaliges städtebauliches Ensemble, das in seiner baukünstlerischen Qualität weit über das Maß einer normalen Ackerbürgerstadt im Odenwald hinausgeht.

Der Vortrag von Norbert Kottmann wird versuchen, auf methodisch vielfältiger Weise dem Phänomen der Umstädter Renaissance auf die Spur zu kommen. Ausgangspunkte dieser Analyse werden bestimmte Fragestellungen sein, wie z. B. „Wann tauchen zum ersten Mal in Umstadt Formen der Renaissance auf?“, oder „Auf welche Vorbilder greifen die Umstädter Renaissancefassaden zurück?“ oder auch „Waren die politischen Herrschaftsverhältnisse gleich bedeutend mit den künstlerischen Einflusssphären?“ „Wie ist die künstlerische Qualität der Umstädter Renaissance zu bewerten?“

Großen Kreisen gleich wird sich der Vortrag von allen Seiten dem Thema nähern. Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Zeit und Situation um 1600 in Groß-Umstadt. Der Vortrag stützt sich vor allem auf vergleichende Bildbeispiele, historische Dokumente und chronologische Übersichtsdarstellungen und bietet so ein nachvollziehbares, reich bebildertes Panorama einer faszinierenden, glanzvollen Epoche voller Höhepunkte und Schattenseiten.

Mit der Zeit um 1600, so die These des Vortrages, erlebte das mittelalterliche Stadtbild von Groß-Umstadt seinen baugeschichtlichen Höhepunkt und wurde gestalterisch vollendet. Durch die Verbindung Umstadts zur Kurpfalz, zum prächtigen Heidelberger Hof, wurde erst die überdurchschnittliche Qualität der „Umstädter Renaissance“ ermöglicht.

Aber im Gegensatz zur “Gotik“ oder „Barock“, ist die „Renaissance“ als Stilbegriff nie wirklich populär geworden. Das liegt im Wesentlichen an der nicht so klar erkennbaren Formensprache der Renaissance. Anhand der noch vorhandenen Steinbildhauerarbeiten wird es daher auch eine kurze Einführung in die stilistischen Merkmale der deutschen Renaissance geben. Der Vortrag bewegt sich zwischen geheimnisvollen Steinmetzzeichen und verschwundenen Schlössern; sie erzählt von stolzen Handwerkern und manieristischen Damen; geht rätselhaften Spuren nach und verschafft neue Einblicke in die Geschichte, Abgründe und Schönheiten einer scheinbar längst vergangenen Epoche.

Sichern Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze im „Kuhstall“, der Eintritt ist frei. Eine freiwillige Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Am 08. Nov. referiert Heinz-Walter Laubscheer über den „Heubacher Religionskrieg“.

Apfelmost und Sauerkraut

Kelterfest mit Live-Musik im Gruberhof am 08. und 09. Oktober

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Insbesondere Familien mit Kindern sind willkommen, denn es gibt ein vielfältiges Programm: Aus historischen Apfelkeltern gibt es frischen Most und für die Erwachsenen leckeren „Rauscher“, das an den „Brauchtumstagen“ eingelegte Sauerkraut und die sauren Bohnen werden mit Rippchen zu deftigen Speisen verarbeitet, das Backhaus wird in Betrieb sein und duftiges Brot und Kuchen stehen zum Verzehr.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - ist das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus frisch gesammelten Umstädter Äpfeln Saft und wie aus einem Stück Teig ein nahrhaftes Brot wird ... Viele landwirtschaftliche Geräte und Werkstätten laden zum Staunen und Plaudern über die Arbeitswelt „aus Großelternzeiten“ ein, selbstverständlich sind auch das bürgerliche Wohnhaus und das zeithistorische Museum geöffnet. Geschulte Museumsführer stehen für Rundgänge und Fachgespräche gerne zur Verfügung.

Das und viel mehr ist am 2. Oktoberwochenende live zu erleben. An beiden Tagen beginnt das Programm um 11.00 Uhr. Deftiges Essen oder auch Zwiebelkuchen bzw. die klassische Bratwurst sind im Angebot. Am Sonntag gibt’s ab 13.00 Uhr Live-Musik mit dem Duo „Swing an´ Sing“, der Steinbackofen ist nur am Sonntag in Betrieb. Ab 15.00 Uhr ist mit dem Verkauf der leckeren Sauerteigbrote zu rechnen. Das Kelterfest bildet in diesem Jahr gleichzeitig den Abschluss der Saison, bis Ostern wird sonntags die Pforte geschlossen bleiben.

Brauchtumstage im Gruberhof

„Das Blaue Wunder“ in Groß-Umstadt

Wollen Sie mal Ihr „Blaues Wunder“ erleben? Dann sollten Sie sich das Wochenende vom Sa. 27. und So. 28. August freihalten und beim Groß-Umstädter Museums- und Geschichtsverein im Gruberhof im Raibacher Tal hereinschauen! Denn an diesen beiden Tagen stehen die Brauchtumstage auf dem Programm und dazu gehört auch das Färben von Wolle mit Indigo.

In den Indigopflanzen befindet sich nirgends blauer Farbstoff! Alle Teile der Pflanze und vor allem die Blätter enthalten eine Vorstufe des Indigos, die Zuckerverbindung Indican. Zur Gewinnung von Indigo aus Färberwaid zerstampften die Bauern früher die Waidblätter in einer Waidmühle. Das zerquetschte Material schichteten sie auf einen Haufen und ließen es zwei Wochen lang gären. Aus dem vergorenen Brei formten sie kleine Bällchen, sogenannte Waidkugeln. Die Waidknechte feuchteten diese mit Urin an und setzten sie erneut der Gärung aus. Nach einer Lagerzeit von etwa zwei Jahren kam der vergorene Waid in die Färbehäuser. Dort wurde er nochmals mit Urin und Pottasche bei 60°C verrührt. Erst nach 3 Tagen entstand eine Brühe, die Küpe, die zum Färben geeignet war. Die Textilien wurden für eine Stunde in die Küpe getaucht. Beim Herausziehen der gefärbten Stoffe waren diese zunächst gelb eingefärbt. Erst an der Luft entwickelte sich durch die Oxidation der blaue Farbton des Indigos - das blaue Wunder!

Zum Wundern und Staunen gibt aber noch sehr viel mehr - eigentlich müssten Sie sich beide Tage komplett im Gruberhof aufhalten, um alles mitzubekommen. Wir bitten schon jetzt um Verständnis, dass einige Arbeitsabläufe einmalig stattfinden und nicht durchgängig alles live gezeigt werden kann. Jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr ist nämlich umfassender Betrieb „wie es früher mal war“. Ein Programmteil befasst sich mit Kraut schneiden, Bohnen schnippeln, Waffeln im „Waffeleisen“ und Brot im Steinofen backen, der andere Teil ist die Fortsetzung des Jahresthemas „Leute machen Kleider - Kleider machen Leute“ - alles rund um Herstellung und Bearbeitung von Stoffen. Am Samstag wird der im Frühjahr selbst ausgesäte Flachs geerntet, die Flachsverarbeitung zu Leinen wird vorgeführt, Schafwolle gewaschen, kardiert, gefärbt und versponnen. Am Sonntag wird dann gewebt, gewaschen und gebleicht - die traditionelle Bleiche ist direkt nebenan.

Eine Modenschau bildet am So. um ca. 15.00 Uhr den krönenden Abschluss rund ums Thema „Textilien“. Else Hintz und Moderator Gerd Grein werden Models und Modelle auf dem Catwalk präsentieren, Spaß und Kurzweil sind garantiert. Ab 13.00 Uhr bereits gibt es Live-Musik mit „Nobby & the Bobcats“, an beiden Tagen gibt selbstverständlich zünftiges Essen, selbst gekelterten Apfelwein, Umstädter Wein und Bier vom Fass.

Handwerkertage an Pfingsten

„Leute machen Kleider - Kleider machen Leute“
Handwerkertage locken an beiden Pfingsttagen in den Gruberhof

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein hat sich für 2011 das Jahresmotto „Leute machen Kleider - Kleider machen Leute“ gegeben und will bei den traditionell an Pfingsten stattfindenden Handwerkertagen im Gruberhof zeigen, welche Berufsbilder es rund um die Textilproduktion gab und gibt. Wie ein „roter Faden“ zieht sich das Mottto dann durchs Jahr, Ende Juni gibt es einen Aktionstag mit dem Schwerpunkt Spinnen und Weben und anlässlich der Brauchtumstage im August geht’s ums Waschen, Bleichen und Färben, auch eine tolle Modenschau ist in Vorbereitung.

Doch zunächst dürfen die Gäste am 12. und 13. Juni jeweils ab 11.00 Uhr miterleben, was Weber, Spinner, Strumpfstricker, Klöppler, Filzer, Schneider und Stuhlflechter (auch eine Webtechnik!) und viele andere Spezialisten zu zeigen haben. Aufwändige Handarbeitstechniken, die wir kaum noch kennen, weil sie aus unserem Alltag verschwunden sind und wir sie längst an kluge Maschinen oder ans Ausland delegiert haben. An Pfingsten können Sie erfahren, wie pflanzliche und tierische Rohstoffe verarbeitet werden, wie aus Fäden ein feines Gewebe entsteht und wie Kleidungsstücke daraus hergestellt werden.

Foto: Römischer Gewichtswebstuhl

Den 2. Teil des Mottos: „Kleider machen Leute“ können, und das ist der ausdrückliche Wunsch des Veranstalters, alle Gäste und Besucher mit Leben füllen. Kommen Sie „mit Kind und Kegel“ und verkleiden Sie sich, wie Sie schon immer mal sein wollten. Fühlen Sie sich manchmal wie ein Clochard oder wären Sie gerne mal ein stolzer Römer? Haben Sie noch einen Petticoat der 60er Jahre im Schrank oder die Kluft eines mittelalterlichen Handwerkers? Nur Mut, auch das Team des Museumsvereins wird in angemessener Verkleidung kommen, schließlich ging es schon immer ums „Sehen und Gesehen werden“.

Nicht fehlen bei den Handwerkertagen dürfen natürlich Schmied, Wagner, Schreiner, Bildhauer, Maler und Bäcker. Sie alle sind Spezialisten und freuen sich drauf, mit vielen neugierigen und wissbegierigen Gästen jeden Alters zu fachsimpeln. Das wünscht sich auch das „Rosen-Team vom Gruberhof“, eine Damengruppe, die sich das Thema „Leinen und Rosen“ gegeben hat. Auf die Besucher warten köstliche Rosenbowle und Rosensekt, leckere Rosenbrötchen und -butter, aber auch Rosenseife und so manche andere duftige Überraschung.

Am Pfingstmontag gibt es ab 13.00 Uhr Live-Musik mit dem „Autmundis Jazztett“, bekannt durch seine Auftritte im Jazzkeller des Frankfurter Hofs. Alle Abteilungen des Museums sind selbstverständlich an beiden Tagen geöffnet, Führungen durch die Ausstellungen sind jederzeit möglich. Neben leckerem Essen werden auch Erfrischungstränke, selbst gekelterter Äppelwoi, Umstädter Wein, Fassbier sowie fair gehandelter Kaffee und Kuchen angeboten.

Ostern - Saisoneröffnung im Gruberhof

Ostermontag mit der „Barney Gumble Band“

Der lange Winter ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Endlich wieder draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Das bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Ostersonntag, 24.04. und Ostermontag, 25.04. jeweils ab 11.00 Uhr.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Landwirtschaft, Handwerk, Kulturgeschichte, Archäologie, ja sogar Exponate von Franken und Römern sind zu sehen, die Spuren in Groß-Umstadt hinterlassen haben. In diesem Jahr lohnt es sich besonders, denn sowohl der „Kuhstall“ als auch das Früh- und Hochmittelalter sowie die Stadtgeschichte erhielten eine komplett neue Ausstellung. Ein neues Kirchenmodell und viele anschaulich gestaltete Tafeln haben die ganze Abteilung aufgewertet, um nicht zu sagen erstmals richtig thematisiert.

Für den gemütlichen Teil sorgen zahlreiche leckere Kuchen zum „fair gehandelten“ Kaffee, aber auch Grüne Soße mit Ei und Pellkartoffeln und die klassische Bratwurst sind zu haben. An beiden Tagen wird Harry Seliger Brot und Kuchen backen, immer wieder eine besondere Attraktion. Am Montag spielt dann die „Barney Gumble Band“, gute Stimmung und unaufdringliche Unterhaltung sind garantiert.

Barney Gumble Band - Ein nicht alltäglicher Name! Aber diese Truppe kann auch nicht mit alltäglichen Maßstäben gemessen werden! Die Musik, die einen Bogen spannt von den Anfängen des Country Rock und des Americana bis zu heutigen Bands, die sich dieser Tradition verpflichtet sehen, steht auf musikalisch hohem Niveau, da die einzelnen Musiker auf jahrelange Banderfahrung zurückblicken können. Das volle Programm der Barney Gumble Band besteht aus Klassikern der modernen Rock und Pop Musik. Sie nimmt sich vor allem der Songs an, die zwar jeder kennt, aber live selten gespielt werden. Eine Mischung also, die darauf verzichtet, die immer und immer wieder gespielten Songs noch einmal zu interpretieren. Die Musik der Barney Gumble Band bleibt gerade deshalb erfrischend neu und unterhaltsam.

„Die Umstädter gehen baden“

Vortrag von Peter Füßler am Di. 19.04. um 20.00 Uhr im Gruberhof

Peter Füßler hält am Dienstag, 19. April 2011, 20.00 Uhr im Gruberhof den letzten Vortrag der diesjährigen Reihe zu historischen Themen der Stadt Groß-Umstadt. Dabei geht es um die Geschichte des „Badewesens“ in Umstadt. Schon im Mittelalter gab es Badeeinrichtungen, die als Vorgänger des heutigen Schwimmbads zu sehen sind. Damals stand in der Badergasse ein Badehaus, in dem der Bader und seine Helferinnen die Gäste nach ihrem Wünschen bedienten. Wo das Haus stand, wie seine Einrichtung aussah, welche Dienste dabei angeboten wurden und manches andere wird der Referent anschaulich berichten.

