Der Verein

Das Groß-Umstädter Museum „Gruberhof“ bewahrt und vermittelt das geschichtliche und kulturelle Erbe der Menschen unserer Stadt und der Region. Es informiert und bildet, dient als Treffpunkt und Forum für kulturellen Austausch und wirbt ausdrücklich für Toleranz, Aufgeschlossenheit und kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Das Museum - eine kommunale Immobilie - wird eigenverantwortlich und vollständig vom Verein betrieben, steht allen Menschen offen und ist im besten Sinne gemeinnützig ausgerichtet. Es ist der Beachtung und Verbreitung des Rechts auf Bildung und Erziehung und der daraus abzuleitenden gesellschaftlichen Werte verpflichtet. Dabei beschränkt sich der „Gruberhof“ nicht nur auf die historische Rückschau, sondern begreift die Auseinandersetzung mit der Geschichte als Herausforderung für die Gegenwart und die Zukunft.

Der Umstädter Museums- und Geschichtsverein nimmt alle Aufgaben rund um das Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln wahr und gestaltet ein zeitübergreifendes, interkulturelles Rahmenprogramm für die Stadt und die Bevölkerung von Groß-Umstadt.

Vereinssatzung 2017 (PDF)

 

VORSTAND

Reiner Schütz
1. Vorsitzender

AG-Sprecher "Gruberhof"

Hans-Peter Waldkirch
2. Vorsitzende
r

Volker Stenger
Kassenwart

Reiner Michaelis
Schriftführer

Das Vereinssymbol wurde der Traubenstein, Teilstück eines größeren römischen Grabdenkmals Ende des 2. Jahrhunderts nach Christi, der bei Ausgrabungen in den 1960-ern im Bereich der Stadtkirche gefunden wurde. Der Traubenstein soll daran erinnern, dass der Wein über die Jahre bzw. Jahrhunderte hinweg ein markantes Umstädter Kulturerbe war und noch ist.


Die Entwicklungsgeschichte:

Die Umstädter Familien Emmerich waren und sind noch immer stark mit der Geschichte der Stadt Groß-Umstadt verbunden. In der Scheune der Emmerichs entstand im Laufe der 1970-er und 1980-er Jahre ein kleines Privatmuseum mit verschiedenen Relikten und Gegenständen aus der Vergangenheit der Stadt und von deren Einwohnern.

So entschieden Joachim Emmerich und einige Gleichgesinnte am 09.12.1979, einen Verein zu gründen. Das Umstädter Kulturerbe sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

In der Emmerich-Scheune fanden bald die ersten Ausstellungen statt, die Resonanz aus der Bevölkerung war groß und die Mitgliederzahl stieg rasch. Mitte der achtziger Jahre fanden während des Winzerfestes zwei Weinversteigerungen im Pfälzer Schloss statt, deren Erlös der Finanzierung der Museumsarbeit diente.

Man hatte das Interesse der Öffentlichkeit geweckt und das Inventar des Museums vermehrte sich rasch. Die Scheune in der Entengasse platzte aus allen Nähten.

Zum Glück erlaubte Familie Pralle, die zu diesem Zeitpunkt im Gruberhof wohnte, dass man die Gegenstände dort unterstellen konnte. Gleichzeitig wurde das Ansinnen an die Stadt herangetragen, ein Gebäude als Umstädter Museum zur Verfügung zu stellen. Zunächst waren unterschiedliche Vorschläge im Gespräch waren, parallel wurde der Gruberhof mit Gestattung der Familie Pralle notdürftig als Museumskomplex genutzt. Im Oktober 1985 konnte dort die erste öffentliche Ausstellung eröffnet werden – der Andrang war groß.

Im November 1986 stimmte die Stadtverordnetenversammlung dem Kauf des Gruberhofes zu. So entstand nach Vorgabe der Stadt ein „Museum und Kulturzentrum“, in dem der Odenwaldklub ebenfalls sein Domizil hatte. Gleichfalls hatte die Stadt sich das Nutzungsrecht für verschiedene kulturelle Veranstaltungen bewahrt. Das „Umstädter Museum“ öffnete nach kurzer aber intensiver Winterarbeit an Ostern 1987 seine Pforten.

Es dauerte noch 5 Jahre, bis der Odenwaldklub den ehemaligen Schafstall umbaute und sich das Vereinsheim als Einheit in das Gesamtbild des Gruberhofes eingliederte. Im Jahr 1996 wurde dem Umstädter Museums- und Geschichtsverein der Kulturpreis der Stadt Groß-Umstadt verliehen. Gleichzeitig wurde dem Vereinsmitglied August Fischer für sein jahrelanges, ehrenamtliches und engagiertes Arbeiten auf dem Gebiet der Archäologie und Heimatforschung die Ehrenmedaille der Stadt Groß-Umstadt überreicht.

Bei einer kleinen Feier konnte der 1993 gefundene fränkische Krieger restauriert und in einem extra für ihn erstellten Raum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im Laufe der Jahre wurde viel Zeit, Arbeit und Geld für den weiteren Ausbau und Erhaltung des Gruberhofs investiert, so dass der Umstädter Museums- und Geschichtsverein inzwischen ein vielseitiges Angebot vorhalten kann. Gleichwohl gilt es, sich weiterzuentwickeln, neue Exponate aufzunehmen, Räume und Ausstellungen zu modernisieren und konzeptionell, pädagogisch und methodisch in die Zukunft zu schauen.

Deshalb sind aktive und passive Mitglieder, aber auch Sponsoren im Gruberhof - dem Sitz des Umstädter Museums- und Geschichtsvereins e.V. – jederzeit herzlich willkommen.