Aber es geht auch um die neuere Geschichte der Badekultur, die unseres Freibades. Sie nahm in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ihren Anfang, als der Naturheilarzt Dr. Böttger einen Schwimmverein gründete, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, für Umstadt ein Schwimmbad zu schaffen. Dabei hatte er manche Hindernisse zu bewältigen bis endlich das Ziel erreicht war. An Hand alter Pläne, die Peter Füßler im Staatsarchiv Darmstadt aufgefunden hat, werden die Zuhörer erfahren, wie dieses erste Umstädter Schwimmbad aussah. Es war aber keine dauerhafte Lösung.

Ein letzter Schwerpunkt des Vortrags wird die weitere Entwicklung der Freibadanlage sein, die untrennbar mit dem Namen des Architekten Hermann Bickelhaupt verbunden ist. Sein Konzept war zwar auf Dauer angelegt, scheiterte aber zu seiner Erbitterung an einer umfassenden Neugestaltung es Bades in den achtziger Jahren.

Sichern Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze im „Kuhstall“, der Eintritt ist frei. Eine freiwillige Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Nach diesem Beitrag geht es in die Sommerpause - im Oktober 2011 beginnt dann die sechste Runde …

„Als die Technik in die Landwirtschaft einzog“

Vortrag von Arnold Straub am Di. 22.03. um 20.00 Uhr im Gruberhof

Werkzeuge und Geräte hat es in der Landwirtschaft schon sehr lange gegeben, und diese wurden auch immer wieder optimiert. Der Begriff „Landwirtschaftstechnik“ ist jedoch eng mit Maschinen verbunden, welche die Handarbeit ablösten oder zumindest erleichterten. Solche landwirtschaftlichen Maschinen wurden erst seit etwa Mitte des 17. Jahrhunderts entwickelt.

Arnold Straub wird in seinem Vortrag diese technische Entwicklung anhand vieler Beispiele schildern. Nach einem Rückblick auf die frühe Landwirtschaft und zaghafte Anfänge zu Zeiten von Elisabeth I. von England beginnt er mit der ersten großen Entwicklung auf dem Landwirtschaftssektor, der Mähmaschine. Über die Epoche der Dampfpflüge kommt er dann zur Motorisierung auf Feld und Hof und stellt viele Maschinen und Geräte bis zu den Entwicklungen der 1950er und 1960er Jahre vor. Der Vortrag ist nicht auf die Umstädter Landwirtschaft begrenzt, aber alles, was Arnold Straub vortragen und zeigen wird, hat es mit Ausnahme der Dampfpflüge auch in Groß-Umstadt gegeben.

Sichern Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze im „Kuhstall“, der Eintritt ist frei. Eine freiwillige Spende für die vielfältigen Aufgaben des Museums- und Geschichtsverein ist aber immer willkommen. Nach dem letzten Beitrag dieser 5. Vortragsreihe am 12. April mit Peter und Richard Füßler: „Die Umstädter gehen baden. Das Schwimmbad und seine Vorgänger“ geht es in die Sommerpause - im Oktober 2011 beginnt dann die nächste Runde …

„Der Tod der Umstädter“

Ein Melodram und seine Hintergründe

Im seinem aktuellen Vortrag widmet sich Dietrich Fengel am Di., 22.02. um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs einer ungewöhnlichen Geschichte: 1912 verfasste Ludwig Reifenberg ein dramatisches Theaterstück mit dem Titel „Der Tod der Umstädter“, das die Teilnahme von Umstädter Kriegsknechten an der Mainzer Stiftsfehde darstellt.

Grundlage des Schauspiels ist eine Gedenktafel an der Südseite der Stadtkirche mit der Jahreszahl 1462, dem Jahr dieser Fehde. Es werden Szenen daraus vorgetragen, um den Zuhörern einen Eindruck von diesem Drama zu vermitteln. Dietrich Fengel wird ein Bild dieser Zeit, vom Spätmittelalter, zeichnen und den Umstädter Marktplatz beschreiben, wie er als Schauplatz im ersten Auftritt des Stückes ausgesehen haben mag. Dazu kommen die geschichtlichen Ereignisse, die zum blutigen Kampf um das Erzbischofamt zwischen Diether von Isenburg und Adolf II. von Nassau in Mainz führten und vielerlei aufregende Einzelheiten, die wohl kaum einem Umstädter bekannt sein dürften.

Ludwig Reifenberg, über den wenig bekannt ist, hatte bereits 1905 ein Bühnenfestspiel zum 300-jährigen Bestehen des Umstädter Rathauses geschrieben. Wenn Sie weder den Autor noch seine Stücke kennen, dann sollten Sie sich rechtzeitig einen der 60 Plätze sichern … denn dieser Teil der Geschichte von autmundisstat ist in vielerlei Hinsicht „dramatisch“.

Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

„Inflation – Billionen ohne Wert“

Vortrag am Di., 01.02. im Kuhstall des Gruberhofs

Längst haben wir uns auch heute in einigermaßen stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen an Summen gewöhnt, die sich jeder Vorstellungskraft entziehen - 750 Mrd. für den Rettungsschirm des Euro … Mit welchen Summen wurden wir nicht konfrontiert seit der Wirtschafts- und Geldkrise 2008. In den Nachrichten sind Begriffe „Milliarden“ und Billon“ schon fast so selbstverständlich wie bis dahin „Million“.

Viele von uns kennen Bilder oder haben selbst noch Geldscheine bzw. Briemarken, auf denen astronomische Beträge stehen - die sind aus dem Jahr 1923, einer gigantischen Hochinflation. Tausend, Millionen, Milliarden waren binnen Tagen nichts mehr wert … und manch einer mag sich auf Grund der heutigen Lage daran erinnern …

Sehr viel besser aufgestellt ist da Heinz Müller. Er hat aus dieser Zeit einmalige Dokumente in seiner Sammlung und wird in seinem Vortrag „Billionen ohne Wert“ beschreiben, wie es seit dem 1. Weltkrieg dazu kam, dass in Deutschland und auch in Groß-Umstadt ein Ei ?? Reichsmark kostete, ein Paar Schuhe ?? RM und ein Mittagessen im Gasthaus Lamm ?? RM. Briefe, Rechnungen und Belege, Postwertzeichen, Umstädter Notgeldscheine und so manche absurde Sonderregelung aus der Zeit rund ums Jahr 1923 mit viel Bezug zu Groß-Umstadt wird er mitbringen und auch fragen, ob das Publikum schätzen kann, wie hoch ein Stapel von 50 Mrd. in 500,- € - Scheinen ist ... Vielleicht rechnen Sie schon mal …

Heinz Müller, der schon 1988 mit seinem Buch „150 Jahre Post in Groß-Umstadt“ und seinem Vortrag über die Zeit, „Als die Postkutsche noch fuhr“ glänzen konnte, wird seinen Beitrag mit vielen Bildern und Dokumenten unterlegen. Die Besucher erwartet ein interessanter und kurzweiliger Vortrag, der die Macht des Finanzmarktes und die Ohnmacht der Menschen sehr anschaulich vermittelt.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Bitte kommen Sie rechtzeitig, es sind nur 60 Plätze zu besetzen …

„Die Welt der Staufer“

Vortrag am Do., 13. Jan., 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Ausnahmsweise am Donnerstag (13.01.) startet der nächste Vortrag in der Reihe „Beiträge zur Geschichte“. Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein lädt für 20.00 Uhr sehr herzlich in den Gruberhof ein, wenn sich Wilfried Köbler der Staufer-Dynastie „Von Kaiser Friedrich I. Barbarossa bis Kaiser Friedrich II“ widmen wird. Ganz besonders willkommen sind alle Mitreisenden zum Ausstellungsbesuch in Mannheim am Sa. 22. Jan., dort ist noch bis 20. Februar die Ausstellung „Die Staufer und Italien“ zu sehen.

Schon 1124, nach dem Tod des letzten Salierkaisers Heinrich V., waren die Hohenstaufen die Favoriten für die Nachfolge auf deutschen Königsthronen und die römische Kaiserwürde. Doch erst im Jahre 1138 begründeten die Staufer mit König Konrad III. eine neue Königs- und Kaiserdynastie, die ab 1152 mit Friedrich I. Barbarossa, Heinrich VI. und Friedrich II. die drei bedeutendsten Kaiser des Hochmittelalters hervorbrachte.

In der gesamten Regierungszeit zwischen 1138 und 1254 wandelte sich das Heilige Römische Reich. Das Rittertum entstand, Literatur, Minnesang und Wissenschaft blühten auf. Staatliche Universitäten, die zum Leidwesen der Kirche, nicht mehr in Latein, sondern in der Landesprache unterrichteten, wurden gegründet. Neue Studienfächer sind eingeführt worden. Bildung wurde staatlich gefördert und im Süden des Reiches entstand unter Friedrich II. ein moderner Verwaltungsstaat. Neu war auch die Städtebaupolitik, die sich von der ottonisch-salischen deutlich unterschied und das Gesicht der Städte veränderte. Wie viele karolingisch/ottonische Marktorte wurde auch Umstadt zwischen 1180 und 1185 zur Stadt erhoben. Erfahren Sie in dem Vortrag, was die neuen Stadtrechte bedeuteten, wie und warum es dazu kam.

Sie erhalten außerdem einen Einblick in die staufische Familiengenealogie und die Schicksale der staufischen Kaiser und ihrer Frauen, Sie hören von den Machtkämpfen zwischen den Päpsten und den drei großen Kaisern und von den wiederholten Kriegszügen nach Italien und Guelfen. Mehr noch: Köbler nimmt Sie mit auf den Kreuzzug 1190, in dem Barbarossa den Tod fand und auf den unblutigen Kreuzzug von Kaiser Friedrich II., der zur Krönung zum König von Jerusalem und zum Papstbann führte.

Unterlegt mit vielen Bildern, Fotos und Dokumenten ist ein interessanter und kurzweiliger Vortrag zu erwarten, der mit dem faszinierendsten Herrscher des Mittelalters, Kaiser Friedrich II., seiner Politik, seiner Genialität, seinem Kampf gegen den Papst und mit der systematischen Vernichtung der staufischen Dynastie endet.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

„Mir schwätze froanzeesisch“

Vortrag am Di., 14. Dez., 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Am Dienstag, 14.12. um 20.00 Uhr wird Günter Schüttler im Kuhstall des Gruberhofes mit seinem neuesten Vortrag in der Reihe historischer Beiträge zur Stadtgeschichte zu hören sein. Das Sprach- und Sprechgenie hat sich vorgenommen, dem Publikum ausschließlich auf die Ohren zu geben, ganz ohne Beamer und Bilder. Zuhören können sollte man also - und wer den Referenten kennt weiß, dass genau das ein großes Vergnügen ist, selbst wenn es um ernsthafte Sprachforschung und historische Zusammenhänge geht.

Es ist mal wieder ein Thema, das ihm auf den Leib geschrieben ist. Das Spiel mit der Wortherkunft, seiner ursprünglichen Bedeutung und der Entlehnung in den eigenen, mundartlich geprägten Wortschatz, das Wissen um Redensarten und Gebräuche, aber auch das Reden darüber macht immer wieder großen Eindruck - zumal Schüttler nicht nur klug und wissend sondern auch kurzweilig und unterhaltsam dozieren kann …

Er bietet Beispiele - nur eine Auswahl dessen, was ihm forschend in die Hände fiel - aus allen Lebenslagen, aus Beruf, sonstigen Tätigkeiten, Vorlieben, Küche und Alltagsleben, in denen französische Wörter in Umstädter Mundart auftauchen, obwohl man hier nie französisch sprach. Doch Händler, Soldaten, Beamte und andere brachten ihren weltläufigen Einfluss mit und z. B. die Mamsell, die bei ihrer französisch sprechenden Herrschaft diente, übernahm schleichend manche Begriffe in den eigenen Wortschatz. Erwarten Sie viel, Sie werden es nicht bereuen.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

Adventsmarkt im Gruberhof

1001 Grund für einen Besuch am 2. Adventswochenende

Stimmungsvolle Adventszeit für Groß und Klein plant der Umstädter Museums- und Geschichtsverein am 2. Adventswochenende und leistet damit einen erlebenswerten Beitrag zum „Umstädter Advent“, der über 10 Tage eine Vielzahl vorweihnachtlichen Ereignissen in Umstadt und einigen anderen Stadtteilen bietet.

Der Museumsverein hat als erster im Rathaus vorgesprochen, als es hieß, die Stadt veranstalte den Adventsmarkt nicht mehr. Ein Ersatz sollte her und der in großen Veranstaltungen erprobte Verein bot sich gerne an, wohl wissend, dass die Atmosphäre im Gruberhof, in der großen Scheune und im bürgerlichen Wohnhaus bestens für einen solchen Markt geeignet ist. Auch bei eher unfreundlichem oder sehr kaltem Wetter bleibt man geschützt und trocken, immer ist ein warmer Raum erreichbar.

Inzwischen haben sich zahlreiche Standbetreiber angemeldet. Angeboten wird von Vereinen oder Privatpersonen alles rund um Marmeladen, Handarbeiten, Selbstgebasteltes, Honig, Bienenwachskerzen, Wollmützen, Schals, Muffs, Grußkarten, Keramikartikel, afrikanische Volkskunst, Holzarbeiten und Spielwaren aus Werkstätten für Behinderte. Einziger Profi ist Konditormeister Schmunck aus Groß-Bieberau, der mit super leckeren Schokoladenkreationen aufwartet. Der Lions Club hat sich bereit erklärt, die Bücher des Museumsvereins und der Stadt zu verkaufen, allemal schöne Weihnachtsgeschenke.

Fürs leibliche Wohl sorgen Maronen, Bratwurst, eine deftige Kartoffelsuppe, Kaffee und Kuchen sowie Portwein, Met, heißer Kakao, Glühwein, und vieles mehr.

Selbstverständlich werden feierliche Beleuchtung und Tannengrün für vorweihnachtliche Stimmung sorgen, mehrere Musik- und Gesangsbeiträge stehen auf dem Programm, eine tolle Nikolaus-Sammlung, Klavierspiel, Vorlesungen, Klöppelarbeiten, ein orientalisches Zelt mit Märchen und Tanz sorgen für Kurzweil und es gibt 1001 Grund, am Samstag und am Sonntag des 2. Adventswochenendes zwischen 15.00 und 20.00 Uhr schöne Stunden im Gruberhof zu genießen und mal bewusst eine Auszeit vom ungewollt aufregenden Alltag zu nehmen. An beiden Tagen kommt außerdem gegen 17.00 Uhr der Nikolaus mit einem wirklich großen Sack voller Überraschungen für die Kinder.

Neue Umstadt-Bücher beim Adventsmarkt

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein kann druckfrisch und rechtzeitig zum Adventsmarkt im Gruberhof den 4. Band der Vorlesungsreihe „autmundisstat - Beiträge zur Geschichte“ zum Verkauf präsentieren. Als Dokumentation der jeweils vergangenen Vortragsreihe erfreuen sich dieses Sammelbände großer Beliebtheit, das neue Werk kostet 12,- € und ist natürlich auch im Umstädter Buchhandel bzw. im UmStadtBüro zu haben.

Nach bisher vier erfolgreichen Vortragsreihen, die grundsätzlich ausgebucht sind und zum Teil wiederholt werden müssen, bietet das neue Buch auf 270 Seiten neun Themenvorträge an, die nicht nur reich bebildert sondern auch sehr lesenswert sind. Die Verfasser haben jeder für sich einen Schatz gehoben: in Archiven recherchiert und Bekannte ausgefragt, haben Dokumente gesammelt und ausgewertet und so Themen ans Licht gefördert, die dem an der Stadtgeschichte noch nicht oder längst interessierten Menschen erstmals zugänglich sind.

Georg Brenner berichtet über die selbst erlebte Zeit in „seinem“ typischen Kolonialwarenladen, Heinz Müller kennt sich aus in der Zeit, „als die Postkutsche noch fuhr“ und Gisela Menge weiß erstaunlich viel über die Umstädter Gerber. Lesen Sie Kapitel für Kapitel über die Odenwälder Literatur, den Holzvergaser, „Vom Baum zum Fachwerk“, Feuerschutz und die Geschichte der Feuerwehr sowie die wirtschaftliche Bedeutung der Steinbrüche.

Dieses Buch wird der Lionsclub an seinem Büchertisch ebenso feil bieten wie die früheren Bände, außerdem hat die Stadt ihre selbstverlegten Bücher im Angebot. Dabei sind der neue Band „Sie waren Umstädter“ über die Geschichte der jüdischen Mitbürger und der Stadtführer „Von Gasse zu Gasse“. Lassen Sie sich überraschen, es gibt noch weitere Restauflagen, die es wert sind, im eigenen Bücherschrank zu stehen oder einen Bekannten zu beglücken.

„Die Lage der Umstädter Steinbrüche“

Vortrag von Franz Huber am Di., 16.11. um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Steinbrüche - so manche sieht man auf Groß-Umstädter Gemarkung noch, andere sind längst im Wald verschwunden. Steinbrüche - das ist nachweislich harte Arbeit mit rohem Material, das für vielerlei Produkte genutzt wurde und wird. In seinem 2. Vortrag zum Thema wird sich Franz Huber am Di., 16.11. hauptsächlich damit befassen, wo die 22 Steinbrüche auf Groß-Umstädter Gemarkung lagen.

Doch damit nicht genug: Wie gelang vor vielen Jahren die Erschließung und der Betrieb eines Steinbruchs, welche Vorschriften waren zu beachten? Gab es Unterschiede, ob ein Steinbruch auf Gemeindegrund oder Privatgelände lag, ob jemand ihn selbst oder ob ein Pächter ihn ausbeutete? Wie waren die Besitzverhältnisse, wann gingen die Aufschlüsse in Betrieb, wie waren die Arbeitsbedingungen und welche Techniken und Geräte standen den Steinbrechern, Steinhauern und Steinmetzen zur Verfügung?

Erfahren Sie interessante und überraschende Details über die Menschen und ihre Steinbrüche, akribisch zusammengetragen aus unterschiedlichsten Quellen des Stadtarchivs und regionaler Archive. Franz Huber hat eine umfassende Dokumentation erarbeitet, wird an diesem Abend auch alle Themen bedienen, sich dabei aber an ausgewählten Beispielen orientieren.

Wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

Judenfeindlichkeit, Judenhass und jüdisches Leben in Umstadt von 1900 bis 1945

Vortrag von Wilfried Köbler im Kuhstall des Gruberhofs

Am 28.10. um 20.00 Uhr wird das Leben unserer jüdischen Mitbürger/Innen im Kaiserreich, in der Weimarer Republik und im sogenannten 3. Reich unter den Nazis Thema des Vortrages von Wilfried Köbler sein. Dabei geht es unter anderem auch um den kirchlichen Antijudaismus, der zusammen mit dem politischen Antisemitismus im Nazi-Reich zum Holocaust führte und um die unheilvollen Auswirkungen auf unsere jüdischen Mitbürger/Innen in Umstadt.

Wie verhielten sich die anderen Umstädter gegenüber ihren jüdischen Nachbarn? Welche Folgen hatte das Reichskonkordat (1933) zwischen den Nazis und dem Papst und in der katholischen Parteienlandschaft in unserer Region? Nach der Zustimmung der katholischen Zentrumspartei, der bäuerlich/nationalen Parteien, der Liberalen - Theodor Heuss stimmte Hitlers Ermächtigungsgesetz zu - und dem Verbot der Sozialdemokraten (sie es lehnten ab) und dem frühzeitigen Verbot der Kommunisten waren Tür und Tor zu Verfolgung unserer jüdischen Mitbürger und anderen Gruppen wie der Sinti und Roma und geistig Behinderten geöffnet.

Welche Rolle spielte die Ev. Reichskirche? Wie verhielt sie sich gegenüber den jüdischen Mitbürger/Innen bis zur Wannsee-Konferenz 1942 und der dort beschlossenen Endlösung? Was unternahmen die Katholische und Evangelische Kirche, um den Holocaust zu verhindern? Welche Rolle spielte Papst Pius XII. in diesem menschenverachtenden Drama?

Dann der Blick auf Groß-Umstadt: Wie lebten unsere jüdischen Mitbürger/Innen in Umstadt und Umgebung? Welchem Druck waren sie ausgesetzt? Wie wirkten sich diese braunen Demütigungen und Verfolgungen auf die Familien aus und wie veränderte sich die Umstädter israelitische Gemeinde in dieser Zeit? Wie hießen unsere jüdischen Mitbürger/Innen und wo wohnten sie? Was passierte in der Reichpogromnacht am 9. Nov.1938 in Umstadt? Was geschah in dieser Nacht mit der Synagoge und wer war verantwortlich dafür und wie stark war nach der Pogromnacht das Leben unserer jüdischen Mitbürger/Innen eingeschränkt? Wer waren die jüdischen Mitbürger/Innen, die in den Konzentrationslagern ermordet wurden? Wie stand es um die deutsche Bevölkerung? War sie den Verbrechen gegenüber gleichgültig und systemstützende Mitläufer oder gar antisemitisch eingestellt?

Fragen über Fragen, die auch nach 65 Jahren seit Kriegsende noch nicht abschließend beantwortet sind, wenn das überhaupt möglich ist. Wilfried Köbler wird Antworten und Orientierung zu diesem Kapitel deutscher und Groß-Umstädter Geschichte geben, Motive, Mechanismen und Menschliches dazu erläutern. Alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags um 20.00 Uhr gehts bis April 2011 weiter. Die nächsten Vorträge sind:
16.11.2010 - Franz Huber: „Die Lage der Umstädter Steinbrüche“ (Teil 2)
14.12.2010 - Günter Schüttler: „Mir schwätze froanzeesisch“ - französischer Wortschatz in der Umstädter Mundart

Kelterfest im Gruberhof

Äpfel, Sauerkraut und Live-Musik am 09. und 10. Oktober

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Insbesondere Familien mit Kindern sind willkommen, denn es gibt ein vielfältiges Programm: Aus historischen Apfelkeltern gibt es frischen Most, das am „Waschtag“ eingelegte Sauerkraut wird mit Rippchen zu leckeren Speisen verarbeitet, das Backhaus wird in Betrieb sein und duftiges Brot und Kuchen stehen zum Verzehr.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - ist das Konzept des Musemsvereins. Hier wird gezeigt, wie aus ca. 40 Zentner Umstädter Äpfel Saft und wie aus einem Stück Teig ein duftiges Brot wird ... Am Samstag ist die mobile Bandsäge in Betrieb, wer will, kann zuschauen, wie es war, als in den 50- und 60-er Jahren die „Sägemaschine“ ans Haus kam und die ganze Familie anpacken musste beim „Holz machen“.

Das und viel mehr ist am 2. Oktoberwochenende live zu erleben. Am Samstag beginnt das Programm um 13.00 Uhr, am Sonntag schon um 11.00 Uhr. Deftiges Essen oder eine wohltuende Gemüse- und Kürbissuppe, eine verführerische Kuchentheke und am Sonntag ab 13.00 Uhr Live-Musik mit dem Duo „Swing an´ Sing“ werden für Kurzweil und ein entspanntes Wochenende sorgen. Selbstverständlich sind alle Ausstellungsräume des Hofes und des Museums offen, das Bürgerhaus ist zur Besichtigung frei, die Kinder haben auf der benachbarten Bleiche einen weitläufigen Spielplatz. Das Kelterfest bildet in diesem Jahr gleichzeitig den Abschluss der Saison, bis Ostern wird sonntags die Pforte geschlossen bleiben.

„600 Jahre Ziegelhütte in Groß-Umstadt“

Georg Brenner läutet die 5. Runde der „Vorträge zur Stadtgeschichte“ ein

Ins 5. Jahr geht die Reihe „Historische Vorträge zur Stadtgeschichte“, erarbeitet und vorgetragen von der „Umstädter Runde“, einer ca. 20-köpfigen Gruppe sachkundiger Bürgerinnen und Bürger, die als Mitglieder des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins e. V. zur Erforschung und Veröffentlichung von neuen Erkenntnissen rund um die Stadtgeschichte angetreten sind. Zum Start der neuen Saison wird Georg Brenner am Di., 05.10. um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs einen spannenden Einblick geben in die Geschichte der Ziegelhütten in Groß-Umstadt.

Ein Thema, das viel trockener klingt, als es wirklich ist. Und wer Brenners Art zu referieren kennt, weiß, dass der frühere Stadtarchivar und Buchherausgeber mit unglaublichen Details aufwartet und seine Ausarbeitungen hauptsächlich an den handelnden Personen orientiert. So entsteht Identifikation, Verständnis und Glaubwürdigkeit, es ist eine Freude, Georg Brenner zuzuhören. Man glaubt fast, er sei schon vor Jahrhunderten dabei gewesen.

Nun blickt er zurück auf die Ziegelhütten und beginnt mit einer Urkunde von 1383, die im Stadtarchiv liegt und auf eine damals schon bestehende Ziegelhütte verweist. Wo waren seitdem solche Produktionsstätten, wer waren die Ziegler, wo waren die Erdgruben und Lehmkauten? Wie gelang die Wasserversorgung, wer waren die Käufer und was kosteten die Steine? Erfahren Sie, dass die Stadt Eigentümerin der Ziegelhütten war und diese gegen Bestandsbriefe verpachtet hat, welche Ziegelformen und Größen es gab und dass schöne Ritzungen und Texte sie mitunter verzierten.

Alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. 

Wie´s früher war …

Waschtag, Kraut schneiden, Waffeln backen und vieles mehr im Gruberhof - So. 05. Sept. ab 11.00 Uhr

„Früher“ war angeblich alles schöner. Früher … wird oft verbunden mit „da war die Welt noch in Ordnung, da hatte man noch Zeit, war alles gemütlicher …“. Nun, das darf man bezweifeln. Früher war vieles anders! Da hatte der Mensch noch nicht die globale Hektik, die Lebensräume waren kleiner, überschaubarer und einfacher – das mag man mit Gemütlichkeit verwechseln. Die Zeit war messbarer, der Sonntag noch ein besonderer Tag, das Fest im Dorf ein Höhepunkt im Jahresablauf.

Der Alltag allerdings war vollgestopft mit harter Arbeit, selbst für die täglich notwendigen Dinge wie Essen zubereiten, Wäsche waschen und Wege erledigen. Gerne lädt der Umstädter Museums- und Geschichtsverein insbesondere Familien zu einem Tag im Gruberhof ein, der genau das zeigen will … wieviel Arbeit es bedeutet hat, z. B. Kraut zu hobeln und einzulegen – und zu warten, bis es als Sauerkraut essbar und schmackhaft ist: beim Kelterfest im Oktober wird es soweit sein. Schauen Sie zu beim Schneiden und Einlegen (Einstampfen unter Zugabe von Salz) in den sogenannten „Stenner“, einen großen irdenen Topf.

Die TV-Gruppe um Else Hintz wird vorführen, was Wäschewaschen bedeutet hat im Umgang mit Waschbrett, Zuber, Kernseife und Waschglocke. Wäsche waschen war schwere Handarbeit, mehrere Arbeitsgänge und lange Wege z. B. zur Bleiche - heute die schöne Parkanlage am Gruberhof - waren nötig. „Früher“ gab es noch einen ganzen Waschtag, heute ist das eine Sache von Minuten, die Maschine machts schon.

Natürlich gibt’s auch süße Waffeln nach alten Rezepten, gebacken auf dem Kohleofen. Alles andere als „fast food“, denn dem Essvergnügen ging viel Arbeit voraus und das Reinigen hat auch keine Spülmaschine übernommen. Unsere Besucher dürfen selbstverständlich einfach zuschauen und genießen.

Wie´s früher war … ein Tag zum Anschauen, Staunen und Verstehen. Ein Blick in die Vergangenheit, ganz nach dem Geschmack des Museumsvereins. Kommen Sie vorbei, gönnen Sie sich einen kurzweiligen Tag, ein deftiges Mittagsmahl und am Nachmittag fair-gehandelten Kaffee und Riwwelkuche. Los geht’s am So. 05. Sept. um 11.00 Uhr.

Wichtiger Hinweis: Am Bauernmarkt- (12.09.) und Winzerfestwochenende (19.09.) ist das Museum geschlossen.

 

 

Autmundisstat Mediaevalis|Umbstaetter Mittelalter Spektakel

Vom 30. Juli bis 01. August 2010. Mehr auf der Homepage des Spektakels.

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„Steinbrüche und ihre wirtschaftliche Bedeutung"

Vortrag von Franz Huber am Di., 15.06. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Steinbrüche - so manche sieht man auf Groß-Umstädter Gemarkung noch, andere sind längst im Wald verschwunden. Steinbrüche - das ist nachweislich harte Arbeit, rohes Material, das für vielerlei Produkte genutzt wird. Wie sind sie entstanden, wo und in welcher Weise haben sich die Groß-Umstädter diesen Rohstoff zunutze gemacht?

Franz Huber wird über die Standorte von Groß-Umstädter Steinbrüchen und ihre Gesteine sprechen und z. T. längst verschollene Spuren in den Stadtteilen nachzeichnen. Interessanterweise finden sich alle geologischen Formationen des Odenwaldes komprimiert in Groß-Umstadt. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Bedeutung von Steinbrüchen werden Sie erfahren, welche Dichte an Steinbrüchen es vor 150 Jahren gegeben hat, wo sie lagen und welche Produkte sie damals und heute hervorbrachten. Erfahren Sie Genaues über die Bausteine und Schotter aus heimischen Gesteinen und die regionale Baustein-Kombination Quarzporphyr/Buntsandstein.

Der Referent hat sich nicht nur als Winzer mit der interessanten Bodenbeschaffenheit von Groß-Umstadt beschäftigt, denn dass unser Wein wegen der besonderen Geologie so gut wird, ist ein offenes Geheimnis. Sein Interesse gilt auch der Erd- und Zeitgeschichte, sein Fachwissen als Lehrer und Naturwissenschaftler hat ebenso dazu beigetragen, sich des Themas Steinbrüche anzunehmen und seine neuesten Forschungsergebnisse in der Vortragsreihe zur Umstädter Geschichte Di., 15. Juni um 19.00 Uhr zu präsentieren.

In einem zweiten Vortrag am 05. Oktober wird Franz Huber die Arbeitsschritte der Steingewinnung und -bearbeitung und die Arbeitsbedingungen unter die Lupe nehmen sowie über Besitzverhältnisse und damit auch so manches über die Menschen und ihre Steinbrüche berichten.

Wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

Handwerkertage an Pfingsten

Herzlich Willkommen zu den beliebten Handwerkertagen am Pfingsten. Sonntag 23.05. ab 13.00 Uhr und Montag 24.05. ab 11.00 Uhr erwartet Sie ein vielfältiges Programm im Gruberhof.

Schauen Sie der Klöppelgruppe, den Imkern, dem Zimmermann oder dem Schmied in Ruhe zu - Sie werden beeindrucks sein vom Fachwissen, vom Geschick und der Ausdauer bis zur Fertigstellung eines Werkstückes. Nicht anders ist es beim Maler und Schreiner, der z. B. mit seinen Intarsien begeistert.

Am Mo. gibt es wieder ab 13.00 Uhr Live-Musik mit der Hot Jazz Company, selbstverständlich sind alle Abteilungen des Museums geöffnet und auf Wunsch führen wir Sie durch die Ausstellungen.
 
Es erwartet Sie auch leckeres Essen, u.a. Steaks und vegetarisches Frühlingsgemüse, Äppelwoi und 1831-er Pfungstädter Dunkles vom Fass! sowie fair gehandelter Kaffee und Kuchen.

„Judenfeindlichkeit und jüdisches Leben in Umstadt“

Vortrag von Wilfried Köbler am Do., 27.05. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Gründlich aufgearbeitet haben Wilfried Köbler und Georg Brenner das jüdische Leben in Groß-Umstadt und werden ihre Forschungsergebnisse demnächst in einem Sonderband zur Umstädter Geschichte herausgeben.

Während sich Brenner in dem Buch hauptsächlich den jüdischen Familien in Umstadt, Kleestadt, Klein-Umstadt, Raibach und Semd widmet, hat Wilfried Köbler auch den historischen Hintergrund aufgearbeitet, wie es eigentlich zum Antijudaismus und Antisemitismus in Deutschland kam, wo die Ursachen und Wurzeln der kirchlichen Judenverfolgungen und des Judenhasses, des rassistisch biologischen Antisemitismus zu finden sind und welche Auswirkungen das auf die jüdischen Gemeinden bis Ende des 19. Jahrhunderts hatte.

In einem Vortrag zu diesem Thema wird der Ehrenbürgermeister am Di., 18. Mai von der ersten Kennzeichnung der Juden auf Weisung von Papst Innozenz III. (Laterankonzil 1215) berichten, über kirchlich gesteuerte Judenpogrome (Pestpogrome, Rintfleisch- und Armlederpogrom, Hostien- und Blutfrevel oder Brunnenvergiftungen) sprechen, die Tausende von Juden in Deutschland das Leben kosteten, die Zuhörer werden auch vom Judeneid erfahren, der auf einer Schweinshaut geschworen werden musste.

Köbler wird auch deutlich machen, welch unheilvolle Rolle bedeutende Päpste wie z.B. Innozenz III., Pius II., Gregor XIII. oder Papst Sixtus IV. in diesem menschenverachtenden Drama spielten. Nicht minder deutlich wird er darlegen, dass Martin Luther, der zu Beginn der Reformation der große Hoffnungsträger für die Juden war, ab 1530 zu einem der schlimmsten Judenhasser und -hetzer wurde. Wie und warum es dazu kam, wo die Ursachen des katholischen Antijudaismus lagen, werden Sie am 27.05. ab 19.00 Uhr erfahren.

Der kirchliche Judenhass und der im 19. Jahrhundert aufkommende rassistisch biologische Antisemitismus haben sich schon ab dem Hochmittelalter, insbesondere aber im Spätmittelalter nachweislich auch in Umstadt bemerkbar gemacht. Die Zuhörer erfahren über das Umstädter Landjudentum ab 1378, die Vertreibung aus dem Groß-Herzogtum Hessen-Darmstadt, die bürgerliche Gleichstellung während der französischen Besatzungszeit (Napoleon Bonaparte) und ihre Aufhebung nach Abzug der Franzosen (Wiener Kongress 1815).

In dieser Zeit entstanden die jüdischen Gemeinden in Umstadt und Raibach. Synagogen (zwei in Umstadt und eine in Raibach), Ritualbäder in beiden Gemeinden, Frauenbäder und ein Betstube wurden gebaut bzw. eingerichtet. Wie lebten die Umstädter und Raibacher Juden und welche gesellschaftliche Stellung hatten sie unserer Stadt? Wie gestaltete sich das religiöse Leben in beiden Gemeinden? Jüdische Rituale und jüdische Symbolik in ihren Einrichtungen werden ebenso angesprochen wie das Familienleben und die Stellung der jüdischen Frau in Familie und Gesellschaft.

In einem zweiten Vortrag wird Wilfried Köbler die Zeit zwischen 1900 und 1945 unter die Lupe nehmen und über: „Antisemitismus, jüdisches Leben im Nationalsozialismus bis hin zur sogenannten „Endlösung“ (Holocaust) referieren.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr, wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

„Die Geschichte der Feuerwehr"

Vortrag von Arnold Straub am Di., 27.04. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Für viele Menschen, vielleicht auch für begeisterte Feuerwehrleute in Groß-Umstadt, ist die Geschichte des Löschwesens bzw. der Feuerwehr einfach nur Geschichte, lange her, und - logisch - schon immer nötig gewesen - Gott zur Ehr.

Peter und Richard Füßler und Arnold Straub haben sich im Rahmen der historischen Vortragsreihe des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins e. V. mal genauer angeschaut, wie diese Geschichte aussieht und neben vielen sehr spannenden Entwicklungen auch herausgefunden, dass es den Begriff „Feuerwehr“ überhaupt erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gibt und im Jahr 1876 grundlegend andere Organisationsformen begründet wurden.

Peter Füßler hatte am 06.07. vor vollen Hause über die Geschichte des Feuerlöschwesens von der Antike bis in die Neuzeit referiert und gezeigt, dass es schon sehr lange Vorschriften für den Brandschutz und zur Hilfeleistung im Katastrophenfall gab. Arnold Straub möchte am 27. April mit seinem Vortrag daran anknüpfen und den Zuhörern die „Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt“ seit deren Gründung näher bringen. Die Geschichte einer Feuerwehr ist die Geschichte von Personen, die sie prägte, die Geschichte von Katastrophen, in denen sie sich bewähren musste, die Geschichte von ihren Geräten und von ihren Feiern. Natürlich wird Arnold Straub nicht jeden einzelnen Brand erwähnen, der sich in der langen Zeit ereignete, und er kann und will auch nicht jede Person und jedes Fahrzeug aufzählen, die es in der 135-jährigen Historie gab. Er wird aber mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen einen Bilderbogen aufschlagen, der mit Sicherheit begeistern wird.

Arnold Straub war viele Jahre selbst in der Feuerwehr tätig und trägt das Brandschutzehrenabzeichen der Feuerwehr in Bronze für 25 Jahre aktiven Dienst. Er musste Ende 1998 aus beruflichen Gründen den aktiven Dienst aufgeben, ist aber selbstverständlich immer noch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Umstadt.

Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr, wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 18.05. folgt, anders als angekündigt, Wilfried Köbler mit seinem Vortrag „Jüdisches Leben in Umstadt“.

„Feuerschutz in Umstadt"

Vortrag von Peter und Richard Füßler am Di., 06.04. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Die Frage, seit wann es die Feuerwehr gibt, lässt sich nicht so leicht beantworten. Feuer gab es schon immer, aber der Mensch brauchte sehr lange, bis er es zu nutzen verstand. Und zu beherrschen vermag er es auch heute nur in Maßen, wie uns immer wieder schrecklich vor Augen geführt wird. Aber natürlich hat der Mensch auch von Anfang an versucht, sich gegen die Macht des Feuers zu schützen und zu verteidigen.

Wann aber ist eine Feuerwehr eine Feuerwehr? Peter und Richard Füßler haben sich entschieden, die Zeit des „Feuerschutzes“ in Umstadt bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr aufzuzeigen. Wie es danach weiterging, wird Arnold Straub am 27.04. berichten. Bis zu diesem markanten Wechsel im Jahr 1876 bestanden grundlegend andere Organisationsformen als in der Zeit danach. Den Begriff „Feuerwehr“ gibt es überhaupt erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Für die Zeit davor, die die Brüder Füßler aufgearbeitet haben, passt er gar nicht.

In ihrem Vortrag geht es um die Zeit, als noch Türmer und Nachtwächter für Feuermeldungen zuständig waren (Ruf: „Feurio!“), als Innungen und Zünfte im Notfall einzugreifen verpflichtet waren, als nur Eimer, Leitern oder Einreißhaken zur Brandbekämpfung existierten. Wer heute durch Umstadt geht und die schönen Fachwerkhäuser bewundert, kann sich vorstellen, wie schnell ganze Stadtviertel abbrannten, wenn innerhalb der Stadtmauer auf engstem Raum Feuer ausbrach.

Folgen Sie den Referenten in die Feuerschutz-Geschichte unserer Stadt und lassen Sie sich durch hervorragend recherchiertes Wissen „anstecken“. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr, wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 27. April kommt die Fortsetzung der Umstädter Feuerwehrgeschichte, und am 18.05. folgt, anders als angekündigt, Wilfried Köbler mit seinem Vortrag „Jüdisches Leben in Umstadt“.

Saisoneröffnung an Ostern

Ostermontag mit den „Heartbreakers“

Der lange Winter ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Endlich wieder draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Das bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Ostersonntag, 04.04. ab 13.00 Uhr und Ostermontag, 05.04. ab 11.00 Uhr.

Als besondere Attraktion wird wieder eine Sonderausstellung präsentiert. Nach den Bügeleisen im Vorjahr geht es diesmal unter dem Motto „Von Muckefuck bis Mokka“ um die schmackhafte braune Bohne. Im bäuerlichen Wohnhaus kredenzt Bernhard Zimmer unterschiedliche Kostproben, in der Scheune warten historische Röst- und Kaffeemaschinen, Rohkaffee und allerlei Drumherum auf die Besucher, eine aufregende Zeitreise rund um das beliebte Genussmittel.

Passend zu diesem Anlass schenkt der Verein ab sofort nur noch fair gehandelten Kaffee aus. Eine Entscheidung, die vielen kleinen Kaffeebauern verlässliche Einkommen und damit die Existenz sichert und die Gaumen der Besucher mit sehr aromatischem Kaffee verwöhnt – ohne dafür mehr als bisher bezahlen zu müssen.

Selbstverständlich sieht es der Verein besonders gern, wenn viele Besucher durch die Museumsräume schlendern und sich anschauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu zeigen hat. Landwirtschaft, Handwerk, Kulturgeschichte, Archäologie, ja sogar Exponate von Franken und Römern sind zu sehen, die Spuren in Groß-Umstadt hinterlassen haben.

Für den gemütlichen Teil sorgen zahlreiche leckere Kuchen zum „fairen“ Kaffee, aber auch Deftiges wird angeboten, selbstverständlich sind selbstgekelterter Apfelwein und Umstädter Weine im Angebot. An beiden Tagen wird Harry Seliger Brot backen, immer wieder eine besondere Attraktion. Am Montag spielen dann die „Heartbreakers“, gute Stimmung und unaufdringliche Unterhaltung sind garantiert.

Die „Herzensbrecher“ waren schon mehrmals Gast im Gruberhof und sind eine feste Nummer beim Winzerfes. Sie bieten flotte Rhythmen für eine jung gebliebene Fangemeinde von Leuten jenseits der 50 ... Der berühmte mehrstimmige Gesang und die professionelle Beherrschung des Sounds wirkt aber auch bei jüngeren Menschen Wunder - da gehen alle mit, die Füße wippen und die Musik geht ins Blut. Im Repertoire haben sie Rock´n Roll von Chuck Berry bis Elvis, Oldies wie Satisfaction und Lady Madonna und Rhythm´ Blues von ZZ Top ... und als Sahnehäubchen immer die schönsten Instrumentals von den Shadows und Westernhagen!

„Die Umstädter Gerber“

Vortrag von Gisela Menge am Di., 16.03. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Nur wenig wissen wir heute im Allgemeinen über das Gerben – einen Prozess, bei dem aus einer Tierhaut ein brauchbares Leder entsteht. Auch die Umstädter Gerber sind in Vergessenheit geraten; allein der Name der „Elefantenhautgerberei“ Emmerich ist noch im Gedächtnis.

War das Gerben früher in Umstadt ein Handwerk mit Tradition? Welche Familien betrieben Gerbereien und wo siedelten sie sich an? Überraschen dürfte die Anzahl der in unserer Stadt tätigen Gerber bis ins 19. Jahrhundert. Im Vortrag werden Berichte aus dem Alltag der Gerber, zu ihren Problemen und Streitigkeiten, aber auch Erfolgsgeschichten dieses alte Handwerk noch einmal aufleben lassen. Dass die heute noch bekannten Leder verarbeitenden Firmen Nahm/Lückel und Emmerich als Letzte ihres Standes in Groß-Umstadt ausführlich vorgestellt werden, versteht sich von selbst.

Freuen Sie sich auf einen lebendigen Vortrag, der sich einer der ältesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit widmet, ist Leder doch eines der ersten vom Menschen hergestellten Materialien. Wie so oft beginnt die Geschichte der Gerberei in der Steinzeit und bei den alten Ägyptern … Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr, wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 06. April berichten Peter und Richard Füßler über: „Feuerschutz in Umstadt - die Zeit bis zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr".

„Vom Baum zum Fachwerk“

Vortrag von Dietrich Fengel am Di., 23.02. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Ein Viertel der Landfläche der Erde ist von Wäldern bedeckt. Bäume erreichen z. T. gewaltige Höhen und Umfänge und bilden weit ausladende Kronen. Zu diesem Zweck bauen sie sich ein pflanzliches Gewebe auf, das man Holz nennt und das von uns Menschen seit Urzeiten auf unterschiedlichste Weise genutzt wird. In seinem Vortrag geht Dietrich Fengel zunächst der Frage nach, worauf die hohe Festigkeit des Holzes beruht. Das Lichtmikroskop zeigt den Aufbau aus verschiedenen Zellen und Zellverbänden; mit dem Elektronenmikroskop sind feinsten Strukturen, ja bis zu den Molekülen möglich, deren Vernetzung untereinander die Festigkeit des Holzes ausmacht.

Eine Nutzungsart des Holzes ist seine Verwendung als Baustoff. Schon in vorgeschichtlicher Zeit haben Menschen sich Behausungen aus Holz errichtet, deren Relikte von der archäologischen Bauforschung nachgewiesen wurden. Erhalten sind Holzbauten, speziell Fachwerkbauten, seit dem 13. Jahrhundert, als die Ständer und Schwellen auf Steinfundamente gesetzt wurden und dadurch nicht mehr der Fäulnis ausgesetzt waren.

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Vortrag befasst, ist die Handwerkskunst der Zimmerleute. Die klassischen Werkzeuge werden ebenso vorgestellt wie die unterschiedlichen Arbeitsschritte von der Auswahl der Balken für ihren Verwendungszweck als Ständer, Schwellen, Riegel oder Streben bis hin zum Aufschlagen des Fachwerkgerüstes am Bauplatz und das Ausfüllen der Gefache mit Weidengeflecht und Lehm.

Nun ist Fachwerk nicht gleich Fachwerk! Im Vortrag wird deutlich, wie sich Stabbau, Blockbau, und Bohlenblockbau unterscheiden, was Ständer- und Geschossbauweise besutet, was es mit „Knaggen“ auf sich hat und wie unterschiedlich diese ausgearbeitet wurden. Beispiele aus Limburg oder Quedlinburg, Wernigerode und anderen Städten illustrieren die Ausführungen. Viele dieser Baustile finden sich auch in Groß-Umstadt, seien es konstruktive oder schmückende Merkmale vom Andreaskreuz bis zum „Feuerbock“.

Die Zuhörer erwartet eine Reise durch die deutsche Fachwerklandschaft mit vielen interessanten Erläuterungen. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr, wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 16.03. berichtet Gisela Menge über: „Gerbereien in Umstadt“.

„Not macht erfinderisch: Der Holzvergaser“

Vortrag von Otto Ganß am Di., 19.01. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Wer im Internet unter dem Stichwort „Holzvergaser“ auf Suche geht, findet u. a. ein Angebot für ein „modernes und vielseitiges Kesselkonzept“, das eine bekannte Heizungsbaufirma in der Leistungsgröße von 15 bis 40 kW anbietet – Preis ab 2000,- €. „Eine schadstoffarme und effiziente Betriebsweise mit gutem Wirkungsgrad bis 86 % durch Volllastbetrieb und Sturzbrandtechnik …“

Holzvergasung? Wenn überhaupt, hat man davon gehört als eine der Not gehorchende Technik im und nach dem 2. Weltkrieg. Vielleicht hat man in der Schule erfahren, dass die unglaubliche Kriegsmaschinerie alle sonstigen Brennstoffe verschlang und zu Hause umgerüstet werden musste auf die Holzvergaser-Technik.

Otto Ganß, bis zum Verkauf im Jahre 1973 geschäftsführend mit seinem Vetter für die Schwanen-Brauerei verantwortlich, hat als Heranwachsender diese Not-Technik kennen und anwenden gelernt. Sie muss ihn sehr beschäftigt und geprägt haben, denn er traut sich noch heute zu, einen LKW mit der komplizierten und unglaublich aufwändigen Antriebsversion in Gang zu bringen … Nun, das wird er aus vielerlei Gründen nicht tun (wollen und können), aber darüber berichten, was er weiß und wie er es erlebt hat, das kann er. Als Zeitzeuge und Firmenchef, dessen LKW im Krieg konfisziert worden waren, wird Otto Ganß erzählen, was es bedeutet hat, unter diesen Umständen eine Bierauslieferung zu planen. Von wegen mal eben losfahren und liefern, wenn das Telefon klingelte und eine Bestellung einging: Da war zunächst dran zu denken, wie viele Sack Holz er aufladen musste, um die geplante Strecke mit seinem Vergaser-Antrieb überhaupt bewältigen zu können, da war eine halbe Stunde Vorbereitung fällig … Hören Sie am 19.01., wie die damalige Holvergasung funktionierte, was es bedeutete, sein Unternehmen mit dieser Not-Technik am Laufen zu halten, wo das ganze Holz herkam und wie es gleichwohl gelang, ca. 7 Jahre lang mit diesem Hilfs-Antrieb mehr als 100.000 km zu fahren …Es gab aber keine Alternative: 1942 kam die gesetzliche Pflicht zum Umrüsten, das Fahren solcher mit Holzgas betriebenen Fahrzeuge erforderte sogar einen eigenen Führerschein.

Zahlreiche Bilder und kleine Filmausschnitte sorgen auch bei diesem Vortrag für viel Anschaulichkeit und Verständnis, freuen Sie sich auf einen interessanten Abend. Und bitte dran denken: Die Anzahl der Sitzplätze ist begrenzt. Der Vortrag beginnt um 19.00 Uhr, insbesondere Gäste von weiter weg sollten rechtzeitig da sein. Bei Bedarf wird ein Folgetermin angeboten. Wie immer sind alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 23.02. (nicht wie zunächst angekündigt am 16.02.) geht es weiter mit Prof. Dr. Dietrich Fengel und seinem Vortrag: „Vom Baum zum Fachwerk“ und am 16.03. berichtet Gisela Menge über: „Gerbereien in Umstadt“.

„Als in Umstadt noch die Postkutsche fuhr“

Vortrag am Di., 15.12. im Kuhstall des Gruberhofs

Einen spannenden Bogen zwischen der Großherzoglichen Hessischen Post im 18. Jahrhundert und der Deutschen Reichspost bis 1918 entfaltet Heinz Müller am Di., 15.12. um 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofes. Als Mitwirkender in der „Umstädter Runde“ präsentiert der Post-Geschichtler einen Einblick in das Postwesen hauptsächlich des 19. Jahrhunderts und macht anschaulich, wie „Nachrichten“ transportiert wurden, „als in Umstadt noch die Postkutsche fuhr“.

Noch lange vor motorisiertem Straßen- oder Schienenverkehr, noch lange vor Elektrizität und Telegramm, erst recht vor FAX, E-Mail oder SMS war es ein in doppeltem Sinne hartes Geschäft, Nachrichten, Liebesbriefe, Botschaften, Pakete oder auch Menschen zu befördern. Zum einen verging zwischen Start und Ziel viel Zeit, Sender und Empfänger brauchten Geduld und viel Vertrauen. Die Postkutsche was „das“ Transportmittel, ansonsten blieb nur das Pferd oder der Weg zu Fuß. „Die Post“ war bei Wind und Wetter unterwegs, Mensch und Material waren allerlei Gefahren ausgeliefert.

Geblieben sind gleichwohl grundsätzliche Strukturen: Es wurden Nachrichten, Waren oder Reisende befördert und das geschah nach einem festen Fahrplan auf vorgegebenen Routen, und das kostete Geld - für Briefe auch damals schon Gebühren in Form von Freimarken. Und auch damals hatte die Post durchaus mit Konkurrenz zu kämpfen. Lassen Sie sich entführen in die Welt der Postkutschenzeit, hören Sie, wofür das Posthorn gebraucht wurde, wann in Groß-Umstadt die erste Postexpedition eingerichtet wurde und warum es in Groß-Umstadt kein Post-Kutscherhaus gab.

Heinz Müller, der schon 1988 mit seinem Buch „150 Jahre Post in Groß-Umstadt“ eine ausgezeichnete Forschungsarbeit abgeliefert hat, wird viele Briefe und Dokumente zeigen und so manchen Philatelisten erfreuen.

Alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags gehts bis Juni 2010 weiter, im neuen Jahr geht’s am 19.01.) weiter mit Otto Ganß: „Not macht erfinderisch: Der Holzvergaser“.

„Kolonial- und Materialwaren“ - Geschäftsleben um 1900

Wiederholung am Di. 24.11., 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Alle Fans und Interessierten, insbesondere jene, die am 17.11. keinen Platz mehr im Kuhstall des Gruberhofs bekommen haben, sind herzlich eingeladen, am Di. 24.11. dabei zu sein, wenn Georg Brenner seinen Vortrag wegen der großen Nachfrage wiederholt. Es geht um den Vortrag zum Geschäftsleben um 1900 und wer anders könnte in Groß-Umstadt besser und lebendiger über das Leben eines „Krämerladenbesitzers“ berichten als Georg Brenner, der als Ladenbesitzer in langer Familientradition förmlich aus dem „Nähkästchen“ plaudern kann.

Am Dienstag, Di. 24.11. um 19.00 Uhr wird er im Kuhstall des Gruberhofes seinen neuesten Vortrag in der Reihe historischer Beiträge zur Stadtgeschichte wiederholen und darin in bekannter Qualität und Anschaulichkeit aufzeigen, was der Unterschied zwischen Kolonialwaren und Materialwaren ist, wie ein solcher „Kramladen“ aussah, ausgestattet war und wie er wirtschaftete. Originalrechnungen, allerlei Gerätschaften und Utensilien, die man in Zeiten des Barcode-Scanners nicht mehr braucht und längst im Museum stehen, wird Georg Brenner wieder mitbringen. Dazu wird er in Mundartversen vortragen, was „der Brenner“ alles verkauft hat und so einen Bilderbogen aufspannen aus der Zeit vor 1900 bis in die Gegenwart hinein.

Alle Bürgerinnen und Bürger, sehr gerne auch junge Leute, sind zu diesem Vortrag herzlich eingeladen. Eintritt wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags gehts bis Juni 2010 weiter, Heinz Müller wird am 15.12. um 19.00 Uhr berichten wie es war, „Als in Umstadt noch die Postkutsche fuhr“.

Sonderausstellung Bügeleisen

Geschichte eines „Handwerksgerätes“ im Gruberhof

Seit der Saisoneröffnung am Osterwochenende können Besucher des Gruberhofmuseums in Groß-Umstadt ca. 50 unterschiedliche Bügeleisen bestaunen, die vor allem eines waren und sind – klein und unscheinbar, unspektakulär eingesetzt, um Textilien und Wäsche industriell oder privat glatt und geschmeidig zu machen, Hutkrempen, Kragen oder auch mal Lederaccessoires in Form zu bringen. Betrieben zunächst als schlichte Eisenplatten, die man am Ofen bzw. am Feuer aufheizte, waren sie seit dem späten 17. Jahrhundert kleine „Kraftwerke“, betrieben mit Kohle, Gas, Strom oder anderen „Energieträgern“.

Für viele Menschen sind ältere Modelle eher „altes Eisen“, verrostet, schwer, nutzlos! – Sollten Sie so etwas auf dem Dachboden finden, fragen Sie beim Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. nach (Tel. 4358), vielleicht kann ausgerechnet Ihr Exemplar die Sammlung bereichern! Die ca. 50 vorhandenen Exponate im bürgerlichen Wohnhaus des Gruberhofes lassen beim genauen Hinsehen nämlich einen Erfindungsreichtum erkennen, der um des schnöden Zweckes willen unglaubliche Lösungen hervorgebracht hat.

Die Sammlung, dass muss vorab gesagt sein, hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. sehr wesentlich Herrn Peter Klimke aus Groß-Umstadt zu verdanken. Als Ingenieur technischen Dingen ohnehin zugeneigt, hat er vor ca. 30 Jahren auf einem Flohmarkt ein altes Bügeleisen entdeckt und einmal neugierig geworden, haben sich interessante kulturhistorische und technische Erkenntnisse ergeben, die sich über weitere „Entdeckungen“ zu einer kleinen Leidenschaft entwickelt haben. Seine Sammlung hat er nun dem Museum überlassen und zur Freude des Vereins gleich eine Dokumentation mitgeliefert.

Die ca. 5000 unterschiedlichen Bügeleisen, von denen man heute weiß, werden z. B. unterschieden nach Geräten, die kalt genutzt werden (Bügelsteine, Glättsteine, Kastenmangeln, etc.) und solche, die heiß genutzt werden. Unter letzteren wiederum sind jene mit massiver Sohle, welche mit Hohlkörper, sog. Gehäuse-Eisen, solche mit „moderner“ Beheizung“ und jene für besondere Anwendung wie fürs Bügeln von Hauben, Rüschen, Bändern z. B. bei Trachten und die Vielzahl verschiedener Hutmacher-Eisen.

Erwähnt bereits vor über 2000 Jahren kennen die Sammler früheste Geräte aus dem 15. Jahrhundert. Anfänglich waren es schlichte Metallplatten mit Griff, die auf einer heißen Ofenplatte erhitzt werden mussten. Schon sehr früh kamen dazu passende Wechselgriffe in Mode, die es ermöglichten, mehrere Eisen „im Feuer“ zu haben und sie je nach Bedarf reihum einzusetzen – ohne sich dabei die Finger zu verbrennen! Aus dem späten 17. Jahrhundert sind hohle Plätteisen aus Messing bekannt, die rückseitig durch eine Klappe einen im Feuer vorgeheizten eisernen „Stachel“ aufnehmen konnten, der dann die notwendige Hitze lieferte; besonders in Schneidereien eine über lange Zeit genutzte Technik. Die andere Variante sind jene Bügeleisen, die direkt durch einen brennenden Energieträger wie glühende Kohle, Briketts, Spiritus und Gas im Gerät erwärmt wurden - Auspuff inklusive - und ab 1880 gab es erste Modelle, die mit Strom funktionierten.

Peter Klimke hat sich nach und nach zum Fachmann entwickelt, wird auch weiterhin aktiv für die Sammlung tätig sein und bietet gerne an, inmitten der gegenwärtigen Ausstellung einer Gruppe von max. 10 Interessenten alles zu erzählen, was er „rund ums Bügeleisen“ selbst recherchiert und gelernt hat. Anmeldungen bitte ebenfalls unter Tel. 4358 (nach 17.00 Uhr, Teilnahme nach Eingang der Anmeldung).

Kartoffel- und Kelterfest zum Abschluss unseres Jahresprogramms

Am 10. und 11. Oktober dreht sich alles um Äpfel und „Erdäpfel“

Sehr herzlich eingeladen zum traditionsreichen Kartoffel- und Kelterfest sind auch in diesem Herbst alle Freunde des Gruberhofs in Groß-Umstadt. Insbesondere Familien sind angesprochen mit einem erlebnisreichen Programm: Aus historischen Apfelkeltern gibt es frischen Most, die im Frühjahr z. T. von Kinderhand gesteckten Kartoffeln werden ausgemacht und zu leckeren Speisen verarbeitet, das Backhaus wird in Betrieb sein und leckeres Brot und Kuchen stehen zum Verzehr. Selbstverständlich sind alle Ausstellungsräume des Hofes und des Museums offen, das Bürgerhaus ist zur Besichtigung frei, die Kinder haben auf der benachbarten Bleiche einen weitläufigen Spielplatz.

„Erleben - Beobachten - Verstehen“ - ist das Konzept des Musemsvereins, hier wird gezeigt, wie aus Umstädter Äpfeln Saft und wie aus einem Stück Teig ein duftiges Brot wird. Die auf dem Nachbargrundstück selbst gezogenen „Erdäpfel“ werden am Sonntag gerne mit Hilfe der Gäste geerntet und jeder kann zuschauen, wie ein alter Lanz-Bulldog die museale Kartoffelerntemaschine zieht und die Früchte ans Licht befördert. Hier können gerade Kinder erkennen, dass nichts schon fertig ist, wenn es verkauft bzw. konsumiert wird, immer steckt viel Arbeit dahinter, handwerkliches Können und viel Fachwissen verbinden sich.

Das und viel mehr ist am 2. Oktoberwochenende live zu erleben, am Samstag beginnt das Programm um 13.00 Uhr, am Sonntag schon um 11.00 Uhr. Leckere Kartoffelgerichte, Zweibelkuchen und Federweißer, eine verführerische Kuchentheke und flotte Musik mit den OWeKaDos am Sonntag Nachmittag sorgen fürs allgemeine Wohlergehen und ein entspanntes Wochenende.

Historische Vortragsreihe

„Odenwälder Literatur im 19. und 20. Jahrhundert“
Vortrag am Di., 06. Okt., 19.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofs

Am Dienstag, 06.10.09 um 19.00 Uhr wird Günter Schüttler im Kuhstall des Gruberhofes mit seinem neuesten Vortrag in der Reihe historischer Beiträge zur Stadtgeschichte zu hören sein und damit die vierte Vortragsrunde einläuten. Seit 2006 ist das Winterhalbjahr im Gruberhof geprägt von stets packenden und gründlich recherchierten Vorträgen, erarbeitet und präsentiert von Groß-Umstädter Bürgerinnen und Bürgern.

Auch Günter Schüttler ist schon mehrfach dabei gewesen und wartet jetzt auf mit einem Thema, das zu ihm passt, wie kaum ein anders. Als Kenner der Region, ihrer Geschichte und Kultur und natürlich ihrer sprachlichen Eigenarten, als Mundartsprecher und überhaupt als jemand, dessen Tun im Wesentlichen durch Sprache geprägt ist, dürfte ihm die Vorbereitung zum Thema „Der Odenwald in der Literatur und die Literatur im Odenwald“ durchaus Freude bereitet haben.

In seinem Vortrag kommen hohe und Trivialliteratur ebenso zur Sprache wie hochsprachliche und mundartgepräge Texte. Auch geografisch blickt er über die Grenzen des Odenwaldes hinweg. Heute noch bekannt Autoren und längst verklungene Namen werden angesprochen, und es wird sich zeigen, dass der Odenwald weder der „öde Wald“ ist, wie er oft genannt wird, noch seine Bewohner mit dieser Eigenschaft in Verbindung zu bringen sind. Freuen Sie sich auf einen unterhaltsamen Ausflug rund um die Odenwald-Literatur aus zwei Jahrhunderten, und freuen Sie sich auf die unterschiedlichsten „Kloanigkeire ass em Ourewoald“ in Prosa, Vers und Schauspiel.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen.

Minnesang, Schmaus, Spektaculum

Mittelalter erleben im Gruberhof

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen und lädt alle Mittelalterfreunde jeden Alters sehr herzlich zu einem bisher ungesehenen Spektakel ein. Am So. 12. Juli ab 11.00 Uhr erleben Sie Minnesang, Handwerk und Gaumenschmaus wie im 12./13. Jahrhundert.

Zu dieser Zeitreise in die immer wieder faszinierende Epoche dürfen alle Gäste gerne auch selbst mittelalterlich gewandet erscheinen, was die gesamte Kulisse sehr bereichern würde: Denn sowohl das Gruberhof-Personal als auch die Turnerfrauen rund um Else Hintz, die einen leckeren Gewürzwein kredenzen, werden zeitgemäß gekleidet auftreten. Bäcker Harry Seliger backt alten Rezepten nachempfundenes Gewürzbrot im Steinofen, das ab 12.00 Uhr mittags zum rustikalen Braten und zu Mini-Haxen zum Mahle gereicht wird. Selbstverständlich folgt am Nachmittag auch wieder frischer Streuselkuchen aus dem Ofen, der in der Restwärme nach dem Brotbacken bestens gerät. 

Mit dabei sind auch autmundis KriegerClan, nach eigenem Bekunden „ein unsortierter, freier, wilder Haufen, der das Mittelalter so lebt, wie es war: meisten jedenfalls, ein täglicher, harter Kampf ums Überleben - auch für die Krieger und „Söldner“. Dieser Clan wird Bogenschießen für Kinder anbieten, zeigen wie man Flachbogen baut und überhaupt sehr authentisch auftreten. Eine weitere Bereicherung wird „Der Witti“ sein, der sich mit Lederverarbeitung beschäftigt und gerne zeigt, was es rund um dieses Handwerk gab und gibt.

Um 14.00 Uhr dann präsentieren der Museumsverein und die Stadt Groß-Umstadt drei Stunden Musik und Unterhaltung mit Knud Seckel: Inspiriert von den Werken der Troubadoure und Trouvères jenseits des Rheines, spannt der Barde ein Bogen über die mittelhochdeutschen Lieder hinaus zu den anderen Literatursprachen des Mittelalters. Hierbei gleitet der Blick auch aus der christlichen Welt hinaus zum jüdisch-arabischen Kulturkreis und Seckel gibt seine ganz eigene Antwort auf die Fragen: Wie könnten die Sänger des Mittelalters geklungen haben? Wie mag wohl Walther von der Vogelweide oder Neidhart aufgetreten sein?

Oft ist es die Frau seines Herzens, die er öffentlich besingt - manchmal auch ein Selbstgespräch. Nie verliert er jedoch den Blick für sein Auditorium, ohne das er seine Kunst nicht leben kann. Die Zuhörer sind immer gleichzeitig Akteure wie bei einer höfischen Gesellschaft eingebunden in die Lieder und Ereignisse des Vortrages. Zarte, besinnliche Töne wechseln sich mit frechem, frivolem Gesang ab. Lyrische Melodien erklingen neben beschwingten Instrumentalstücken zum Tanz. Hohe und niedere Minne, sehnende und erfüllte Liebe sprechen aus dem Herzen des Minnesängers. Und wenn eine ehrenreiche Frau es zulässt, mag er ihr auch persönlich singen ...

 

Pfingsten im Gruberhof

Handwerkertage mit Vorführungen und Ausstellung

Der Gruberhof, das Museum und Kulturzentrum von Groß-Umstadt, ist über die Pfingstfeiertage wieder einmal Treffpunkt für Menschen, die alles wollen: gemütlich im Hof sitzen und „action“ für die ganze Familie. Denn der Umstädter Museums- und Geschichtsverein konnte mehrere Handwerker gewinnen, die vorführen, was in ihren Berufen früher ohne Strom und Maschinen geleistet wurde!

Das Programm läuft am Sonntag, 31. Mai von 13.00 bis 18.00 Uhr und am Pfíngstmontag, 01. Juni schon ab 11.00 Uhr. Die besondere Attraktion an beiden Tagen ist der eigens angeheizte Steinbackofen, in den Bäckermeister Harry Seliger nach traditionellen Rezepten zubereitete Brote „einschießen“ wird. Wer selbst zuschauen will oder seinen Kindern einmal zeigen möchte, wie solch ein Ofen aussieht, wie er funktioniert, und welche Arbeitsschritte das anstrengende und schweißtreibende Handwerk einst erforderte, um ein duftendes Brot herzustellen, kann dies gerne tun und natürlich auch ein ofenfrisch-knuspriges Brot erwerben! Das wird so gegen 15.00 / 16.00 Uhr soweit sein, danach wird die Restwärme genutzt, um Streuselkuchen zu backen - und den muss man einfach probieren!

Auch Malergeselle Tobias May und Schreinermeister Franz Knößelsdorfer, der kunstvolle Intarsienarbeiten herstellt, haben zugesagt. Sie lassen sich gerne auf die Finger und aufs Maul schauen, Fragen sind unbedingt erwünscht!

Am Montag, 01. Juni, gehts schon um 11.00 Uhr los. Schindelmacher Peter Krebs gesellt sich zu den anderen Handwerkern hinzu, und Schmiedemeister Günter Rybarczyk heizt die Esse an und schwingt den Schmiedehammer. Ein Erlebnis für Jung und Alt! Wer möchte, kann sich schon zum leckeren Mittagessen seinen Platz sichern, es gibt feinen Braten aus der Küche des „Kuhstalls“. Ab 13.00 Uhr spielen die „Hot Jazz Company“ auf und sorgen mit leichten Rhythmen für beste Unterhaltung.

An beiden Tagen ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt, es gibt Kartoffelsuppe, Bratwurst und natürlich am Nachmittag Kaffee und Kuchen. Anlass genug, einen bequemen Feiertag zu genießen oder nach einer (Rad-) Wanderung dort einzukehren und es sich gut gehen zu lassen. Die Kinder können im Gelände oder auf dem Spielplatz der Parkanlage „Bleiche“ herumstreunen, im Kuhstall werden Handwerkerfilme gezeigt und selbstverständlich ist die gesamte Ausstellung des Museums geöffnet.

Mit der HOT JAZZ COMPANY haben sich sechs Musiker im Jahr 1995 zusammengeschlossen, um mit Begeisterung ihren urigen Jazz zu spielen. Den "Swinging Jazz" der 20er und 30er Jahre. So, wie er schon in New Orleans, Kansas City, und Chicago zu hören war. Mit lebendigen, aber auch gefühlvollen kollektiven und kernigen Soli glaubt man die Zeiten um Louis Armstrong, Mugsi Spanier, Wild Bill Davidson aber auch Edmund Hall, Coleman Hawkins, JC Higgenbothem und Jack Teagarden wieder zu hören.

Bauern im Mittelalter

Fronhöfe, Hufbauern und die Entwicklung der Landwirtschaft in der Umstädter Region zwischen 743 und 1500

Vortrag von Wilfried Köbler

Im Jahre 743 wurde die vorhandene Peterskirche zu Umstadt (autmundisstat) als Schenkung an das Bistum Würzburg erstmals urkundlich erwähnt. 766 verschenkte König Pippin III. das gesamte Königsgut autmundisstat an die Reichsabtei Fulda. - Was wurde da eigentlich verschenkt? Was machte den Wert dieser Gabe aus? Wie waren die Lebensumstände und was geschah in der Folgezeit? Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. und die „Umstädter Runde“ laden Sie sehr herzlich ein, am Di., 05. Mai um 20.00 Uhr in der Scheune des Gruberhofs dabei zu sein, wenn Wilfried Köbler in bekannter Manier über die Entwicklung der Landwirtschaft in der Umstädter Region zwischen 743 und 1500 plaudert.

Zunächst erfährt das Publikum, wie ein Königsgut im 8. Jahrhundert eigentlich bewirtschaftet wurde, wer und wie viele Menschen zu dieser Zeit in diesem Königsgut lebten und welche Aufgabe die Landwirtschaft damals hatte und wie sie organisiert war. Schon bald nach der o. g. Schenkung, in den Jahren 793/94, wütete im gesamten Frankenreich eine folgenreiche Hungersnot. Tausende von Menschen verhungerten. Um die schlimmen Folgen zu minimieren, erließ Kaiser Karl der Große um 795 eine Landgüterverordnung (capitulare de villis) für alle Königsgüter und Königspfalzen, sowie für die fränkischen Reichsabteien. Köbler wird nicht nur über die Ursachen dieser Hungersnot und noch 28 weitere bis zum Jahre 1300 berichten, er wird auch aufzeigen, wie sich diese Landgüterverordnung, die mehrere Jahrhunderte richtungweisend war, auf die Fronhöfe und Hufbauern in Umstadt auswirkte. Neue Bewirtschaftungsformen für Äcker, Allmende und Wald wurden eingeführt, die auch große Bedeutung für die Bienenzucht (Honig war damals äußerst wichtig) und den Weinbau hatten!

Mehr noch: Jedes Königsgut hatte einen Karlsgarten einzurichten! Was es damit auf sich hat, wird ebenso anschaulich vorgetragen wie die Hintergründe des gesellschaftlichen und sozialen Status´ der Bauern bis 1500, wie sie vom Adel und katholischen Klerus behandelt wurden. Wie stand die Kirche zu den Bauern und welche Rolle spielte sie bei den Bauernaufständen um 900 und 1233/34? Warum kam es zum großen deutschen Bauernkrieg?

Umstadt hatte im gesamten Mittelalter und in der frühen Neuzeit eine große Anzahl von Erbhöfen und Erbmühlen (Fronhöfe). Wer waren die Pächter, teilweise auch späteren Eigentümer, wie sahen deren Fronleistungen und Fronfuhren aus und wo waren solche Höfe in der Umstädter Gemarkung angesiedelt? War Umstadt, eine Stadt mit vielen Zünften auch eine Ackerbürgerstadt? Sie sind herzlich eingeladen zu dieser Zeitreise. Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Die Themen für die neue, inzwischen vierte Vortragsreihe für das Winterhalbjahr 2009 / 2010 finden Sie als PDF auf dieser Seite.

Erlebnistage „Rund um die Kartoffel“

Sa. 02. und So. 03. Mai

In sein Jahresprogramm aufgenommen hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. im Jahr seines 30-jährigen Bestehens „Erlebnistage rund um die Kartoffel“, die am Wochenende nach dem 1. Mai mit zwei Aktionsnachmittagen zum „Kartoffel stecken“ beginnen und im Oktober beim Kelter- und Kartoffelfest mit der eigenen Kartoffelernte enden. Angesprochen und zum Mitmachen herzlich eingeladen sind insbesondere Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter und natürlich alle Geschwister, Freunde und Nachbarn sowie selbstverständlich die Eltern und Großeltern.

Jeweils von 14.00 bis 16.00 Uhr werden am Sa., 02. Mai und So. 03. Mai auf dem eigens angelegten Acker neben dem Gruberhof Kartoffel gesteckt, „wie´s früher war“: Mit Hacke und Handarbeit, eine nach der anderen … Das gesamte Material wird selbstverständlich vom Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. gestellt, auch fachliche Anleitung und Aufsicht ist gewährleistet. Selbstverständlich ist es nötig, dass die Eltern helfen und haften!, feste Schuhe bzw. Gummistiefel sind erforderlich für alle großen und kleinen Kartoffelbauern!

Interessierte Familien sollten sich zwei Stunden reservieren, denn es wird noch eine Live-Vorführung mit Lanz-Bulldog und Kartoffelsteckmaschine geben, allgemeine Information zur Kartoffel und viele Tipps darüber, „wie´s früher war …“ runden den Nachmittag ab. Zum Abschluss wartet auf alle fleißigen Helfer eine kräftige Kartoffelsuppe.

Und im Herbst gibt’s dann ein großes Wiedersehen: Was ist aus meinen Kartoffeln geworden? Die Kinder können dann ihre „Früchte“ ernten und feststellen, wie sich rund um die Pflanzkartoffel bis zu 10 neue entwickelt haben …

Saisoneröffnung im Gruberhof

Ostermontag mit den OWeKados

Der lange Winter ist vorbei, Ostern kündigt sich an und damit die Sommersaison im Gruberhof. Endlich wieder draußen sitzen, Sonne genießen und entspannt mit Bekannten plaudern. Das bietet der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Ostersonntag So., 12.04. ab 13.00 Uhr und Ostermontag ab 11.00 Uhr.Als besondere Attraktion wird eine Sonderausstellung mit historische Bügeleisen und Bügelgeräten gezeigt. 50% der Exponate stammen aus der privaten Sammlung von Herrn Klimke aus Groß-Umstadt. Er hat diese nicht nur dem Verein gegen eine Spende überlassen, sondern darüber hinaus hat beide Sammlungen vereint, entsprechend recherchiert und das Ganze dokumentiert. Insbesondere Familien werden staunen, die Kinder sowieso, denn einmal zu sehen, welch aufwändige, schwierige und mitunter gefährliche Arbeit das Plätten von Wäsche einst war, lässt uns doch immer wieder erkennen, wie gut wir es heute haben. Moderne Mangeln, Bügelstationen und Dampfbügeleisen machen doch vieles sehr leicht, zumal bei Stoffen, die ohnehin pflegeleicht sind.Selbstverständlich können Sie auch in den sonstigen Museumsräumen herumstöbern und schauen, welche Schätze das in Südhessen einmalige Museum zu bieten hat. Landwirtschaft, Handwerk, Kulturgeschichte, Archäologie, ja sogar Exponate von Franken und Römern sind zu sehen, die Spuren in Groß-Umstadt hinterlassen haben.Für den gemütlichen Teil sorgen zahlreiche leckere Kuchen zum Kaffee, aber auch Deftiges wird angeboten, selbstverständlich sind selbstgekelterter Apfelwein und Umstädter Weine im Angebot. Am Montag spielen dann die OWeKados, gute Stimmung und unaufdringliche Unterhaltung sind garantiert.

Seit mehr als 40 Jahren sorgt die Kapelle des Odenwaldklubs Groß-Umstadt bei vielen Gelegenheiten für die passende Musik, auch eine erste Musik-CD ist auf dem Markt. Die 16 Lieder auf der Scheibe sind ein Querschnitt aus 40 Jahren Geschichte und einem Repertoire von 450 Nummern, „von denen wir derzeit 150 sofort spielen könnten", so Geißler, der Leiter der Combo.

Geschichte der Umstädter Schwanen-Brauerei

Vortrag von Otto Ganß

Am 31.03.2009 berichtete Gisela Menge darüber, unter welch schwierigen Umständen erst im Jahre 1913 die Elektrizität nach Groß-Umstadt kam. Viele Betriebe nutzen diese damals neue Energieform für Licht und Antrieb und einer der ersten Stromkunden war die Schwanen-Brauerei! Um die geht es nun am Di., 14. April, ab 20.00 Uhr, wenn Otto Ganß von dem Traditions-Brauhaus erzählt, über die Familiengeschichte plaudert und natürlich so manches Detail verrät über die Kunst des Bierbrauens. Passend zum Thema wird an diesem Abend frisch gezapftes Bier ausgeschenkt, ausnahmsweise nicht im Kuhstall, sondern in der Scheune. Dazu laden der Umstädter Museums- und Geschichtsverein und die „Umstädter Runde“ alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich ein.

Zunächst berichtet Otto Ganß von seiner traditionsreichen Familie, deren Genealogie er, zumindest in Teilen, bis ins 10. Jahrhundert zurückverfolgen kann. Stolz kann er berichten, dass seine Vorfahren sehr spendable Leute waren, ein Kirchenfenster von 1904 in der Stadtkirche gibt davon noch heute Zeugnis.

Die ziemlich genau 300-jährige Geschichte der Schwanen-Brauerei begann 1672, als der Bierbrauermeister Hans Georg Ganß im „Alten Haus“ am Markt eine Hausbrauerei gründete. Der Umzug in die Mühlgasse, später Schwanengasse, bedeutete eine erhebliche Geschäftserweiterung, die letzte Station Am Steinborn bot dann alles, was ein stets modern geführtes Unternehmen auch schon Ende des 19. Jahrhunderts brauchte.

Lassen Sie sich mitnehmen auf die Zeitreise durch all diese Veränderungen, hören Sie, wir Pferdefuhrwerke durch LKW abgelöst wurden, wie zuerst Natureis aus dem Weiher dann Kunsteis zur Kühlung hergestellt wurde, was es mit dem Schalander auf sich hat und folgen Sie Otto Ganß, dem bis zum Schluss verantwortlichen Leiter für Technik und Außendienst, in den damaligen Betrieb mit allen seinen technischen Abteilungen, Abläufen, Handelsbeziehungen und Verträgen. Im Jahre 1973 wurde auf Grund wirtschaftlicher Überlegungen die gesamte Brauerei mit Gebäuden und Kundenstamm an die Fa. Henninger-Bräu in Frankfurt verkauft und 2 Jahre später endgültig geschlossen.

Nicht fehlen darf bei einem solchen Vortrag das eigentliche Produkt: das Bier! Erfahren Sie mehr vom „Schwanen-Bräu“ und vom „Oster-Bock“ und von vielen anderen Experimenten rund ums Reinheitsgebot! Und mit einem Ausblick auf die Geschichte des Bieres seit der Jungsteinzeit ist noch lange nicht Schluss …

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Am 05. Mai wird Wilfried Köbler diesen inzwischen dritten Vortragszyklus abschließen mit dem Thema: „Fronhöfe, Hufbauern - Entwicklung der Landwirtschaft von den Karolingern bis in die frühe Neuzeit in der Umstädter Region“.

Groß-Umstadt geht ein Licht auf

Vortrag von Gisela Menge über die Einführung der Elektrizität

Die inzwischen bekannte und beliebte Reihe der öffentlichen Vorträge zu stadthistorischen Themen wird am Dienstag, 31.03.2009 um 20.00 Uhr von Gisela Menge fortgesetzt. Der Umstädter Museums- und Geschichtsvereins lädt wieder alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich in den Kuhstall des Gruberhofes ein, wo Frau Menge erstmals und umfassend darüber berichtet, warum die Einführung der Elekrizität in Groß-Umstadt vor rund 100 Jahren so zögerlich begann.

Es war im Jahr 1913, als in Groß-Umstadt zum ersten Mal das Licht als öffentliche Straßenbeleuchtung anging und von der Bevölkerung begeistert begrüßt wurde. Aber warum erreichte der Fortschritt in Form der Elektrizität unsere Stadt erst so spät? Wurden doch auch hier schon lange vor 1900 Rufe laut nach „mehr Licht“.

Der Vortrag will aufzeigen, wie der Weg der Umstädter auf der Suche nach Licht und Kraft aussah, aber auch, wie Nachbargemeinden mit demselben Problem umgingen. Erst um 1907 setzte die intensive Phase der Entscheidungsfindung in Groß-Umstadt ein. Fünf turbulente, von vielen Streitigkeiten gekennzeichnete Jahre benötigte man bis zum Entschluss, die Elektrizität einzuführen.

Welche Gründe hatte diese Verschleppung? Lag es am Zwist unter den Bürgern? Lag es am Streit um das Beleuchtungssystem? Oder war das lange Zögern und Zaudern der Stadtväter schuld? Gut, dass sich in jenen Jahren ein junger Elektroingenieur – ein gebürtiger Umstädter – in die Diskussion einmischte, wenn auch schließlich die Entscheidung der Stadt im Jahr 1912 anders aussah, als er sie sich gewünscht hatte.

Auch nach 1913 war die Entwicklung der Elektrifizierung hier am Ort von Hindernissen gekennzeichnet: Erster Weltkrieg, Wirtschaftskrise und Zweiter Weltkrieg brachten Rückschläge. Wie bewerkstelligte Groß-Umstadt nun den Neubeginn in der Nachkriegszeit? Eine Entscheidung der HEAG im Jahr 1955 sollte für die Stadt und die Region von weit reichender Bedeutung werden.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Noch ein Vortrage wird folgen: Otto Ganß berichtet am 14. April über die „Geschichte der Umstädter Schwanen-Brauerei und die Tradition des Bierbrauens“.

175 Jahre Sparkasse in Groß-Umstadt

Vortrag zur Geschichte der Sparkasse Dieburg von Arnold Straub

Die Sparkasse Dieburg blickt auf fast 175 Jahre erfolgreiche Arbeit im Geiste ihrer Gründer zurück. Das Jubiläum gibt Veranlassung zu einer Rückschau auf das Erreichte. In der Reihe der historischen Vorträge der Umstädter Runde im Museums- und Geschichtsverein e. V. wird Arnold Straub am Di., 03. März 2009 um 20.00 Uhr im Forum S der Sparkasse eine wechselhafte und beeindruckende Firmengeschichte Revue passieren lassen. Zu dieser öffentlichen Veranstaltung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Waren die ersten 125 Jahre seit der Gründung vom Aufbau und vielen Rückschlägen durch Kriege und Währungsreformen geprägt, so zeichnen sich die Jahre seit dem 2. Weltkrieg durch eine Konsolidierung und Modernisierung auf organisatorischem und technischem Gebiet aus. Erst hierdurch wurde es möglich, stets ausreichende Überschüsse zu erwirtschaften um die von der Satzung geforderten Aufgaben zu erfüllen.

Auch die Formen der Dienstleistungen der Sparkasse haben sich im Wandel der Zeiten vielfach geändert. Der Vortrag folgt diesem Werdegang und wird in seinem ersten Teil die Entwicklung der Sparkasse bis zum Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg zeigen, der zweite Teil wird dort anknüpfen und die Sparkassengeschichte bis heute fortscheiben.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags gehts dann bis Mai 2009 im Kuhstall weiter mit Vorträgen zu Themen der Zeit-, Kultur- und Industriegeschichte, wie: „Umstadt geht ein Licht auf – Einführung der Elektrizität in Umstadt“ oder „Geschichte der Umstädter Schwanen-Brauerei und die Tradition des Bierbrauens“.

„Pfadfinder in Groß-Umstadt – Die Jahre nach 1945“

Vortrag zur Stadtgeschichte von Prof. Dr. Dietrich Fengel

Am Dienstag, 03.02.2009 gehts in der historischen Vortragsreihe des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofes um die „Entwicklung der Pfadfinder in Groß-Umstadt nach dem 2. Weltkrieg“. Dazu sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger sehr herzlich eingeladen.

Entstanden aus der Boy-Scouts-Bewegung im Jahre 1907 gab es bereits 1911 den Deutschen Pfadfinderbund, der 1933 verboten und in die HJ integriert wurde. Nach dem Krieg wird der Bund Deutscher Pfadfinder (BDP) neu gegründet und Dieter Fengel wird in seinem mit vielen „historischen“ Bildern illustrierten Vortrag vor allem die Umstädter Pfadfinder-Jahre von 1948 bis 1955 beleuchten.

1948 gründeten 17 Schüler der 6. Klasse des Realgymnasiums in Groß-Umstadt eine Pfadfindergruppe im neuen BDP, deren Leitung der Geschichtslehrer Heinrich „Enno“ Simon nach langem Zögern übernahm. Ein Erlebnis der ersten Wochenendfahrt brachte dem Stamm den Namen „Wilder Eber“ ein ... Was da geschehen war und was es mit der unvergessenen „Edersee-U-Boot-Brotsuppe“ anlässlich einer Fahrt an den Edersee im Mai 1948 auf sich hat, erfahren Sie am 03. Februar.

Rasch stieg mit Mitgliederzahl des Stammes auf 74, es wurden Sippen und ein Stammesrat gebildet. Die Jungen wurden im Hinblick auf die Proben, die nötig waren, um in den Kreis der Wölflinge und Pfadfinder aufgenommen zu werden, an Heimabenden in unterschiedlichen Wissensgebieten geschult. Eigene Kluft, ein eigenes Heim und weiterhin viele Unternehmungen prägten die damalige Zeit: Gesang, Zeltlager, Sonnenwendfeiern, Ausflüge an den Bodensee oder in den Odenwald, Fahrradtouren nach Frankreich, eine Tramperreise nach Köln, eine Reise nach Nordafrika, ...

Lassen Sie sich mitnehmen auf die Zeitreise in die Nachkriegsjugend, vielleicht finden sich unter den Zuhörern Zeitgenossen, die, wie der Vortragende selbst, dabei waren und bei dem Vortrag noch einmal ihre Kindheit und Jugendjahre Revue passieren lassen können.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags gehts dann bis Mai 2009 weiter mit Vorträgen zu Themen der Zeit-, Kultur- und Industriegeschichte, wie: „175 Jahre Sparkasse Dieburg“ oder „Umstadt geht ein Licht auf – Einführung der Elektrizität in Umstadt“ oder „Geschichte der Umstädter Schwanen-Brauerei und die Tradition des Bierbrauens“.

„Musikleben im Odenwald, Volksmusik und Volkstanz“

Vortrag zur Stadtgeschichte mit Günter Schüttler
Dienstag, 16.12.2008, 20.00 Uhr


„Zuhören“ bekommt am Dienstag, 16.12.2008 um 20.00 Uhr im Kuhstall des Gruberhofes eine ganz eigene Bedeutung - nicht nur weil Günter Schüttler sich mit Musik im Odenwald, Odenwälder Musikantenfamilien und dem Liedgut, das hier entstanden ist und gesungen wurde, beschäftigt, sondern auch, weil der stadthistorische Vortrag, anders als sonst, mit Tönen statt mit Bildern unterlegt ist! Es gibt also keine visuelle Anschauung per Beamer, sondern, passend zum Thema, eine „auditive Anhörung“ per Akkordeon! Der in Groß-Umstadt aktive Musiker Volker Becker wird auf seinem Instrument so manches Hörbeispiel live beitragen und so für passende „Ein-Stimmung“ sorgen!

Lassen Sie sich entführen in die Welt von Liedern, die in Spinnstuben, bei der Kirchweih oder der Hochzeit gesungen wurden, in die Welt der Spott- und Tanzlieder und erfahren sie, was es mit dem Odenwaldjodler auf sich hat. Günter Schüttler wird zeigen, worin der Unterschied zwischen Musiker und Musikant besteht, welche Lieder Kunstlieder oder Volkslieder sind, welche örtlichen Unterschiede festzustellen sind, was frei gesungen wurde und seit wann eigentlich Liederbücher bestehen. Bei aller Leichtigkeit, die der Vortrag zu bieten verspricht, er ist ein aufwändig recherchierter Beitrag zur Heimatforschung und Stadtgeschichte mit dem wohltuenden Blick auf den gelebten Alltag der Menschen in ihrer jeweiligen Zeit.

Eintritt für den Vortrag wird nicht erhoben, freiwillige Spenden an den Umstädter Museums- und Geschichtsverein für seine vielfältigen Aufgaben sind willkommen. Immer wieder dienstags gehts dann bis Mai 2009 weiter mit Vorträgen zu Themen der Zeit-, Kultur- und Industriegeschichte, wie: „175 Jahre Sparkasse Dieburg“ oder „Umstadt geht ein Licht auf – Einführung der Elektrizität in Umstadt“ oder „Geschichte der Umstädter Schwanen-Brauerei und die Tradition des Bierbrauens“.

Ganz aktuell und druckfrisch gibt es ab sofort den 2. Sammelband der Vortragsreihe 2007/2008, ein stolzes Werk mit 10 Beiträgen auf 300 Seiten. Dieses Buch ist ab sofort im UmStadtBüro, bei der „Bücherkiste“, bei „Wein am Markt“, der Buchhandlung Staudt und bei Schreibwaren/Buchhandel Ehrhardt für 18,- € zu haben, gerne auch im Gruberhof direkt (abends ab 17.00 Uhr oder telefonisch unter 4358). Auch vom ersten Sammelband der Vortragsreihe 2006/2007 sind noch einige Exemplare vorrätig (14,- €).

Stromverteilung im Pferdestall

Neue Elektroinstallation im Gruberhof

Der Gruberhof, seit 1988 im Eigentum der Stadt Groß-Umstadt, ist in den letzten 20 Jahren als Museum und Kulturzentrum gewachsen, der Umstädter Museums- und Geschichtsverein sorgt als Betreiber für Leben und reichlich Programm. Es wurden nach und nach ein Schleppdach angebaut, Dachziegel erneuert, Schindeln ersetzt, Räume umgestaltet und renoviert. Doch nicht mitgewachsen ist die Stromversorgung, die zwar in allen Gebäudeteilen der Hofreite funktionierte, aber nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards und -vorschriften entsprach. Mal hier eine Ergänzung, dort ein Abzweig oder ein zusätzlicher Anschluss für den Beamer.
Die Stadt hat in Absprache mit dem Umstädter Museums- und Geschichtsverein und den Stadtwerken, die den größten Teil der Arbeiten ausführen, die eher ruhige Wintersaison ausgewählt, um von Grund auf alles neu zu installieren. Die Entega erneuert für 6.000,- € den Hausanschluss, der neue Verteilerkasten wird im ehemaligen Pferdestall untergebracht. Für die komplette Neuinstallation der Zähleranlage wurde eine Elektrofachfirma beauftragt, der Magistrat hatte dafür 25.000 € zur Verfügung gestellt.

Reiner Schütz vom Vorstand des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins, Martin Giegerich und Andreas Storck von der Stadtwerken/Baubetriebshof verlegen viele 100 Meter Kabel und Kabelkanäle, setzen Dosen und Schalter. Im Blick haben sie dabei die zukünftige Nutzung der Räume, denn auch die Ausstellungen werden z. T. neu organisiert und deren museumsgerechte Beleuchtung will bedacht sein.

Orchestrion klingt wie neu!

Aufwändige Restaurierung hat sich hörbar gelohnt!

Im Kuhstall des Gruberhofes, der „gut Stubb“ des Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. steht seit über 20 Jahren ein Orchestrion, das die ganze Zeit allein durch seine wunderbare optische Erscheinung begeistert hat. Das edle Holz, die Jugendstilornamente und die alten Stiftwalzen sowie das instrumentelle Innenleben ließen auch ohne Hörbeispiel erkennen, welch gutes Stück der Verein da beherbergt.

Bauweise und Stil deuten auf ein Baujahr um 1890/1900 hin, der Münzeinwurf, vorgesehen für tschechische Kronen, lässt vermuten, dass das gute Stück in Böhmen hergestellt wurde und dort auch viele Jahrzehnte lang für flotte Unterhaltung in einer Gastwirtschaft gesorgt hat.

Nach einem gründlichen Blick in die Vereinskasse hat Vorstandsmitglied Reiner Schütz schon im Sommer 2008 recherchiert, wer diesen komplett mechanischen Vorläufer der moderneren Musikbox restaurieren kann und ist im südlichen Odenwald in der Nähe von Buchen fündig geworden. Orgelbaumeister Remy Steis aus Buchen-Bödigheim hat sich der Sache angenommen und das Orchestrion jetzt wieder so hergestellt, dass es – nun auch mir Euro-Cent-Münzen – erschallt, wie in alten Zeiten. Einmal im Jahr wird er sich auch um die notwendige Wartung kümmern.

Ausgerüstet mit einem Kurbel-Gewichtsaufzug bewegen 75 kg Zugkraft eine Walze, auf der zahllose Drahtstifte angebracht sind, die vier Instrumente ansprechen: Klaviersaiten, Trommel, Triangel und Becken. Das kluge Wechselspiel erzeugt je Walze sechs schmissige Sing- und Tanzlieder. Zwei solche Tonträger kann Günter Staudt auf Wunsch auswechseln und den Kuhstall für eine ganze Weile zum Hör-Saal machen. Hören Sie mal wieder rein! Rund 2.500,- € hat der Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. aus Spendengeldern investiert, der Marktwert des Orchestrions dürfte nach Schätzungen bei rund 15.000,- € liegen.

Reise ins frühe Mittelalter

Umstädter Museums- und Geschichtsverein wandelte auf den Spuren der Franken

Der Ausflug des Umstädter Museums- und Geschichtsverein e. V. am Sa., 01.11. nach Karlburg und zur Festung Marienberg in Würzburg war eine rundum gelungene Sache. Der Bus war mit 46 Personen ausgebucht, das Wetter gut und die Exkursion fachlich und atmosphärisch stimmig. Reiner Schütz hatte die Reiseleitung übernommen und fand: „Es war z. T. anstrengend und anspruchsvoll, aber keine Kultur-Tortur, insgesamt gesehen ein interessanter Einblick in die Geschichte und Lebensweise unserer Vorfahren.“

Am Vormittag gings zunächst nach Karlstadt am Main, etwa zwischen Gemünden und Würzburg gelegen, zu wertvollen Grabungsstätten, die Aufschluss geben über die sehr frühe Siedlungsgeschichte schon ab dem 5. Jahrhundert. Ein wunderbarer Ausblick über das Maintal bot einen Gesamtüberblick über die im frühen Mittelalter von den Franken bewohnte, ca. 1 km lange Besiedlungsfläche (Karlburg).

Dann vor Ort sah man eine Ausgrabung mit Fundamenten von sogenannten fränkischen Grubenhäusern. Die waren aus Holz, weshalb nur noch wenige Überreste zu finden sind. Herr Dr. Obst vom mainfränkischen Museum hat die Reisegruppe bei den Führungen sehr ausführlich informiert, nicht ganz ohne Anstrengung war die kleine Wanderung durch ein Waldstück zu einer Befestigungsanlage (Steinwall unter den Blättern des Herbstwaldes verborgen) aus der frühen Frankenzeit.

Nach einer ausreichenden Mittagspause startete dann die Führung in der Festung Marienberg, wo wertvolle Exponate aus der Zeit zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert zu sehen waren. Ungewöhnliche Funde eröffnen dort einen einmaligen Blick in die damalige Siedlungsgeschichte, über Fernhandelswege, Riten und Gepflogenheiten in der beginnenden Christianisierung, über die Kunst- und Kulturgeschichte einer aufregenden Epoche.

Für die Mitglieder war dieser Ausflug ein willkommenes Dankeschön für vielfältige und aktive Mitwirkung im Verein, die Reise war aber auch für (noch) Nicht-Mitglieder offen. Am Ende zeigten sich alle TeilnehmerInnen sehr zufrieden und so soll 2009 wieder eine Zeit-Reise angeboten werden. Beim Abschluss im Kuhstall des Gruberhofes gabs bei einem kleinen Imbiss noch eine lebhafte Nachlese und Gesamtrückschau auf das Erlebte.

Neue Holzschindeln am Wohnhaus im Gruberhof

Zur Zeit werden am bäuerlichen Wohnhaus im Gruberhof die Holzschindeln an beiden Giebelseiten ausgetauscht. Dies ist eine notwendige Ersatzmaßnahme im Rahmen der Bauunterhaltung, da die Schindeln besonders auf der Westseite, die zugleich auch die Wetterseite ist, alters- und wetterbedingt auseinander gefallen sind.

Die neuen Schindeln entsprechen im Format, Aussehen und Holz ganz den alten und bleiben auch ohne Farbanstrich. Damit die natürliche Optik des Holzes erhalten bleibt, wurde das Holz wind- und wetterfest imprägniert. Dies schützt zugleich vor dem Altern und Verfall des Holzes, lässt es besser Atmen und somit länger leben. Die Schindeln werden aus Lärchenholz von einem Schindelspezialisten aus Bad König in Eigenarbeit hergestellt. Gutes altes Handwerk, wie es bestens zum Gruberhof passt.

Bei der Erneuerung der Schindeln handelt es sich nicht um eine Dämmmaßnahme, da das Dachgeschoss des Gebäudes nicht beheizt wird. Der Schindelspezialist wird noch für ca. zwei Wochen tätig sein. Die Stadt Groß-Umstadt gibt für diesen Auftrag rund 8.300,- € aus. Anschließend werden auch die Holzfenster des Wohnhauses ausgetauscht, da diese ebenfalls in die Jahre gekommen sind.